(vk) Die SG Kleenheim ist Tabellenführer und keiner merkt`s! Trotz eines jederzeit ungefährdeten, souveränen 37:29 (18:15)-Heimsiegs von Tabellenführer SG Kleenheim in der Oberliga Hessen der Männer gegen eine junge, im Umbruch befindliche Mannschaft der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden waren die Kleenheimer Verantwortlichen auf breiter Front ganz und gar nicht zufrieden. Nicht einmal 70 Zuschauer wollten den Tabellenführer am Samstag Abend sehen, was bei den Verantwortlichen nur Kopfschütteln und Unverständnis hervorrief. „Nur mit den drei Minuten nach der Pause“ war Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab zufrieden. In dieser Zeit hatte Kleenheim aus dem 18:15-Pausenstand einen 22:15-Zwischenstand (33.) durch David Straßheim nach Zuspiel von Mannschaftskapitän Dennis Köhler gemacht.
Die Kleenheimer gingen zwar durch sehenswerten Jens Elsner-Pass durch David Strafheim (1.) in Führung, ehe Wiesbaden beim 3:1 (2.) vorne lag. Kleenheim holte sich beim 4:3 (7.) durch Micha Wiener nach Vorarbeit von Julian Reusch die Führung wieder zurück und schien dann beim 10:5 (14./Straßheim) auf Kurs zu sein. Die beiden Außen Linkshänder David Straßheim auf Rechtsaußen Fabian Höpfner von Linksaußen waren mit zusammen 22/5 Treffern wieder Kleenheimer Trumpfkarten. Aber die Hausherren machten sich das Leben durch fehlerhaftes und unkonzentriertes Spiel wieder selbst schwer. So kam Wiesbaden sogar beim 15:16 (29.) durch Kenneth Fahrig zum Anschlusstreffer, ehe Höpfner und Wiener nach Köhler-Pass für die Kleenheimer 18:15-Pausenführung sorgten.
Nach Wiederbeginn setzte sich Kleenheim - wie erwähnt - innerhalb weniger als drei Minuten auf 22:15 (33.) ab. Aber die junge Gästemannschaft steckte nicht auf und bei Kleenheim fehlten Biss und Aggressivität, so dass Simon Seith per Siebenmeter den Rückstand für Wiesbaden auf 23:28 (47.) verbesserte. Henkelmanns 25:30 (49.) für die Landeshauptstädten beantworteten Daniel Schier und Christian Keil mit ihren Toren zum 32:25 (51.). Nach Lorenz Engels letztem Wiesbadener Tor zum 29:34 (56.) sorgten Treffer von Fabian Höpfner per Siebenmeter, Daniel Schier nach Pass von Dennis Köhler und erneu Daniel Schier für den Kleenheim 37:29-Sieg und Endstand.
„Ich bin nur mit dem Ergebnis zufrieden, nicht aber mit der Spielweise und der Einstellung der Mannschaft“, war Kleeoheims Trainer Johannes Wohlrabe trotz des Sieges und trotz der Verteidigung der Tabellenspitze „angefressen“. „Wir haben jegliche Aggressivität und Biss vermissen lassen, so verlierst Du auswärts auf jeden Fall“, analysierte Wohlrabe weiter und dachte wohl schon an den nächsten Sonntag, wo Kleenheim um 18 Uhr beim starken Aufsteiger SG RW Babenhausen gastiert. „Wir hatten zwei gute Torhüter und drei starke Minuten nach der Halbzeit“, konnte Wohlrab doch noch einige positive Momente aus dem Spiel mitnehmen.
SG Kleenheim: Elsner, Eckhard (bei einem Siebenmeter, ab 46.Min.), Schäfer (n.e.); Hani-ka, Höpfner (9/5), Keil (4), Straßheim (13), Schier (3), Müller (2), Köhler (1), Reusch (1), Wiener (4), Dubiys.
HSG VfR/Eintracht Wiesbaden; Kunkel, Kellner (bei zwei Siebenmetern, ab 48.Minl.); Tim Walter, Leon Walter (2), Simon Seith (3/3), Grallert (5), Seiwert (5/1), Lang (1), Fuhrig (3), Hieronimus, Schreiber (1), Engel (2), Stadermann (3), Henkelmann (4).
Im Stenogramm / Schiedsrichter. Michael Holm / Sascha Petra (Bachgau). / Zuschauer: 70. / Zeitstrafen: 0:4 Minuten (keine - Simon Seith, Seiwert). / Siebenmeter: 6/5 - 5/4.
Volkmar Köhler
