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Nach Pause abreissen lassen

Handball-Bezirksoberliga, Männer: SG Kleenheim II mit zweiter Niederlage in Folge / Beim 27:33 (16:14) in eigener Halle gegen die HSG Hungen/Lich ließ es Kleenheim II nach der Pause abreissen

 

(vk) Nach vier Siegen in Folge und beeindruckenden 8:0 Punkten, kassierte die SG Kleenheim II nun in der Handball-Bezirksoberliga der Männer beim 27:33 (16:14) gegen die HSG Hungen/Lich die zweite Niederlage in Folge und fiel mit 8:4 Punkten mit noch drei weiteren punktgleichen Mannschaften auf Rang sechs zurück.

Kleenheim II konnte nach Anfangsrückständen beim 3:3 (8.) durch den zehnfachen Torschützen Alexander Faatz wieder ausgleichen und ging beim 4:3 (10.) durch Jannik Herbel erstmals in Führung. Herbel erhöhte dann auch auf 5:3 (11.). Nach Benjamin Marwalds 8:6 (17.) gelang Leon Dilges mit einem Doppelschlag beim 10:7 (20.) sogar eine Drei-Tore-Führung für die Hausherren, die wieder auf Cedrick Kollmann, Torben Weinandt (beide verletzt), Marc Weller (Blinddarm) und Daniel Schier (1.Mannschaft) verzichten mussten. Mit dem A-Jugendlichen Matteo Barbaric und dem reaktivierten Christian Häuser sowie mit drei Torhütern wurde der Kader des Trainergespanns Micha Wiener / Rolf Weckmann ergänzt. Faatz, der einen „Sahnetag“ hatte, erhöhte dann auf 12:9 (25.) und 13:10 (26.), ehe beim 16:14, wobei Sebastian Henze mit dem Pausenpfiff getroffen hatte, die Seiten gewechselt wurden.

Nach Wiederbeginn ließen es die Kleenheimer nach der 18:16-Führung (34.) durch einen verwandelten Siebenmeter von Leon Dilges gewissermaßen abreissen, kassierten fünf Treffer in Folge und gerieten mit 18:21 (41.) durch den siebenfachen Gäste-Torschützen  Timo Metzger ins Hintertreffen. Faatz verkürzte auf 20:22 (43.), näher aber kamen die Hausherren vor 75 Zuschauern  in Oberkleen nicht mehr heran. Tim Tonhäuser schaffte das 23:26 (51.), doch beim 25:30 war die Partie endgültig verloren.

„Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft“, erklärte Kleenheims Trainer Micha Wiener und weiter „Hungen/Lich hat uns nachher den Schneid abgekauft“. Wiener musste mit ansehen, wie der viel zu klein ausgefallene Vorsprung seiner Mannschaft rasch zusammen schmolz. Gästetorhüter Maximilian Krieg bot in der zweiten Halbzeit hinter einer stabilen Abwehr eine starke Vorstellung. Zudem bekamen die Gäste nun eher die Abpraller zu fassen. „Egal, was wir für ein System gespielt haben, wir haben keinen Zugriff mehr nach der Pause auf das Spiel bekommen“, analysierte Micha Wiener nach der doch deutlichen 27:33 (16:14)-Heimniederlage, dem ersten doppelten Punktverlust in eigener Halle.

SG Kleenheim: Johannes Westphal, Aljoscha Vogt, Moritz Schäfer; Leander Hanika, Benjamin Marwald (1), Sebastian Henze (2), Philipp Schäfer, Tim Tonhäuser (2), Leon Dilges (9/4), Christian Häuser, Alexander Faatz (10), Jannik Herbel (3), Matteo Barbaric.

HSG Hungen/Lich: Maximilian Krieg, Marcel Hastermann; Alexander Schwellnus (4), Artur Dell (5), Tobias Anhäuser, Marvin Schmied (2), Nico Martschenke, Luca Macht (2), Timo Metzger (7), Jörn Mager (1), Michael Kümpel (7/4), Brian Whisnant, Marvin Menges (5).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Ralf Schetzkens / Alexander Steinbeck  (Wetzlar). / Zu-schauer: 75. / Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Herbel/zwei - Schwellnus, Dell/zwei, Kümpel). / Siebenmeter: 4/4 - 4/4. 

                                  Volkmar Köhler