(vk) Ganz zweifellos mehr Spitzenspiel geht nicht: Am zehnten Spieltag, dem vorletzten Vorrundenspieltag und auch vorletzten Spieltag in diesem Jahr, kommt es in der 3.Liga Ost der Frauen zum absoluten Spitzenspiel, wenn der Zweite SG Kleenheim (15:3 Punkte) am Sonntag um 17 Uh in der sicherlich gut besetzten Oberkleener Weidig-Sporthalle den verlustpunktfreien Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda (18:0) zu Gast hat. Alle Begegnungen werden übrigens am Sonntag ausgetragen. Dabei macht die FSG Ober-Eschbach/Vortau-nus I (9:7) um 14 Uhr den Auftakt gegen Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg (0:18). Um 15 Uhr erwartet die TSG Eddersheim (8:10) den SC Markranstädt (10:8). Um 16.30 Uhr treffen im Sachsen-Derby Aufsteiger HC Chemnitz (5:13) und der HC Leipzig (12:6) aufein-ander. Zu den drei 17 Uhr-Spielen gehört auch das Duell zwischen Germania Fritzlar (14:4) und der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim (10:8) sowie das Kellerduell zwischen dem Vorletzten TuS Kriftel (2:16) und dem Drittletzten TSV Birkenau (3:13).
SG Kleenheim - HSG Gedern/Nidda (Sonntag, 17 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen)
Für das Spitzenspiel in Oberkleen ist alles gerichtet: Sogar die Stadtwerke Gießen, die auch Sponsor der SG Kleenheim ist, schickt ihr Maskottchen „Fabius“ zum Anfeuern und Stimmung machen. Das andere müssen die Spielerinnen dann machen! Bei Kleenheim werden weiter Tanja Schorradt und Kim Winkes verletzungsbedingt fehlen. Fraglich sind Linkshänderin Lisa Kiethe und Carolina Fischer. Dafür aber steht die defensivstarke Kreisläuferin Katharina Wagner wieder zur Verfügung. Und Kleenheims Trainer Julian Reusch erwägt Michaela Eisenhardt, die bei der HSG Plesse-Hardenberg schon für Kleenein im Einsatz war, zu reaktivieren.
„Gedern/Nidda ist eine sehr abwehrstarke, zudem kämpferisch starke Mannschaft“, sagt Reusch. Es ist das absolute Spitzenspiel zwischen dem Zweiten und dem Ersten. Gedern/Nidda bliebe selbst bei einer Niederlage weiter Tabellenführer. “Die Mannschaft ist hoch motiviert, wir müssen sehr viel investieren, um gegen diese eingespielte Mannschaft zu bestehen“, sieht Julian Reusch die Sache.
Die Gäste sind mit Spielerinnen wie Sabine Eisenacher, Linkshänderin Kirsten Schindler oder auch Nikolett Nagy von verschiedenen Positionen gefährlich. Ein Wiedersehen feiert Kleenheim mit Leonie Nowak, die eine Saison in der 2.Liga das Kleenheimer Trikot trug, und mit Johanna Becker (ehemals Schmidt), die auch gegen Eddersheim unter den Zuschauern in Oberkleen war und früher einige Jahre für Kleenheim spielte.
Die von Christian Breiler trainierten Wetterauerinnen, die sich weniger gern als Vogelsbergerinnen bezeichnen, haben bislang eine überragende Saison gespielt. Daran ändern auch knappe Heimsiege wie gegen Eddersheim (21:20) und den HC Leipzig (27:26) nichts.
Das Spiel wird sicherlich von großer Spannung geprägt sein, Kleeheims Nachteil könnten die möglicherweise vier Ausfälle sein, weil damit die Bank dann „dünn“ besetzt ist, aber die Mannschaft hat auch diesen Umstand schon oft kompensiert!
Dieses Spiel ist das dritte Kleenheimer Heimspiel einer Frauenmannschaft an diesem Tag, bei dem eine Registrierung von Stammzellenspendern im Vorraum der Sporthalle möglich ist (von 13 bis 20 Uhr etwa!)
Volkmar Köhler