(vk) Der SG Kleenheim ist nach dem 27:26 (13:11)-Heimsieg am vorletzten Spieltag und letzten Heimspiel der dritte Platz in der Oberliga Hessen der Männer in der Endabrechnung nicht mehr zu nehmen. Dafür bedankte sich Trainer Johannes Wohlrab per Hallenmikrophon bei Mannschaft, Fans und den „Schnecken“, die Woche für Woche für das ausgezeichnete Catering in der Sporthalle verantwortlich sind.
„Es war sicher nicht unser bestes Spiel, wir haben nicht so gut gespielt, waren etwa im 1:1 zu unclever“, sagt der Kleenheimer Trainer. Die Nordhessen waren vor allem körperlich den Gastgebern an Zentimetern und an Kilos überlegen.
„Unser Spiel in Kleingruppen hat nicht so funktioniert, wir konnten uns nie so richtig absetzen, haben aber das gesamte Spiel, bis auf einmal, geführt, am Schluss haben wir auch einmal Glück gehabt“, erläuterte Wohlrab, der dem jungen Marc Weller mit fünf Treffern ein „klasse Spiel“ bescheinigte. Kleenheim hatte David Straßheim (privat) und Micha Wiener (verletzt) nicht einsetzen können und dafür Florian Eisenhardt reaktiviert.
Wäre der letzte lange Ball der Gäste Sekunden vor dem Abpfiff nicht im Seitenaus gelandet, hätte Gensungen/Felsberg noch ausgleichen können, so bliebt es beim knappen, aber aufgrund des Spielverlaufs verdienten Kleenheimer Sieg.
Gleich beim 1:1 (3.) zeigte der groß gewachsene starke Kreisläufer Christoph Koch seine Qualitäten am Kreis. Nach dem 2:2 (5.) durch Benedikt Hütt setzte sich Kleenheim auf 6:2 (10.) durch einen Treffer des schnellen Marc Weller nach einem zentimetergenauen Zuspiel von Torhüter Jens Elsner ab. Aber die Nordhessen kamen beim 7:7 (20.) durch Christoph Koch wieder zum Ausgleich. Kleenheim ging nach dem 9:9 (26./Pregler-Siebenmeter) durch Jörg Heimbach und Marc Weller wieder mit 11:9 (27.) in Führung. Vince Schmidt verkürzte für die Nordhessen auf 11:12, ehe fast mit dem Pausenpfiff dem schnellen Fabian Hoepfner die 13:11-Halbzeitführung der Gastgeber gelang.
Nach Wiederbeginn konnte sich Kleenheim beim 16:12 (33.) durch den wieder überzeugenden Youngster Torben Weinandt absetzen. Koch konnte Gensungen wieder auf 16:17 (38.) heranbringen. Nach Kleenheims 18:16 (39.) durch den jungen Kreisläufer Yannik Woiwod kam der Gast beim 18:18 (41.) durch einen Pregler-Siebenmeter wieder zum Ausgleich. Beim 20:19 (44.) durch Franco Rossel lag Gensungen/Felsberg zum ersten und einzigen Mal in Führung. Kleenheims Torhüter Jens Elsner gelang mit einem weiten Abwurf ins leere Gästetor die Kleenheimer 21:20-Führung (46.). Beide Seiten probierten es auch in Phasen ohne Zeitstrafen mit einem Feldspieler mehr statt des Torhüters. Hoepfner per Gegenstoß und Christian Keil sorgten für das Kleenheimer 23:20 (49.). Nach dem 21:23 (50.) durch Jan-Hendrik Walther zeigte Kleenheims Torhüter Jens Elsner wieder seine Klasse und parierte gegen freistehende Gästespieler Jan Pollmer (51.) und einen Siebenmeter von Walther (52.). Dennoch war es am Schluss immer wieder Maximilian Pregler, der zum Teil mit Gewaltwürfen, die Gäste immer wieder bis auf einen Treffer heranbrachte. Dennis Köhlers 27:25 rund 68 Sekunden vor dem Ende, verkürzte Pregler 36 Sekunden vor Schluss auf den 26:27-Endstand aus Gästesicht. Als Kleenheim den letzten Angriff unsauber zu Ende spielte und der Gast noch einmal in Ballbesitz kam, landete der lange Ball zum Gegenstoß im Seitenaus und es blieb beim knappen Kleenheimer Sieg!
SG Kleenheim: Elsner (1), Eckhard; Hoepfner (6/1), Keil (3), Eisenhardt, Heimbach (1), Köhler (4), Weller (5), Woiwod (3), Reusch, Kollmann, Weinandt (3), Friedrich (1).
ESG Gensungen/Felsberg: Lauterbach, Wicke, Röse; Rossel (3), Gerhold (1), Balke, Hütt (2), Schmidt (3), Pregler (8/3), Otto (1), Koch (6), Walther (2), Pollmer.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Götz/Pfuhl (TSV Habitzheim). / Zuschauer: 200. / Zeitstrafen: 6:12 Minuten (Köhler, Woiwod, Weinandt - Röse, Gerhold, Pregler/zwei, Koch, Walther). / Siebenmeter: 2/1 - 7/4.
Volkmar Köhler
