(vk) Das ist das Gute an der Oberliga Hessen der Männer: Nicht nur das vier heimische Vertreter unter den ersten Fünf stehen, sondern es steigen auch mit steter Regelmäßigkeit Derbys der fünf Vertreter Handball-Mittelhessens gegeneinander. Der bevorstehende wieder drei geteilte 16.Spieltag wird am heutigen Freitag um 20 Uhr in der Oberkleener Weidig-Sporthalle mit dem Derby zwischen dem Dritten SG Kleenheim (22:8 Punkte) und dem Zweiten HSG Wettenberg (23:7) eröffnet. Die anderen drei heimischen Vertreter sind allesamt auswärts am Ball. Der wieder gefährdete Zwölfte TV Hüttenberg U 23 (11:21) muss am Samstag um 17.45 Uhr beim zwei Pluspunkte besser postierten Zehnten HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (13:17) antreten. Der Fünfte HSG Pohlheim (19:11) strebt am Samstag um 19 Uhr beim gefährdeten Elften TSG Münster (11:19) Wiedergutmachung für die Vorrunden-Niederlage in eigener Halle an. Schließlich wartet auf Tabellenführer HSG Wetzlar U 23 (24:6) am Sonntag um 17 Uhr beim Siebten Drittliga-Absteiger MSG Umstadt/Habitzheim (14:16) keine ganz leichte Aufgabe.
SG Kleenheim - HSG Wettenberg (heute / Freitag, 20 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen)
„Für uns haben tolle Wochen begonnen. Wir sind im Viertelfinale des Deutschen Amateuer-Pokals und haben in der Meisterschaft drei Derbys in Folge vor uns“, hört man richtig die Freude und Lust bei Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab heraus. Im Hinspiel unterlag Kleenheim in Launsbach mit 25:27. „Wir haben von daher noch etwas gut zu machen, wir haben ein Heimspiel und wollen Wettenberg wieder von Platz zwei verdrängen“, so die klare Zielsetzung des Kleenheimer Trainers. Dafür muss die Abwehr wieder so gut funktionieren wie im Pokalspiel gegen Suhl/Goldlauter. „Da müssen Emotionen und Aggressivität wieder in unser Spiel rein“, fordert Wohlrab, der sich sicher ist, „wenn wir es schaffen, aus einer stabilen Deckung in unser Tempospiel zu finden, dann werden wir das Spiel gewinnen!“ Wettenberg ist breit aufgestellt und stellt eine sehr ausgeglichene Mannschaft. „Sie haben fünf, sechs Spieler, die an einem guten Tag ein Spiel entschieden können, wir müssen als geschlossene Einheit auftreten und gemeinsam fighten“, erklärt der Kleenheimer Übungsleiter. Ausfallen werden bei den Hausherren weiter Yannic Dubiys (Schultereckgelenk) und Cedrick Kollmann (Bänderriss).
Die HSG Wettenberg wird mit breiter Brust in Oberkleen anreisen, die Mannschaft hat bei 17:1 Punkten jahresübergreifend keines der letzten neun Spiele verloren. Die letzte Niederlage datiert vom 28.Oktober vergangenen Jahres als man bei der ESG Gensungen/Felsberg mit 25:31 den Kürzeren zog. „Wir freuen uns auf das Spiel, volle Halle, Emotionen und Taktik“, sagt Wettenbergs Trainer Axel Spandau. Trotz Fasching haben die Wettenberger gut trainiert und „haben natürlich großes Selbstvertrauen“ (Spandau). Der Wettenberger Coach weiter: „Das Kleenheimer Speed-Gespann Höpfner/Straßheim sollten wir im Rahmen halten, ebenso die routinierte Achse Köhler/Müller bzw. Köhler/Reusch“. Für Spandau steht fest, das „Disziplin, konsequente Abwehr und die Torhüterleistung die Richtung vorgeben!“ Wer hat Fasching am besten verkraftet bzw. am besten trainiert, ist die Frage!
Volkmar Köhler