(vk) Nur drei Begegnungen fanden in der Oberliga Hessen der weiblichen Jugend A statt. Dabei ist der Zweite HSG Kleenheim-Langgöns (18:8 Punkte) trotz eines zu erwartenden 41:36 (19:14)-Erfolges im Derby bei Schlusslicht HSG Hungen/Lich (0:26) noch nicht hessischer Vizemeister. Die Entscheidung fällt am nächsten Samstag um 14.30 Uhr in Langgöns, wenn der neue Dritte HSG Bensheim/Auerbach (16:10), der die auf Rang vier abgerutschte wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt (16:10) mit 29:27 besiegte, im letzten Spiel bei Kleenheim-Langgöns zu Gast ist. Hessenmeister HSG Rodgau Nieder Roden (24:2) gewann beim Fünften HSG Wettenberg (13:13) mit 39:33. Theoretisch können sogar Kleenheim-Langgöns, Bensheim/Auerbach und Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt noch jeweils auf 18:10 Punkte ans Ziel kommen.
HSG Hungen/Lich - HSG Kleenheim-Langgöns 36:41 (14:19)
Dritter Sieg im neuen Jahr und dritter (von vier möglichen) Derbysiegen für Kleenheim-Langgöns! Ohne Flores Weber (krank), Marie Böhm (Skiurlaub) und Steffie Klug (spielte zeitgleich mit der HSG Mörlen) trat Kleenheim-Langgöns zum letzten Auswärtsspiel an. Vor 70 Zuschau-ern entwickelte sich in Lich ein munteres Oberliga-Spiel, in dem die Gastgeberinnen gut mithielten. Wie so oft in dieser Saison taten sich die Gäste in den ersten zehn Minuten schwer. Hungen/Lich glich die Führungen immer wieder aus bis zum 4:4 (8.) durch ein Doppelschlag von Rabea Wehrum. Die erste deutliche Führung (8:5) erzielte für den Gast Vanessa Hausner per Tempogegenstoß in der elften Minute. Dieser Drei-Tore Vorsprung hatte Bestand bis zum 15:12 (25.). Ein 4:1-Tore-Lauf brachte die erste Sechs-Tore-Führung durch die treffsichere Nina Eggers zum 19:13 (29.) Hungen/Lich konnte durch ihre an diesem Tag überragende Schützin Rabea Wehrum (20/7 Tore) noch einmal auf 14:19 zur Pause verkürzen.
In der zweiten Halbzeit ließen die Gäste nicht nach, starteten mit Tempohandball und einer starken Abwehr, an der sich die Gastgeberinnen die Zähne ausbissen. Ein 5:0-Lauf war das Resultat. Hannah Lüdge besorgte mit einem ihrer elf Tagestreffer das 24:14 (35.). Das Spiel schien entschieden. Aber beim Gast schlich sich der Schlendrian ein. In der Abwehr wurde nicht mehr richtig zugepackt und vorne wurden einige klare Chancen nicht genutzt. Auch war die Fehlerquote in dieser Phase des Spiels ungewohnt hoch. Hungen/Lich kämpfte sich zurück ins Spiel und war beim 28:31 (48.) durch die siebenfache Torschützin Aimee Mitzkat bedrohlich näher gekommen. Ein Team-Timeout brachte die notwendige Konzentration beim Gast zurück. Beim 36:30 (53.) durch „Emi" Bachenheimer war das Spiel dann wirklich entschieden. Die Schlussphase verlief ausgeglichen und das Spiel endete mit einem 41:36-Erfolg der Gäste aus Kleenheim/Langgöns, die damit zum dritten Mal in dieser Saison mehr als 40 Treffer erzielt hatten.
Mit dem Sieg hat Kleenheim-Langgöns in der Tabelle den zweiten Platz gefestigt. Platz drei ist der Mannschaft nicht mehr zu nehmen. Nächsten Samstag um 14.30 Uhr kommt mit Bensheim/Auerbach der Dritte zum Endspiel um die Vize-Hessenmeisterschaft nach Langgöns.
»Wir haben die Aufgabe in Lich gut und sicher gelöst. Meine Mädchen haben sich mit dem heutigen Sieg das Endspiel gegen Bensheim/Auerbach um die Vize-Hessenmeisterschaft verdient. Nächste Woche werden wir alles geben, kämpfen bis zum Umfallen, in der Abwehr zulegen und unsere Chancen noch konsequenter nutzen. Mir hat heute besonders das Tempogegenstossspiel in die ersten Welle gefallen. Vanessa Bork hat da wirklich einige sehr gute Bälle auf Vanessa Hausner und Hannah Lüdge gespielt. Das sind einfache Tore. Die brauchen wir auch nächste Woche,“ so ein zufriedener Trainer Peter Tietböhl.
HSG Kleenheim-Langgöns: Bork, Siede; Suchantke (2), Bachenheimer (7), Rüspeler (4), Schmid, Kleinpell (1), Hausner (4), Lüdge (11), Pietzner, Eggers (12/4).
Volkmar Köhler