(vk) Die Verletzungsmisere der SG Kleenheim hält auch vor dem sechsten Spieltag in der 3.Liga Ost der Frauen an. Nach Tanja Schorradt und Jacqueline Fink hat es gegen Fritzlar auch Kim Winkes erwischt, die sich eine Sehne im Fuss angerissen hat und vier Wochen pausieren muss. Die Kleenheimerinnen (3.Platz / 7:3 Punkte) eröffnen das Wochenende am Samstag um 15.30 Uhr mit der Partie beim sieglosen Vorletzten TSV Birkenau (1:9 Punkte). Vor einem weiteren Spitzenspiel steht die einzige verlustpunktfreie Mannschaft Tabellenführer HSG Gedern/Nidda (10:0) am Samstag um 18 Uhr gegen den allerdings immer besser in Schwung kommenden HC Leipzig (5./6:4). Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg (0:10) erwartet am Samstag um 19.15 Uhr den Vierten SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim (6:4). Interessant dürfte des Duell zwischen dem Achten FSG Ober-Esch-bach/Vortaunus I (5:5), der mit Manager Gerhard Döll auf der Bank zuletzt bei der TSG Eddersheim gewann, aber noch keinen neuen Trainer präsentierte und am Samstag um 19.45 Uhr den Sechsten SC Markranstädt (6:4) erwartet. Am Sonntag hat der Zweite SV Germania Fritzlar (8:2) um 17 Uhr den Siebten Aufsteiger HV Chemnitz (5:5) zu Gast. Beim auf Rang zehn vorgerückten Aufsteiger TuS Kriftel (2:8) ist nach dem ersten Saisonsieg in Chemnitz (28:26) vor dem Heimspiel am Sonntag gegen die nur auf Rang neun postierte TSG Eddersheim (4:6) wieder mehr Zuversicht eingekehrt.
TSV Birkenau - SG Kleenheim (Samstag, 15.30 Uhr, Hans-Michel-Halle Hemmbach)
Der Kleenheimer Fan-Bus fährt am Samstag um 12 Uhr an der Bäckerei Mack in Langgöns ab, es besteht Mitfahrgelegenheit. Nach der unglücklichen 21:22-Heimniederlage mit ersatzgeschwächtem Team, hat sich der neue Kleenheimer Interimstrainer Julian Reusch aus den nächsten beiden Spielen beim TSV Birkenau und am Reformationstag (31.10.17) um 17 Uhr in Oberkleen gegen Aufsteiger HV Chemnitz zwei Siege mit seinem Team vorgenommen. Birkenau ist aus der Süd-Staffel gewechselt und über die Relegation in der 3.Liga geblieben. Die Odenwälderinnen haben die drei Top-Torschützinnen der vergangenen Saison, u.a. die linke Rückraumspielern Lena Kahnert (138/9 Tore) an Mainz-Bretzenheim verloren und gelten gemeinhin als erster Absteiger. Das hat die Mannschaft allerdings am letzten Spieltag widerlegt, denn bei der 21:22-Niederlage in Mainz-Bretzenheim stand das Team aus Südhessen nach einer 15:12-Pausenführung vor einem Punktgewinn. Trainer Timo Baumann hat das Team im Februar übernommen und verbreitete vor der Runde durchaus Optimismus: „Wir setzen auf die eigene Jugend und eine Gemeinschaft. Die Jugendspielerinnen haben alle eine gute Ausbildung genossen und großes Potenzial“, sagte er. Birkenau definiert sich als Ausbildungsverein Die weibliche A-Jugend war in den letzten vier Jahren stets für die Bundesliga qualifiziert, stand zwei Mal sogar im Viertelfinale, schaffte es allerdings in der aktuellen Saison nicht. „Birkenau spielt eine offensive Deckung, wir brauchen Geduld und wieder die gleiche Einstellung der letzten Spiele“, erläutert Julian Reusch, der auf jeden Fall wieder auf die zuletzt beruflich verhinderte Sina Rühl zurück greifen kann. Dafür aber mit der linken Rückraumspielerin Kim Winkes einen weiteren Ausfall zu beklagen hat. Winkes verletzte sich gegen Fritzlar in der 40.Minute, konnte nicht mehr eingesetzt werden und muss nach der Diagnose „Sehne angerissen“ im Fuss wohl vier Wochen pausieren. Weiter ausfallen werden Tanja Schorradt (Handbruch) und Jacqueline Fink (Fuss).
Volkmar Köhler