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Aktuelles - Detail

Die sehr stark spielende Katharina Wagner in Aktion. Bild: Wolfgang Pachner

Sieben-Tore-Führung fast vergeigt

Handball-3.Liga Ost, Frauen: Nach sehr guter erster Halbzeit kam Kleenheim noch mächtig ins Schwitzen / Hauchdünner 22:21 (14:10)-Heimerfolg nach Sieben-Tore-Führung gegen die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim

 

(vk) Am Ende Kopfschütteln und ungläubiges Staunen bei der SG Kleenheim. Nach sehr guter erster Halbzeit mit einer 13:6-Führung (25.) durch Katharina Wagner, die im Kader der deutschen Polizei-Nationalmannschaft steht, hätten die Kleenheimerinnen das Meisterschaftsspiel der 3.Liga Ost der Frauen fast noch vergeigt, gerieten jedenfalls in der Schlußphase immer mehr ins Schwitzen, ehe der knappe 22:21 (14:10)-Erfolg unter Dach und Fach war und nach dem 23:23-Remis bei der TSG Eddersheim steht Tabellenführer HSG Gedern/Nidda nur noch einen  (Plus-) Punkt besser als Kleenheim. 

In der ausgeglichenen Anfangsphase hatten sich bis zum 5:5 (12.) durch Linda Bach beide Mannschaften bei der Führung abgewechselt. Dann setzte sich Kleenheim mit druckvollem und engagiertem Rückraumspiel auf 11:5 (22.) durch Katharina Wagner, die wieder eine starke Leistung zeigte, ab. Neben Wagner ragten vor allem die siebenfache Torschützin aus dem Rückraum Tamara Heinzelmann sowie Youngster Ann-Sophie vom Hagen (vier Tore) mit einer tadellosen Leistung heraus. Die Rheinhessen, mit dem ehemaligen Kleenheimer Trainer Christian Grzelachowski auf der Bank, kamen aber immer besser ins Spiel und die junge, großgewachsene Vanessa Weber verkürzte auf 9:13 (29.) für Bretzenheim, ehe beim 14:10, für den Gast hatte Kreisläuferin Michelle Chwalek getroffen, die Seiten gewechselt wurden.

Nach Wiederbeginn schien beim 17:11 (37.) erneut durch Heinzelmann die Heimmann-schaft auf Kurs, doch beim 15:17 (44.) hatte Bretzenheim fast den Anschluss hergestellt. Großer Jubel brandete auf als sechs Minuten vor Ende Sophia Wiener, nach zweifacher Babypause erstmals wieder dabei, von Linksaußen ins kurze Eck in Unterzahl ihr erstes Tor wieder erzielte zum 21:17 (54.). Doch auch nach Heinzelmanns 22:18 (55.) war noch längst nicht alles in trockenen Tüchern. Bei Kleenheim häuften sich die Fehler und technischen Unzulänglichkeiten und Katharina Mack per Siebenmeter sowie Linkshänderin  Lena Kahnart verkürzten für Bretzenheim auf 20:22 (58.). Heinzelmann war zuvor schon von Juliane Dold in Manndeckung genommen worden. Dann probierten es die Gäste mit offener Manndeckung, doch mehr als der 21:22-Anschlusstreffer 34 Sekunden vor Ende durch die ehemalige Hüttenbergerin Katharina Mack kam nicht mehr zustande.

Kleenheims Trainer Julian Reusch war angesichts der unnötigen Spannung verärgert. „Die zweite Halbzeit war sehr enttäuschend im Angriff“, erklärte Reusch. „Die Deckungsleistung hat wie immer in den letzten Spielen gestimmt, doch wir machen im Angriff zu viele Fehler, vor allem technische Fehler, es war ein sehr glücklicher Sieg“, sagte Reusch nach dem 22:21 (14:10)-Heimerfolg, dem immerhin eine zwischenzeitliche Sieben-Tore-Führung vorausgegangen war.

SG Kleenheim: Anne Mack, Buhlmann; Fink, Hess, Schuch, Schorradt (2/2), Heinzelmann (7), vom Hagen (4), Fischer, Kiethe, Wiener (1), Wagner (5), Nau (2), Winkes (1).

SG TSG/DJK Manin-Bretzenheim: Gerken, Wenselowski, Schlesinger; Schmitt (2), Weber (2), Veeck, Mack (5/2), Bach (3), Dold (1), Chwalek (4), Dingeldein (2), Kahnert (2), Klein-jung.    

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Carsten Hehn / Jan Tauchert ( Fürth/Erlangen). / Zu-schauer: 200. / Zeitstrafen: 2:6 Minuten (Kiethe - Weber, Dold, Chwalek.). / Siebenmeter:  2/2 - 3/2.

                         Volkmar Köhler