(vk) Große Freude beim Nachwuchs der HSG Kleenheim-Langgöns. Die weibliche Jugend A setzte sich in der Oberliga Hessen bei Eintracht Baunatal knapp mit 31:30 (14:12) durch und verbesserte sich nach dem fünften Sieg in Folge mit 10:6 Zählern auf Rang zwei hinter Tabellenführer HSG Rodgau Nieder Roden (14:0), der in der anderen Begegnung des Wochenendes Schlusslicht HSG Hungen/Lich (0:14) mit 42:30 (20:14) besiegte.
Eintracht Baunatal - HSG Kleenheim-Langgöns 30:31 (12:14)
Großer Jubel bei der Langgönser Spielgemeinschaft, die nicht nur nach drei Auftaktniederlagen nun zum fünften Mal in Folge gewann, sondern sich auch für die 29:31-Heimniederlage gegen Eintracht mit nicht ganz dem gleichen Ergebnis bei den Nordhessen revanchierte. Das Siegtor für die Mittelhessen gelang der groß gewachsenen Linkshänderin Celina Rüspeler fünf Sekunden vor dem Schlusspfiff. Gästetrainer Peter Tietböhl hatte beim 30:30 28 Sekunden vor Ende die grüne Karte gelegt. „Wir hatten uns in der Auszeit darauf verständigt, auf einer Baunataler Abwehrseite abzuräumen, so dass der Ball entweder zu Stephanie Klug oder Celina Rüspeler kommen musste und `Cel´ (Red. / wie die Linkshänderin im Team genannt wird) hatte so viel Platz, den sie einfach nutzen musste“, lobte Tietböhl. Der Jubel im Gästelager war riesengroß! Dabei konnten die Mittelhessen nur einen dezimierten Kader stellen, denn Hannah Lüdge (verletzt), Marie Böhm (krank), Torfrau Veronica Siede, Vanessa Hausner (beide privat verhindert) und Flores Weber (nur für den Notfall auf dem Spielberichtsbogen / verletzt) standen nicht zur Verfügung. Dennoch spielte der Mini-Kader eine überragende Partie. Von Anfang an wurde mit Alina Penner (5/3) eine der beiden gefährlichsten Angreiferinnen der Nordhessen in Sonderbewachung genommen. „Wir hatten uns darauf verständigt, das eine der beiden Shooterinnen dann nicht so viele Tore werfen darf und haben die zwölf Tore von Katharina Koltschenko hingenommen“, erläuterte Tietböhl, der in den Mittelblock der Abwehr seine drei großen Spielerinnen Celina Rüspeler, Nina Eggers und Su Kleinpell stellte. Im ersten Spielabschnitt wechselte die Führung. Eggers glich per Siebenmeter zum 3:3 (8.) aus, nachdem die Gäste durch Bachenheimer (0:1 / 3.) und Kleinpell (5. / 1:2) zwei Mal geführt hatten. Nach Alina Penners Siebenmeter zum 12:11 (25.) sorgte Olivia Pietzner beim 13:12 (27.) wieder für eine Gästeführung, die Eggers per Siebenmeter auf den 14:12-Pausenstand für Kleenheim-Langgöns erhöhte.
Im zweiten Spielabschnitt dominierten die Oberhessen und führten teilweise mit fünf Toren Vorsprung wie beim 25:20 (45.) nach einem Doppelpack von Emelie Bachenheimer. Aber die Nordhessen kamen beim 24:25 (50.) und 25:26 (51.) jeweils wieder zum Anschlusstor und am Schluss auch zwei Mal zum Ausgleich (29:29, 30:30). Dass bei den Gästen mit nur acht einsatzfähigen Feldspielerinnen die Kräfte schwanden, war sicherlich normal. Doch die Mannschaft von Peter Tietböhl biss sich durch und schaffte den knappen Sieg. „Wir haben auch im Angriff gut gespielt, das Team hat eine tolle Moral gezeigt“, freute sich Tietböhl.
HSG Kleenheim-Langgöns: Bork; Suchantke (6), Bachenheimer (4), Rüspeler (6), Schmid, Klug (1), Kleinpell (1), Weber (n.e.), Pietzner (4), Eggers (9/5).
Volkmar Köhler