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Aktuelles - Detail

Nur acht Feldspielerinnen

Handball-2.Bundesliga, Frauen:

SG Kleenheim mit wieder einmal nur acht Feldspielerinnen hält beim Meister bis zehn Minuten vor Ende dagegen / Dann doch noch viel zu hoch ausgefallene 25:34 (12:17)-Niederlage bei der HSG Bensheim/Auerbach kassiert / 0:6 Tore-Lauf in den letzten zehn Minuten / Wieder ohne „Vier“

 

(vk) „Es war wie so oft auswärts, wir bekommen vom Gegner und den Zuschauern Glückwünsche für unser Spiel, aber mit nur zwei Wechselspielerinnen reicht das nicht beim Meister und Bundesliga-Aufsteiger Bensheim/Auerbach“, erklärte Kleeoheims Trainer Lazar Cojocar nach der 25:34 (12:17)-Niederlage der Mittelhessinnen im Südhessischen. Dabei hatten die Kleenheimerinnen der HSG Bensheim/Auerbach vor dem Anpfiff zu Meisterschaft und Aufstieg artig gratuliert.

In der Bensheimer Weststadthalle hatte Kleenheim vor immerhin 540 Zuschauern im vorletzten Auswärtsspiel nur acht Feldspielerinnen zur Stelle, denn neben den verletzten Spielerinnen Torhüterin Lydia Sölva und Tanja Schorradt fehlten auch Olivia Reeh und Katharina Wagner (beide aus beruflichen Gründen).

Zwar konnte die Spielgemeinschaft nicht ein einziges Mal die Führung übernehmen, konnte aber immerhin sechs Mal den Ausgleich erzielen. Erstmals beim 2:2 (4.) durch Leonie Nowak und auch wieder beim 4:4 (10.) durch Anna-Lena Leib. Jonna Jensen konnte beim 10:10 (19.) und Sina Rühl beim 11:11 (22.) letztmals ausgleichen. Nach Sina Rühls 12:13 (25.) kassierten die Gäste noch vier Treffer in Folge und lagen zur Pause mit 12:17 im Hintertreffen.

Der Kleenheimer Rumpfkader gab auch nach der Pause noch nicht auf. „Wir waren teilweise auf Augenhöhe mit Bensheim/Auerbach“, lobte Cojocar seine Mannschaft. Tamara Heinzelmann, die vier Tore beisteuerte, verkürzte auf 15:18 (36.) und auch beim 20:23 (43.) verkürzte der jüngste Kleenheimer Neuzugang wieder auf einen Drei-Tore-Rückstand. Das gelang auch der wieder sehr überzeugenden Sina Rühl, die fünf Tore erzielte, beim 22:25 (45.). Heinzelmann hielt beim 23:26 (48.) dagegen und Leonie Nowak, die immer besser in Fahrt kommt, erzielte beim 25:28 (50.) bereits das letzte Kleenheimer Tor. Der Meister hatte dann noch einen 6:0 Tore-Lauf in den letzten zehn Minuten und gewann vielleicht um einige Tore zu deutlich mit 34:25. Den Gästen fehlte  nun mit ihrem Rumpfteam die Physis und die notwendige Aggressivität, so das das Team völlig ohne einen Treffer in den letzten zehn Minuten blieb, womit ein achtbares Ergebnis vertan wurde. „Kämpferisch und spielerisch waren wir größtenteils mit Bensheim/Auerbach lange auf einer Ebene, doch das sind halt andere Voraussetzungen bei Bensheim/Auerbach“, erläuterte Kleenheims Trainer Cojocar, der seiner Mannschaft auch nach der dritten Niederlage in Folge nichts vorwerfen konnte, zumal die Personaldecke wieder äußerst dünn war.

HSG Bensheim/Auerbach: Bohneberg, Radke; Ernsberger (3), Mössinger, Sazdovski (6/4), Halilovic (1), Thomas (7), Logdanidou (1), Platen (4), Friedberger (3), Tinti, Körner, van Gulik (4), Maidhof (5), Brocke.

SG Kleenheim: Weinecker, Tornow;  Lisa Tietböhl, Andrea Schulz (1), Heinzelmann (4), Rühl (5), Anna-Lena Leib (1), Ringleb (4), Nowak (3),Jensen (7/5).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Lucas Hellbusch / Daniel Jansen (Trebur / Geinsheim). / Zuschauer: 540. / Zeitstrafen: 10:6 Minuten (Thomas/zwei, Friedberger, Tinti, Maidhof - Schulz, Ringleb/zwei). / Siebenmeter: 4/4 - 5/5.

                                      Volkmar Köhler