(vk) Man soll es nicht für möglich halten. Im Meisterschaftsspiel der 3.Liga Ost der Frauen lieferten sich die FSG Ober-Eschbach/Vortaunus und die SG Kleenheim nach ähnlichem Spielverlauf wie im Hinspiel (23:23) wieder eine am Ende gerechte Punktteilung (25:25).
Ober-Eschbach hatte zunächst klar dominiert, Kleenheim die erste Halbzeit völlig verschlafen wie im Hinspiel, dann hatten die Kleenheimerinnen aufgeholt wie im Hinspiel, waren aussichtsreich wenige Minuten vor Schluss in Führung gegangen wie im Hinspiel und mussten am Ende noch den Ausgleich hinnehmen wie im Hinspiel.
Tamara Heinzelmann glich zum 1:1(3.) aus, dann setzte sich Ober-Eschbach durch die A-Jugendliche Pia Özer auf 8:1 (12.) ab, ehe erneut Heinzelmann traf. Beim 13:4 (20.) durch Lena Riedel sah es nach einem Kleenheimer Debakel aus. Immerhin konnte Katharina Wagner auf 7:13 (24.) verkürzen, ehe beim 9:15 (30.), Hess hatte vom Punkt getroffen, die Seiten gewechselt wurden. „Wir waren da mit einem sechs Tore-Rückstand noch gut bedient“, erklärte Kleenheims Trainer Julian Reusch, der monierte, „das es das Gleiche war wie im Hinspiel“ als er noch unter den Zuschauern war. „Wir haben einfach keine Einstellung gezeigt“, sagte Reusch weiter.
Aber es war dann auch wie im Hinspiel, das die Kleenheimerinnen die Aufholjagd starteten. „Die Mannschaft hat Moral bewiesen“, sagte Reusch weiter. Janina Langenbach verkürzte auf 13:15 (5.) und Lisa Kiethe schaffte beim 14:15 (37.) den Anschlusstreffer. Dann gelang der starken Nina Hess beim 17:17 (44.) per Siebenmeter der Gleichstand. Mertens brachte die Gastgeberinnen beim 18:17 (44.) noch ein letztes Mal in Führung. Kleenheim gelangen innerhalb von rund fünf Minuten fünf Tore und Nina Hess brachte die Gäste mit 22:18 (50.) nach vorne. Wieder kam Ober-Eschbach/Vortaunus auf 20:22 (5.) heran und als die Ex-Ober-Eschbacherin Kim Winkes Kleenheim mit 23:20 (54.) nach vorne brachte, schienen die Weichen auf Sieg zu stehen. Doch selbst die 25:22-Führung (57.) von Nina Hess 195 Sekunden vor Ende reichten wieder nicht zum Kleenheimer Sieg. Nach einer Zeitstrafe gegen Tanja Schorradt, verwandelte Lisa Lichtlein den fälligen Siebenmeter zum 23:25 (57.). 76 Sekunden vor Ende schaffte die A-Jugendliche Lill König den 24:25-Anschlusstreffer (59.) und nach einem technischen Fehler der Gäste gelang Lisa Lichtlein 53 Sekun-den vor Schluss der 25:25-Ausgleich und Endstand. „Da hat Madeleine Buhlmann noch gut gehalten“, erklärte Reusch. „Wir müssen aber von den drei, vier freien Chancen am Schluss zwei machen, dann gewinnen wir das Spiel“, bilanzierte der Kleenheimer Übungsleiter, der allerdings auch gerechterweise erklärte, „wenn man das ganze Spiel betrachtet, kann man mit dem Punkt zufrieden sein!“ Nach zwei Niederlagen ist dies das dritte Unentschieden der Kleenheimerinnen, die bei sieben Minuspunkten weiter vier Zähler hinter Gedern/Nidda stehen. Für Kleenheim war es der dritte Minuspunkt in der Fremde.
FSG Ober-Eschbach/Vortaunus: Baranowska, Löbig; Riedel (1), Schwiering (2), Bucher (1), Lichtlein (5/2), Leidner, Zsigmond (1), Özer (2), Grauer (5), Mertens (2), Orban (4), Lilly König (2).
SG Kleenheim: Mack, Buhlmann (ab 16.Min.); Hess (7/5), Schuch, Schorradt (1), Heinzelmann (3), Rühl (1), vom Hagen, Fischer, Kiethe (4), Wagner (2), Langenbach (4), Nau (1), Winkes (2).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: David Homa / Oliver Mehl (Fürth). / Zuschauer: 300. / Zeitstrafen: 10:14 Minuten (Grauer/zwei, Mertens/zwei, Orban - Schorradt/zwei, Rühl, vom Hagen, Kiethe, Langenbach, Nau). / Siebenmeter: 3/2 - 8/5.
Volkmar Köhler