(vk) Am letzten Spieltag in der Oberliga Hessen der weiblichen Jugend B feierte die SG Kleenheim/Lang-Göns einen versöhnlichen Abschluss und gewann beim Dritten HSG Goldstein/Schwanheim (17:11 Punkte) mit 32:25 (14:16), was in der Endabrechnung Platz fünf mit 15:13 Zählern ergibt. Hessenmeister wurde die HSG Rodgau Nieder Roden (24:4) nach einem ungefährdeten 39:21-Heimsieg über Schlusslicht HSG Zwehren/Kassel. Zweiter wurde die HSG Bensheim/Auerbach (22:6) nach einem 35:19-Sieg beim Vorletzten JSG Buchberg.
HSG Goldstein/Schwanheim - SG Kleenheim/Lang-Göns 25:32 (16:14)
Versöhnlicher Abschluss für die SG Kleenheim/Lang-Göns. Nach 2:8 Punkten in diesem Jahr gewann die Mannschaft von Trainer Peter Tietböhl zum Abschluss beim Tabellendritten in Goldstein und beendete eine durchwachsene Saison mit einem klaren Sieg.
Neben Alina Ebert (Kreuzbandriss) fehlten Hannah Schmid (Grippe) und Toni Schäfer (Schulveranstaltung). Goldstein versuchte das Spiel der Gäste durch die Manndeckung gegen Rückraumspielerin Nina Eggers zu stören. Aber die Mittelhessen legten eine 3:0-Führung (3.) durch Hannah Lüge vor. Bis zur 15. Minute hielt dieser Abstand (7:10/Bachenheimer). Doch schlichen sich langsam wieder die Probleme der gesamten Saison ein: Zu früher Abschluss und Schwächen im 1:1 in der Deckung. Goldstein legte einen 5:0-Lauf hin und ging seinerseits mit 12:10 (19.) in Führung. Doch die Langglbnserinnen gaben nicht auf, glichen aus und konnten durch die sehr starke Hannah Lüdge beim 13:12 (21.) wieder in Führung gehen. Goldstein hielt dagegen durch seine bärenstarke Mittelfrau Daniela Susic und konnte ein 16:14 mit in die Halbzeit nehmen. Coach Tietböhl griff in seiner Pausenansprache das schwache 1:1 in Abwehr auf und forderte die Mannschaft auf, abgezockter und ruhiger zu spielen. Als taktisches Mittel ordnete er eine Manndeckung gegen die Goldsteiner Mittelfrau nach der Halbzeit an.
Goldstein erhöhte direkt nach der Pause auf 17:14. Doch unsere Abwehr sta-bilisierte sich jetzt und ab nun war Nina-Eggers-Time. angesagt. Ihr gelangen fünf Tore in Folge zum 19:17 (31.). Doch Goldstein war nicht geschlagen. Die Frankfurterinnen kämpften sich zurück und gingen ihrerseits mit 22:21 (36.) in Führung. Doch die Abwehr der Gäste stand jetzt stabil. Lediglich die Wurf-quote verhinderte in dieser Phase ein besseres Resultat. Die in der 2 Halbzeit zu alter Form findende Kira Suchantke glich umgehend zum 22:22 (39.) aus. Es folgte nun die stärkste Phase im Spiel der Gäste. Jetzt hatte Kleenheim/Lang-Göns den Gegner im Griff und setzte sich durch Tempospiel Tor um Tor ab. Beim 29:23 (46./Kira Suchantke) war das Spiel entschieden. Nina Eggers kam in der 2. Halbzeit auf überragende zehn Tore bei sechs sicher verwandelten Siebenmetern!
»In der ersten Halbzeit haben wir den Schlendrian gesehen, der uns die ge-samte Runde schon verfolgt und verhindert, dass wir bessere Ergebnisse erreicht haben. Hannah Lüdge hat uns in dieser Phase mit 6 Toren im Spiel gehalten. In der 2. Halbzeit haben wir gezeigt, was wir spielen können. Aus einer stabilen Abwehr mit 2 guten Torfrauen konnten wir sicher nach vorne spielen, Tor um Tor aufholen und letztlich einen klaren Sieg einfahren. Nina Eggers hat in der 2. Halbzeit ein überragendes Spiel gezeigt. Das geht aber auch nur, wenn man selbst Vollgas gibt und wenn die gesamte Mannschaft kämpft und man sich gegenseitig unterstützt. Hätten wir die gesamte Saison so gespielt wie heute in der 2 Halbzeit, wären wir in der Tabelle weiter vorne zu finden. Aber Mund abputzen und weiter. Nach der Saison ist im Jugendbereich vor der Quali. Wir schnaufen kurz durch und dann geben wir Gas, um wieder in der Oberliga zu spielen in der neuen Saison“, so ein zufriedener Trainer Peter Tietböhl.
SG Kleenheim/Lang-Göns: Bork, Siede; Suchantke (5), Bachenheimer (2), Schächer (2), Rüspeler (2/1), Kleinpell (2), Weber, Böhm (1), Eggers (10/6), Lins (1), Lüdge (7).
Volkmar Köhler