(vk) Kleeheims Trainer Julian Reusch hatte gewarnt! Und auch der knappe 20:18-Hin-spielerfolg über den Aufsteiger HV Chemnitz ließ in Sachsen kein leichtes Spiel erwarten. Und so war es denn auch!
Die Kleenheimerinnen, ohne Sina Rühl und Katharina Wagner angetreten, kamen zunächst gar nicht in die Gänge und Chemnitz ging mit 3:0 (7.) durch Anja Noack in Führung, ehe Tanja Schorradt (3:1/8.) der erste Kleenheimer Treffer gelang. Wieder zogen die Sachsen auf 5:2 (18./Claudia Breßler) und auf 6:3 (21.) durch Katarzyna Skoczynska davon, ehe das Kleenheimer Spiel stabiler wurde und Tamara Heinzelmann beim 6:6 (23.) der Ausgleich gelang. Linkshänderin Lisa Kiethe schaffte beim 7:6 (24.) die erste Kleenheimer Führung. Nach einem Doppelschlag der 18-jährigen Ann-Sophie vom Hagen führten die Gäste mit 9:7 (28.), mussten aber durch zwei Treffer von Melanie Beckert den 9:9-Pausenstand noch hinnehmen.
Nach Wiederbeginn brachte Beckert den HVC beim 10:9 (32.) noch ein letztes Mal in Führung, ehe die Gäste sich über 12:10 (35./Kiethe) auf 16:11 (40.) durch Kim Winkes absetzten. „Wir haben jetzt besser in der Abwehr gedeckt und mit mehr Tempo nach vorne gespielt“, sagte Kleenheims Trainer Julian Reusch. Die Gastgeberinnen, die um jeden Punkt für den Klassenerhalt kämpfen, gaben nicht auf und waren beim 15:18 (50.) durch Anja Stöhr wieder bis auf drei Tore heran gekommen. Kiethe, Langenbach und Fischer stellten dann auf 21:15 (55.) für die Gäste aus Mittelhessen. Am Schluss kam Chemnitz auf 17:21 (58.) durch Melanie Beckert noch einmal näher heran, doch zwei Tore der schnellen Emely Nau bei einem Gegentor von Catrin Grützmann bedeuteten schließlich die 23:18-Führung, ehe Grützmann auf den 19:23-Endstand aus Sicht der Sachsen stellte.
Kleenheim rangiert damit weiter mit einem Zähler Rückstand auf Tabellenführer Gedern/Nidda auf Rang zwei. Dagegen hat der Dritte Germania Fritzlar durch das Unentschieden zu Hause etwas an Boden verloren.
„Es war kein schönes Spiel, Hauptsache gewonnen“, sagte Julian Reusch in seinem ersten Kommentar. Kleenheims Spielmacherin Nina Hess sprach von „einem Arbeitssieg“. „Das kann man so unterschreiben“, sagte Reusch. „Wir haben ganz schlecht in der ersten Halbzeit gespielt, haben acht bis zehn freie Chancen ausgelassen, uns schwer getan, haben die Möglichkeiten gut herausgearbeitet, aber die Chancen ausgelassen“, monierte Reusch, der seine Mannschaft für die zweiten 30 Minuten besser und mit mehr Dampf und Power auf das Parkett schickte. „Wir haben vieles besser gemacht, uns den Sieg dann erkämpft und erarbeitet“, erklärte der Kleenheimer Trainer.
HV Chemnitz: Wähner, König; Noack (1), Skoczynska (1), Hoßmang (1), Schumann, Streit, Weingardt (2), Starcek, Breßler (2), Leibnitz, Stöhr (3), Grützmann (4), Beckert (5).
SG Kleenheim: Jetihsi (bis 10.Min.), Mack (ab 10.Min.), Buhlmann; Hess (1), Schuch, Schorradt (5/3), Heinzelmann (2), vom Hagen (3), Fischer (3), Kiethe (4), Langenbach (1), Nau (2), Winkes (2).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Carsten Hehn / Jan Tauchert (Fürth/Erlangen). / Zuschauer: 260. / Zeitstrafen: 12:6 Minuten (Noack/drei/59:08 Min., Schumann, Breßler, Stöhr - Schach, Schorradt/zwei). / Siebenmeter: 0 - 4/3.
Volkmar Köhler