Zum Hauptinhalt springen

Aktuelles - Detail

Wettenberg Meister

Handball-Landesliga Mitte, Frauen:

SG Kleenheim II gewinnt Derby gegen gesicherten TSV Griedel deutlich / HSG Wettenberg ist Meister und Oberliga-Aufsteiger / Fernwald steigt als Drittletzter ab / Leihgestern kann sich noch nicht sicher sein

 

(vk) Wie nicht anders zu erwarten hat sich die HSG Wettenberg am 22. und letzten Spieltag der Landesliga Mitte der Frauen Meisterschaft und Aufstieg nicht mehr nehmen lassen. Das Team von Trainer Thomas Schäfer riss zwar keine Bäume aus, war aber ungefährdet beim 25:22 (18:13)-Heimsieg über Schlusslicht und Absteiger HSG Hungen/Lich. Vizemeister SG Kleenheim II brannte dagegen dreifach ersatzgeschwächt beim 31:22 (16:9)-Heimerfolg über den gesicherten Siebten TSV Griedel noch einmal ein kleines handballarisches Feuerwerk ab. Die HSG Fernwald besiegte im Abstiegsduell die TSG Leihgestern knapp mit 26:25 (12:10), muss aber als Drittletzter nach dem 25:18-Sieg der FSG Vortaunus (16:28 Punkte) bei der FSG Bergen-Enkheim/Bad Vilbel absteigen, weil der direkte Vergleich mit der TSG Leihgestern (je 15:29) um ein Tor schlechter ist. Allerdings kann sich Leihgestern als Neunter auch noch nicht sicher sein, denn das hängt an den oberen Ligen. In der 3.Liga West der Frauen ist die TSG Oberursel auf einen Abstiegsrang gerutscht (und nicht mehr ein Relegationsrang) vor den beiden letzten Spieltagen, was zur Folge hat, das neben Lumdatal auch der Zehnte HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und damit ein weiterer heimischer Vertreter aus der Oberliga absteigen müsste, so das vier Teams die Landesliga Mitte verlassen müssten. Gerettet ist die FSG Vortaunus (16:28), die unter den Augen zahlreicher Spielerinnen der HSG Fernwald und der TSG Leihgestern den Coup in Bergen-Enkheim/Bad Vilbel landete.

SG Kleenheim II - TSV Griedel 31:22 (16:9)

Die Kleenheimerinnen bescherten ihrem scheidenden Trainer Ergün Sahin ein schönes Abschiedsgeschenk, obwohl mit Therese Blasig (USA), Eva König (krank) und Steffi Schön (Nackenprobleme) drei Spielerinnen fehlten. Die Gäste, die Platz sieben sicher haben, hatten schon den Klassenerhalt vor einer Woche eingetütet. Kleenheim II legte nach knapp sieben Minuten ein 4:1 durch die spielfreudige Julia Grygar vor. Beim 10:4 (17.) hatte Katja Schön den Vorsprung vergrößert. Auch wenn Griedel zwischenzeitlich auf 9:13 (27.) durch Elena Schneider verkürzte, hatte Kleenheim II nach Toren von Lisa Schäfer und einem Doppelpack von Melanie Mattheiß bis zur Pause (16:9) den Vorsprung wieder auf sieben Tore ausgebaut. Nach dem Wechsel sorgte Julia Grygar beim 22:12 (38.) gar für eine Zehn-Tore-Führung, die Griedel aber wieder verkürzte wie beim 15:22 (44.) durch einen Tempogegenstoß von Lena Wawrzinek. Kerstin Schulz hatte aber beim 28:18 (52.) wieder einen Zehn-Tore-Vorsprung wie auch beim 31:21 (58.) herausgearbeitet. Am Ende waren es dann neun Tore Unterschied (31:22).

„Wir haben sehr stark angefangen, Tempospiel und zweite Welle waren wieder sehr gut, die gute Abwehrleistung haben wir in Konter umgesetzt, 50 Minuten lang haben wir eine super Abwehr gespielt“, war Sahin auch nach seinem letzten Spiel zufrieden. „Wenn man 15 Tore über die zweite Welle kassiert, muss man nicht mehr viel sagen, da war Kleenheim II eine klasse besser“, analysierte Griedels Trainer Arno Lang. Die Gäste hatten Madeleine Dietz (krank) nicht im Kader. „Auf dem Verhindern der zweiten Welle lag unser Hauptaugenmerk“, erläuterte TSV-Trainer Lang, der Anna-Lena Eichel, die fünf Tore erzielte, aus der zweiten Mannschaft lobte. „Sie hat immer wieder ausgeholfen“, sagte der Griedeler Trainer, der auch Torhüterin Pauline Wicke „eine solide Leistung“ bescheinigte. „Sie hat aber immer wieder völlig freien Bällen gegenüber gestanden“, so Arno Lang, der sich für dieses letzte Saisonspiel „ein bißchen mehr Gegenwehr erwartet hatte“. Mit dem siebten Platz und dem damit verbundenen Klassenerhalt ist Arno Lang „sehr zufrieden“. „Kompliment an die Mannschaft für diese Saisonleistung“, ließ der Griedeler Trainer abschließend wissen. 

SG Kleenheim II: Stahl, Altenheimer (ab 31.Min.); Engel, Barnusch (2), Kerstin Schulz (5/2), Rink (1), Schäfer (5), Grygar (7), Fischer (2), Stephanie Schön (n.e.), Mattheiß (3), Schepp (3), Katja Schön (3/3).

TSV Griedel: Pauline Wicke, Gianna Fröhlich (n.e.); Schneider (3), Wawrzinek (4),

Wolf, Krombach (5/5). Ohrisch (3), Görlach, Krausgrill (1), Brück, Katarina Dietz, Straßheim, Eichler (5), Leonie Meier (1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Lehmann / Ohly (Hungen/Pohlheim). / Zuschauer: 60. / Zeitstrafen: 2:8 Minuten (Schäfer - Schneider, Ohrisch/zwei, Leonie Meier). / Siebenmeter: 7/5 - 5/5.

                         Volkmar Köhler