(vk) Vorjahresmeister HSG Kleenheim-Langgöns hat in der 3.Liga Ost der Frauen die hohe Auswärtshürde beim starken Aufsteiger Thüringer HC II mit einem 25:21 (11:13)-Sieg genommen und bleibt mit 6:0 Punkten Tabellenführer.
„Ich freue mich natürlich sehr über den Sieg, aber wir haben uns das selbst schwer gemacht“, analysierte Kleenheims Trainer Manuel Silvestri und präzisierte dann „wir hätten viel besser ins Spiel kommen können, haben viele freie Chancen vergeben, wir hätten dann viel früher Sicherheit haben können!“
Katharina Wagner und Lisa Kiethe sorgten nach gut sieben Minuten für eine 2:1-Führung der Mittelhessen, ehe der THC II beim 4:2 (11.) vorne lag. Wagner konnte beim 5:5 (12.) für die Gäste in der Salza-Halle in Bad Langensalza wieder ausgleichen, ehe der Aufsteiger aus Thüringen nach dem 7:6 (15./ Hess-Siebenmeter) das Spiel mehr und mehr bestimmte und nach knapp 20 Minuten durch Antonia Westland mit 10:6 vorne lag. Stina Karlsson, die später total aufblühte, verkürzte auf 7:10 (21.) mit ihrem ersten Tor. Die gefährliche und mit zahlreichen Wurfvarianten ausgestattete Petra Popluharova traf zum 11:7 (21.). Immerhin brachten Kim Winkes und Emely Nau die Gäste wieder auf 9:11 (27.) heran und dank zweier verwandelter Siebenmeter von Spielmacherin Nina Hess führte der THC II zur Pause „nur“ mit 13:11.
Nach Wiederbeginn gelang Kleenheim durch Kiethe und Karlsson das 13:13 (35.), doch wieder nahmen die Thüringerinnen das Heft in die Hand und führten mit 15:13 (36.), ehe die Mittelhessen innerhalb von neun Minuten die Partie drehten und Karlsson zum 18:15 (44.) nach fünf Toren in kaum acht Minuten für den Gast traf. „Wir sind trotz der Fehlwürfe dran geblieben“, lobte Silvestri. „In der zweiten Halbzeit hatten wir uns in der Abwehr stabilisiert und so ab der 40. Minute auch die Chancen rein gemacht“, erläuterte der Kleenheimer Coach, dessen Team dann in der 6:0-Abwehr sehr gut stand. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit richtig in das Spiel hinein gekämpft und sind dann auch weg gezogen“, so der Gästetrainer weiter. „Wir haben das Spiel ab der 40. bis zur 55.Minute gewonnen, haben uns dann in der Abwehr und im Torwartbereich stabilisiert, die Mannschaft hat dann auch Moral gezeigt“, lautete das Fazit des Kleenheimer Coaches. Der Neuling aus Thüringen kam noch einmal auf 18:21 (50.) heran, doch nach Auszeiten hüben wie drüben, sorgte ein Doppelschlag der Schwedin Stina Karlsson für das 23:18 (55.) für den Tabellenführer. Wagner traf dann zum 24:19 (56.) vorentscheidend für den Gast, ehe nach zwei Treffern des Neulings die nach der Pause überragende Stina Karlsson mit ihrem neunten Tagestreffer 59 Sekunden vor Ende den Schlusspunkt zum 25:21-Sieg der Gäste setzte. Bei Kleenheim musste Trainer Silvestri auf die beruflich verhinderte Tanja Schorradt verzichten und nahm mit Hannah Lüdge und Nina Eggers zwei A-Jugendliche in den Kader dazu. „Wir haben es uns zu schwer gemacht, daran müssen wir noch arbeiten, es gibt noch vieles zu verbessern, natürlich bin ich froh, das wir gewonnen haben“, erläuterte der Kleenheimer Trainer, der mit seinem Team erst in 14 Tagen wieder im Einsatz ist und zu Hause den HV Chemnitz erwartet.
Thüringer HC II: Canabate; Breitbarth, Westland (2/1), Hagedorn (1), Huhnstock (3), Fuhrmann, Horn, Lorenz (2), Gramma (2), Popluharova (6), Heublein, Bessert (1), Karl, Mörstedt (1), Breitschuh (3).
HSG Kleenheim-Langgöns: Jetishi, Buhlmann; Lüdge, Barnusch, Hess (5/4), Eggers, Schuch, vom Hagen, Fischer, Kiethe (3), Wagner (4), Langenbach (1), Karlsson (9), Nau (1), Winkes (2).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Alexander Scheller / Nicolas Walther (Schöppenstedt / Suderburg). / Zuschauer: 85. / Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Gramma, Popluharova - Wagner, Langenbach). / Siebenmeter: 2/1 - 4/4.
Volkmar Köhler