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Aktuelles - Detail

Wieder mit einem Tor verloren

Handball-3.Liga Ost, Frauen: Der letzte Ball von Kim Winkes lag im Tor, aber die Zeit war abgelaufen / SG Kleenheim verliert Spitzenspiel bei Ger-mania Fritzlar mit 25:26 (14:15) / Unentschieden wäre gerecht gewesen / Kune Jetishi bärenstark im Tor

 

(vk) „Schade, wir hätten hier gerne was mitgenommen, hatten es auch verdient“, sagte die verletzte Sina Rühl, die zusammen mit Teammanager Oliver Schuch die SG Kleenheim Spitzenspiel der 3.Liga Ost der Frauen bei der 25:26 (14:15)-Niederlage gecoacht hatte. Auch das Hinspiel in Oberkleen hatte Fritzlar ganz knapp mit 22:21 gewonnen.

„Wir treten jetzt noch im Bus wieder vom Trainerjob zurück und werden nächste Woche wieder mit Julian Reusch als Trainer auf der Bank spielen“, scherzte Oliver Schuch.

Die Kleenheimerinnen kamen vor 220 Zuschauern gut in die Partie und gingen mit 2:1 (2.) durch Tanja Schorradt in Führung. Nach dem Fritzlarer Ausgleich setzte sich Kleenheim auf 5:2 (9.) durch die wieder sehr starke, aber auch attackierte Kreisläuferin Katharina Wagner ab. „Fritzlar wusste natürlich, das wir vermehrt über den Kreis spielen“, sagte Oliver Schuch. Nach dem 7:4 (12.) durch Tamara Heinzelmann (12.) kamen die Nordhessen beim 7:7 (16.) durch Vilte Duknauskaite ziemlich schnell zum Ausgleich. In einem Spitzenspiel auf hohem Niveau zweier starker Drittligisten wogte das Geschehen hin und her. Lisa Kiethe konnte zum 9:9 (18.) ausgleichen. Der wieder überzeugenden Spielmacherin Nina Hess gelang das 10:10 (20.), ehe Esther Meyfarth Fritzlar beim 11:10 (23.) erstmals in Führung brachte. Nach dem 12:12 (26./Hess) setzten sich die Nordhessen auf 15:12 (28./Meyfarth-Siebenmeter) ab, ehe Kleenheim bis zur Pause auf 14:15 (30.) durch einen Schorradt-Siebenmeter in letzter Sekunde heran kam. Nach Wiederbeginn lagen die Nordhessen größtenteils vorne. Nach dem 17:17 (35.) durch Kim Winkes, setzte sich Fritzlar auf 21:17 (40./Lena Dietrich) ab. Youngster „Anno“ vom Hagen verkürzte auf 21:23 (45.) und Kleenheim gab keineswegs auf. Nach dem 25:22 (47.) durch Bibiana Huck, gelang Katharina Wagner der 24:25-Anschluss-treffer (48.). Dann fielen rund acht Minuten keine Tore, Kleenheim vergab einen Siebenmeter und Xenia Ahrend stellte auf 26:24 (58.). Schorradt verkürzte von der Siebenmeterlinie auf 25:26 (57.) und in den letzten knapp vier Minuten fielen keine Treffer mehr. Kleenheim legte die grüne Karte (59:29 Min.), doch der letzte Ball zum vermeintlichen 22:22-Ausgleich von Kim Winkes lag zwar im Fritzlarer Tor, doch war die Zeit abgelaufen. Auch der Ex-Kleenheimer und Fritzlarer Coach Lazar „Lucky“ Cojocar sprach davon, „dass ein Unentschieden schon in Ordnung gewesen wäre“.

„Wir haben kämpferisch eine super Leistung geboten, haben leider ein paar Gegenstöße und freie Chancen zu viel ausgelassen“, erläuterte Sina Rühl, warum es nicht zur Punkteteilung kam. „Die Mannschaft hat sehr viel investiert. Leider standen wir am Ende mit leeren Händen da“, analysierte Oliver Schuch. Er wie auch Sina Rühl bescheinigten der jungen Kune Jetishi im Tor in der „zweiten Halbzeit eine sensationelle Leistung, sie hat uns immer wieder im Spiel gehalten“.

SV Germania Fritzlar: Maier, Gürbig; Dietrich (5), Holeczy, Huck (3), Ahrend (2), Puntschuh (3), Horn (2), Kerwin, Meyfarth (7/4), Duknauskaite (3), Dreyer (1), Kiwa.

SG Kleenheim: Mack (bis 34.Min.), Jetishi (ab 34.Min.), Buhlmann; Hess (6), Schuch, Schorradt (5/2), Heinzelmann (1), vom Hagen (1), Fischer, Kiethe (1), Wagner (4), Nau (2), Winkes (5).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Sven Hanker / Christopher Klimmesch (Grün-Weiss Wiesbaden). / Zuschauer: 220. / Zeitstrafen: 4:2 Minuten (Huck, Meyfarth – Fischer). / Siebenmeter: 5/4 – 4/2.

                                Volkmar Köhler