(vk) Nach der 25:27-Niederlage am dritten Spieltag (30.9.) im Derby bei der HSG Wetten-berg und anschließenden 12:0 Punkten hat die SG Kleenheim am Samstag Abend vor der Drittliga tauglichen Kulisse von 635 Zuschauern in der auch als „Hölle Nord“ bezeichneten Kreissporthalle Gensungen mit 28:33 (14:14) die zweite Saisonniederlage hinnehmen müssen. Dennoch bleiben die Kleenheimer weiter Tabellenführer.
„Gensungen war über die gesamten 60 Minuten gesehen die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen“, erkannte Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab die Leistung des Gegners durchaus an.
„Wir haben in der ersten Halbzeit in der Deckung keinen Zugriff bekommen“, sagte Wohlrab, obwohl seine Mannschaft nicht nur sehr gut dabei war, sondern auch führte.
Nach drei Kleenheimer Anfangsführungen (2:3/Hoepfner-Siebenmeter / 4.Min.) übernahmen die Hausherren beim 4:3 (6.) durch Franco Rossel, neben Benedikt Hütt einer ihrer gefährlichen Aufbauspieler, erstmals die Führung. Kleenheims Spielmacher und Mannschaftskapitän Dennis Köhler konnte beim 5:5 (8.) wieder ausgleichen. Nach einem 5:7-Rückstand (10.) durch den torgefährlichen Außenstürmer Jan-Hendrik Walther, drehte Kleenheim in knapp fünf Minuten durch vier Tore in Folge die Partie zu einer eigenen 9:7-Führung (16.) durch Linkshänder David Straßheim. Nach dem 12:12 (25./Benedikt Hütt) brachten Jörg Müller und Dennis Köhler Kleenheim wieder mit 14:12 (27.) nach vorne. Nach einem Doppelschlag des achtfachen Torschützen Jan-Hendrik Walther wurden die Seiten beim 14:14 gewechselt.
Nach dem Wechsel konnte der Tabellenführer aus Mittelhessen die Führung nicht mehr übernehmen. Gensungen setzte sich auf 17:14 (36./Dave Alscher) ab. Kleenheim verkürzte durch Jörg Müller auf 16:18 (38.). Die Kleenheimer blieben aber weiter dran. Nach Walthers 26:20 (50.) gab sich der Gast noch keineswegs auf und Trainer Wohlrab setzte alles auf eine Karte, spielte statt des Torhüters mit dem siebten Feldspieler und „Gensungen hat drei Mal an unserem leeren Tor vorbei geworfen“, erläuterte Wohlrab, warum Kleenheim noch mal so aufkam. David Straßheim verkürzte auf 23:26 (52.). Nach dem Gensunger 27:24 (54.) sollte es noch einmal spannend werden. Die beiden Kleenheimer Top-Torjäger Straßheim und Fabian Höpfner sorgten beim 26:27 (56.) sogar für den Anschlusstreffer. Dann allerdings war in rund 100 Sekunden alles vorbei, denn die Hausherren sorgten mit drei Treffern in Folge zum 30:26 (57.) durch Kreisläufer Christoph Koch für die Entscheidung. „Gensungen/Felsberg hat ein ganz starkes Spiel abgeliefert“, sagte Wohlrab nach der 28:33 (14:14)-Niederlage seiner Mannschaft. „Wir haben das nächste Wochenende spielfrei, werden das nutzen, um den Kopf wieder frei zu bekommen und uns auf das nächste Spiel gegen die MSG Umstadt/Habitzheim (9.12.) vorzubereiten“, erläuterte Kleenheims Coach, der übrigens nicht wie erhofft, personell aus dem Vollen schöpfen konnte, sondern mit Cedrick Kollmann, Marc Weller (beide verletzt) sowie Tim Hanika (verhindert) der Spieler nicht aufbieten konnte.
ESG Gensungen/Felsberg: Lauterbach (1), Mügge; Bauer (1), Rossel (4), Gerhold (3), Alscher (5), Hütt (7), Otto (1/1), Potthof, Rohde, Koch (3), Walther (8), Pollmer.
SG Kleenheim: Elsner, Eckhard; Höpfner (10/7), Keil, Straßheim (4), Schier, Müller (5), Köhler (4), Eisenhardt, Reusch (3), Wiener (2), Weinandt.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Michael Osternig / Dominik Schäfer (Dornheim/Groß-Gerau). / Zuschauer: 635. / Zeitstrafen: 12:8 Minuten (Bauer, Rossel/zwei, Hütt, Koch/zwei - Keil, Köhler/zwei, Wiener). / Siebenmeter: 1/1 - 7/7.
Volkmar Köhler