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Aktuelles - Detail

Franziska Ringleb beim Torwurf Bild: Wolfgang Pachner

Schwache erste Halbzeit

Handball-2.Bundesliga, Frauen:

„20 Gegentore in einer Halbzeit habe ich als Trainer noch nie erlebt“ / SG Kleenheim baut krisengeschüttelte DJK/MJC Trier wieder auf / Moselstädterinnen beenden Negativlauf mit 32:26 (20:12)-Erfolg in Oberkleen

 

(vk) Eine so schwache erste Halbzeit hat die Mannschaft in der gesamten Saison nicht gespielt und schon gar nicht in einem Heimspiel! Das war der Tenor der 26:32 (12:20)-Heimniederlage der SG Kleenheim gegen die bis dahin punktgleiche DJK/MJC Trier. Die Triererinnen beendeten damit eine Negativserie von zuletzt sechs Niederlagen in Folge. „Die bessere Mannschaft hat gewonnen, wir haben zwar die zweite Halbzeit gewonnen, das reicht aber dann nicht“, erklärte Kleenheims Trainer Lazar Cojocar. „Wir haben gehofft, gegen einen angeschlagenen Gegner, der sieben der letzten acht Spiele verloren hat, etwas ausrichten zu können, aber 20 Gegentore in einer Halbzeit habe ich als Trainer noch nie erlebt“, so Cojocar weiter. Seine spanische Kollegin bei Trier, Christina Cabeza Gutierrez, die den Verein nach Saisonende verlässt, fiel ein Stein vom Herzen. „Wir haben in der ersten Halbzeit phantastisch gespielt, in der zweiten Halbzeit haben wir dann Druck gehabt, die letzten acht Spiele von uns waren schlecht“, erklärte Cabeza Gutierrez, die noch im Hinspiel beim Trierer 29:23-Erfolg ein Tor erzielte. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft“, freute sich die Spanierin, die Niederlagenserie beendet zu haben.

„Wir konnten sogar mal auf zwei Tore herankommen, das wäre möglich gewesen, hat aber nicht geklappt“, so der Kleenheimer Trainer weiter.

Die Kleenheimerinnen lagen bis zum 5:4 (11.) durch einen Treffer von Linksaußen Sina Rühl drei Mal knapp in Führung. Geburtstagskind Franziska Ringleb glich beim 6:6 (13.) noch ein letztes Mal aus, ehe Trier immer wieder Kleenheimer Fehler im Aufbau und Passspiel zu Tempogegenstößen nutzte und nach Olivia Reehs 7:8 (18.) schon entscheidend mit 7:16 (24.) durch Joline Müller innerhalb von sechs Minuten durch acht Gegentore in Folge spielentscheidend ins Hintertreffen geriet. Zur Pause stand es 12:20 aus Kleenheimer Sicht und die Mannschaft hatte eine unerklärlich schwache erste Halbzeit gespielt.

Nach dem Wechsel sollte die Aufholjagd noch etwas auf sich warten, doch Leonie Nowak und Sina Rühl verkürzten innerhalb von 100 Sekunden auf 14:20 (32.). Die Gäste streuten immer wieder einen Treffer ein, aber Nervosität war den Trierer Spielerinnen samt Trainerbank anzumerken. Nach einem Zuckerpass von Jonna Jensen fast vom eigenen Neun-Meter auf Kreisläuferin Leonie Nowak hieß es nur noch 19:24 (44.). Immer wieder ließen die Gastgeberinnen Chancen liegen, der Gast aber auch. Beim 21:25 (46.) verkürzte Anna-Lena Leib vom Kreis und sieben Minuten vor dem Abpfiff gelang Franziska Ringleb, die an ihrem 25.Geburtstag wieder eines ihrer besseren Spiele im Kleenheimer Trikot bestritt, das 24:27 (53.). Das war aber dann auch der engste Zwischenstand. Lisa Tietböhl versenkte einen Tempogegenstoß zum 25:30 (58.), doch da war die Partie schon verloren. Der Gast hatte mit seinen erfahrenen Spielerinnen wie die bärenstarke Torfrau Jessica Kockler, Rückraumspielern Joline Müller, Torjägerin Dora Varga oder Kreisläuferin Andrea Czanik die Punkte schließlich mit 32:26 (20:12) eingetütet!

SG Kleenheim: Tornow, Weinecker (19.-30., bei einem Siebenmeter); Lisa Tietböhl (2), Andrea Schulz (1), Heinzelmann (1), Rühl (2), Anna-Lena Leib (3), Reeh (1), Ringleb (8/2), Nowak (4), Jensen (3/1), Wagner (1).

DJK/MJC Trier: Kockler, Eckelt (n.e.); Petrovska (2), Greinert, Sattler (3), Houben (4), Czanik (1), Müller (6), Weibelova (2), Zrnec, Varga (9/4), Welter (5).

Im Stenogramm / Schiedsrichter:  Daniela Kuschel / Sandra Senk (Karlsruhe/Ludwigshafen). / Zuschauer: 200. / Zeitstrafen: 10:6 Minuten (Schulz, Rühl, Nowak/drei, rote Karte, 53:11 - Czanik/zwei, Weibelova). / Siebenmeter: 3/3 - 4/4.

                                                    Volkmar Köhler