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Aktuelles - Detail

Paukenschlag durch Schlusslicht HSG Kleenheim-Langgöns II

Handball-Landesliga Mitte, Frauen: Paukenschlag durch Schlusslicht HSG Kleenheim-Langgöns II / Beim 31:18 (20:7)-Heimsieg über die HSG Anspach/Usingen endlich den ersten Saisonsieg gefeiert

 

(vk) Überraschende Resultate prägten das Geschehen am fünften Spieltag in der Handball-Landesliga Mitte der Frauen. Im Schlagerspiel zweier verlustpunktfreier Mannschaften setzte sich vor 300 Zuschauern die HSG Lumdatal mit 28:26 (17:11) bei der HSG Eibelshausen/Ewersbach durch. Während Lumdatal (10:0 Punkte) nun alleiniger Tabellenführer ist, hat sich dahinter mit Leihgestern, Griedel und Eibelshausen/Ewersbach (je 8:2) eine punktgleiche Dreier-Verfolgergruppe herausgebildet. Die TSG Leihgestern, die beim Sechsten FSG Vortaunus (4:6) einen 30:26 (18:13)-Sieg landete, ist nächster Spitzenspielgegner bei der HSG Lumdatal. Den ersten Saisonsieg mit einem Paukenschlag feierte Schlusslicht HSG Kleenheim-Langgöns II beim 31:18 (20:7)-Heimerfolg über Aufsteiger HSG Anspach/ Usingen (2:6), die auf Rang neun abrutschte. Kleenheim-Langgöns II (2:8) verbesserte sich von Platz zwölf auf Rang zehn. Die zweite Niederlage kassierte die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen beim 23:25 (12:13) bei der HSG Goldstein/Schwanheim (2:8), die ebenfalls den ersten Saisonsieg holte und Vorletzter ist. Aufsteiger TSG Oberursel II (2:8) ist nach der klaren Heimniederlage gegen den TSV Griedel neues Schlusslicht.

HSG Kleenheim-Langgöns II - HSG Anspach/Usingen 31:18 (20:7)

Es geht also doch noch! Endlich im fünften Meisterschaftsspiel schaffte die HSG Kleenheim-Langgöns II den ersten Saisonsieg und der fiel gleich wie ein Kantersieg gegen den Aufsteiger aus dem Taunus aus, obwohl nicht alles Gold war, was glänzte! „Mit so einem Ergebnis müssen wir erst einmal zufrieden sein, mit der zweiten Halbzeit dagegen nicht, wichtig war, überhaupt erst einmal zu gewinnen“, sagte ein erleichterter Tim Straßheim, Trainer der HSG Kleenheim-Langgöns II. 

Nach dem 1:1 (2.) durch Nadine Kröll setzte sich Kleenheim-Langgöns II auf 4:1 (7.) durch einen Treffer von Linksaußen Marie Hänsel ab. Aus dem 5:3 (10.) machten die Gastgeberinnen dann ein 8:3 (13.) durch einen Konter der schnellen Michaela Eisenhardt. „Wir haben in der ersten Halbzeit eine überragende Deckungsleistung gezeigt, viele Kontertore erzielt, da hat sich die Reaktivierung von Michaela Eisenhardt ausgezahlt, sie macht auch die einfachen Tore, die uns in den letzten Wochen gefehlt haben“, lobte Tim Straßheim die schnelle Außenstürmerin. Nach Anspiel von Leonie Kuschel gelang „Ela“ Eisenhardt von Rechtsaußen das 13:5 (19.). Das Kleenheimer Angriffsspiel funktionierte und Sarah Marwald erhöhte mit einem Doppelpack auf 16:5 (28.). Die Seiten wurden dann mit einem beruhigenden 20:7-Vorsprung der Gastgeberinnen gewechselt. 

Der zweite Durchgang dagegen war dagegen äußerst fehlerhaft, offenbar auch wegen der hohen Führung. „Wir hatten zur Halbzeit vereinbart, uns nicht auszuruhen, nicht ins 1:1 zu gehen und weiter zusammen spielen, das war wie weg geblasen“, erläuterte Straßheim. Nach einer Viertelstunde der zweiten Halbzeit hatte Kleenheim gerade ein Tor erzielt und der Gast deren sieben, so dass es nur noch 21:14 (45.) hieß, ehe Marie Hänsel auf 22:14 (45.) stellte. Erst in den letzten gut zwölf Minuten wurde das Spiel der Gastgeberinnen wieder besser und anspruchsvoller. Nach dem 22:16 (47.) durch Carolina Schindler vom Kreis für Anspach, drehte die Heimmannschaft noch einmal etwas auf und setzte sich auf 26:16 (54./Hänsel ab). „Ela“ Eisenhardt gelang durch einen ihrer unnachahmlichen Gegenstöße das 30:18 (60.), ehe Elena Schuch per Gegenstoß auf den 31:18-Endstand stellte. So waren es auch am Ende der Partie (wie zur Halbzeit) 13 Tore Differenz! „Großer Dank an Isabell Schepp, die wegen einer Augenverletzung nicht spielen konnte, weil sie am Donnerstag in Anspach war und gefilmt hat“, sagte Trainer Straßheim, der auch dem Trainer der ersten Mannschaft Manuel Silvestri für die Abstellung von drei Spielerinnen (Barnusch, Schuch und vom Hagen/wurde nicht eingesetzt, weil sie krank war und am anderen Tag in der 3.Liga spielen soll!) „einen großen Dank“ aussprach.

HSG Kleenheim-Langgöns II: Marlen Stahl (1.-60.Min.), Caro Altenheimer (bei einem Siebenmeter); Michaela Eisenhardt (7), Nele Barnusch (5), Tabea Neul (2), Marie Hänsel (4), Lisa Ulm (1), Leonie Kuschel, Julia Wohlrab (3), Maria Kreß, Ann-Sophie vom Hagen (n.e.), Elena Schuch (1), Lauren Bretz (2), Sarah Marwald (6/3).

HSG Anspach/Usingen: Claudia Gebhardt; Birte Gründler (1), Selina Günther, Katja Kalman (2/1), Adela Kujovic (1), Caroline Schindler (2), Nadine Köll (4), Tabata Kern, Vanessa Hübschen (1), Anesa Sokolovic (7/4), Rebecca Koch, Nana Schumann, Claudia Kretzschmar, Charlotte Frank. 

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Wolfgang Loh / Frank Petry (TV Hüttenberg / TSV Lützellinden). / Zuschauer: 45. / Zeitstrafen: 2:0 Minuten (Bretz - keine). / Siebenmeter: 3/3 - 5/5.

 

 

                                                                                         Volkmar Köhler