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Taktisch ganz, ganz diszipliniert

Handball-3.Liga Ost, Frauen: SG Kleenheim setzt Erfolgsserie auch im letzten Spiel unter Interimstrainer Johannes Wohlrab fort / Hoch verdienter 27:20 (14:8)-Erfolg bei der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim nach „taktisch ganz, ganz diszipliniertem Spiel über 60 Minuten“

 

(vk) Die SG Kleenheim hat in der 3.Liga Ost der Frauen auch das vierte und letzte Spiel unter Interimstrainer Johannes Wohlrab nicht verloren und nimmt nach dem dritten Sieg im vierten Spiel mit 7:1 Punkten Rang zwei in der Tabelle hinter Überraschungs-Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda (8:0) ein.

Die Kleenheimerinnen nahmen auch die Hürde bei der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim mit einem hoch verdienten 27:20 (14:8)-Erfolg in der Mainzer Vorstadt, hatten sogar gut fünf Minuten vor Schluss durch Tamara Heinzelmann beim 27:17 (55.) eine Zehn-Tore-Führung, den höchsten Vorsprung, herausgearbeitet, ehe die erneut sehr starke Sina Rühl die einzige Kleenheimer Zeitstrafe kassierte und die Rheinhessen noch Ergebniskosmetik betrieben und auf den 20:27-Endstand heran kamen.

„Die Mannschaft hat taktisch ein ganz, ganz diszipliniertes Spiel  über 60 Minuten gezeigt, wir haben alles umgesetzt, was wir uns nach dem Videostudium vorgenommen hatten und immer wieder die richtigen Entscheidungen getroffen“, erklärte Trainer Johannes Wohlrab nach seinem letzten Einsatz als Trainer für die Kleenheimer Drittliga-Frauen. Dabei „haben wir die Linksaußen einlaufen lassen, die Außen haben offensiv gegen Sina Rühl gespielt und die wieder bärenstarke Katharina Wagner hat immer wieder mit Sperre absetzen gearbeitet“, erläuterte Wohlrab weiter. Im Tor stand bei Kleenheim eine überragende Anne Mack, ehe fünf Minuten vor Ende die junge Kune Jetisihi sich auch noch den Beifall der  mitgereisten Kleenheimer Fans abholte. Nina Hess führte klug Regie „und hat immer wieder angesagt, was zu machen ist“ (Wohlrab). „Über Sina Rühl und Katharina Wagner brauchen wir nicht zu sprechen, das ist einfach ganz hohes Drittliga-Niveau, was die beiden seit Wochen zeigen“, lobt Wolhlrab das Duo, dem zusammen 15/3 der 27 Treffer gelangen!

Bretzenheims Torjägerin Lena Kahnert eröffnete nach 140 Sekunden mit dem 1:0 (3.) die Begegnung, was allerdings die einzige Führung der Rheinhessen sein sollte. Der jungen „Emmy“ Nau gelang das 3:1 (5.) für Kleenheim. Josi Dingeldein verkürzte für die Mainzerinnen auf 4:5 (15.), ehe Kleenheim sich auf 7:4 (17.) durch Katharina Wagner und dann auf 10:5 (22.) durch Spielgestalterin Nina Hess absetzte. Michelle Chwalek verkürzte auf  7:10 (24.), ehe Rühl (2/1) und Hess für das 13:7 (27.) der Gäste sorgten.

Nach der Kleenheimer 14:8-Pausenführung hatten die Gastgeberinnen ihre stärkste Phase und kamen sogar auf 13:15 (38./Dingeldein) heran, ehe sich Kleenheim wieder auf 19:13 (41.) durch Sina Rühl absetzte. Nach Kahnerts 16:21 (47.), antwortete Kleenheim mit drei Treffern in Folge und ging mit 24:16 (52./Wagner) in Führung, was längst die Vorentscheidung war. Bretzenheims Trainer Christian Grzelachowski, einst auch Coach bei der SG Kleenheim, nahm in den letzten knapp 13 Minuten gleich zwei Auszeiten, um seine Mannschaft wieder einigermaßen in die Spur zurück zuführen. Das gelang aber erst nach einer Kleenheimer Zehn-Tore-Führung und einer Zeitstrafe. „Unser Sieg war hoch verdient“, urteile Wohlrab. Beide Teams boten übrigens jeweils drei Torhüterinnen auf.

SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim: Gerken, Wenselowski, Schlesinger; Schmitt (4), Weber, Veeck (2), Mack (2/1), Bach, Dold, Dankwardt, Chwalek (5), Dingeldein (3), Kahnert (4), Kleinjung.

SG Kleenheim: Mack (bis 54.Min.), Jetishi (ab 54.Min.), Buhlmann (n.e.); Hess (3), Schuch, Heinzelmann (4), Rühl (8/3), vom Hagen, Fischer, Kiethe, Wagner (7), Langenbach (3/2), Nau (2), Winkes.

Im Stenogramm / Schiedsrichterinnen: Stefanie Bahsitta / Rebecca Glaab (LV Württemberg). / Zuschauer: 280. / Zeitstrafen: 8:2 Minuten (Dingeldein, Kleinjung/drei, Disqualifikation, 52:34 Min - Rühl). / Siebenmeter: 3/1 - 6/5.

                                                       Volkmar Köhler