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Aktuelles - Detail

Ann-Sophie vom Hagen beim Torwurf. Bild: Wolfgang Pachner

Nach der Pause normal

Handball-3.Liga Ost, Frauen: Erst nach der Pause zeigte die SG Kleenheim beim 29:16 (11:12)-Heimsieg über Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg Normalform / Ein Dutzend Treffer der wieder überragenden Katharina Wagner

 

(vk) Die SG Kleenheim bleibt in der 3.Liga Ost der Frauen weiter einen Zähler hinter Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda, ehe dann nach Ostern die letzten drei Spiele ausgetra-gen werden. Gegen Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg zeigte die SG Kleenheim beim 29:16 (11:12)-Heimsieg wieder zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Im ersten Durchgang führten die Niedersachsen fast durchweg und legten eine 3:0-Führung (4.) durch Alena Breiding hin. Kleenheim hatte bis dahin schon zwei Siebenmeter ausgelassen und vergab insgesamt vier Strafwürfe. Die wieder einmal überragende Katharina Wagner, die neben einem Dutzend Tore auch noch fünf Siebenmeter erarbeitete, traf zum 1:3 (5.) und dann auch zum 2:3 (7.). Aber das Spiel der Gastgeberinnen, die ohne Tamara Heinzelmann (krank) und Torhüterin  Kune Jetishi (Heimaturlaub) angetreten waren, blieb fehler- und stümperhaft, so dass der Tabellenzweite lange einem Rückstand nachlief. Nach dem 4:6 (12./Isabel Marienfeld) gelang Tanja Schorradt beim 7:6 (17.) die erste Kleenheimer Führung. Doch der Tabellenletzte aus der Nähe von Göttingen ging wieder mit 11:9 (28.) in Führung und führte auch zur Pause mit 11:12 , wobei Katharina Wagner zwölf Sekunden vor dem Seitenwechsel verkürzte.

Nach dem Wechsel erleben die 150 Zuschauer eine wesentlich andere SG Kleenheim. Bei den Gästen, die zudem nicht komplett angetreten waren, wurden konditionelle Defizite sichtbar. Durch vier Tore von Spielmacherin Nina Hess und einem Tempogegenstoß von Katharina Wagner stand es nach kaum 39 Minuten schon 16:13 für die Gastgeberinnen, die dann endlich ihren Rhythmus gefunden hatten und zehn Minuten vor Ende durch einen Gegenstoß von Janina Langenbach beim 25:15 (50.) mit zehn Toren standesgemäß vorne lagen. Der Rest war dann nur noch Formsache und stellte die einheimischen Zuschauer wenigstens einigermaßen zufrieden. Beim 26:16 (52.) durch Breiding gelang den Niedersachsen der letzte Treffer, ehe  vom Hagen, Schorradt und Schuch für den 29:16-Endstand verantwortlich zeichneten.

„In der ersten Halbzeit hat die Konzentration, der Einsatzwille und die Bereitschaft gefehlt, das war zu wenig“, bemängelte Kleenheims Trainer Julian Reusch. „Im zweiten Durchgang haben wir dann besser gedeckt in der Abwehr, sind gut ins Spiel gekommen und auch zu unseren Tempogegenstößen“, erläuterte Reusch weiter. Bei Kleenheim zog sich Lisa Kiethe im ersten Durchgang ein „Eisbein“ zu und konnte nicht mehr eingesetzt werden,  „Der Gegner hat natürlich auch nachgelassen in der zweiten Halbzeit, wir können jetzt erst einmal Ostern feiern und haben dann im April noch drei Endspiele vor uns, die wir gewinnen wollen“, erklärte der Kleenheimer Trainer abschließend.

SG Kleenheim: Buhlmann, Mack (ab 10.Min.); Fink, Hess (6/3), Schuch (1), Schorradt (3), vom Hagen (2), Fischer (1), Kiethe, Wagner (12), Langenbach (1), Nau (3), Winkes.

HSG Plesse-Hardenberg: Menn, Röhrs (nur bei einem Siebenmeter); Hemke (1), Rombach (1), Schob, Marienfeld (3), Breiding (7), Loest (3), Al Najem, Hollender, Kunze (1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Dominik Schek / Marco Wittemann (Eckbachtal / Neuhofen). / Zuschauer: 150. / Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Fischer, Winkes - Rombach, Marienfeld/zwei, Kunze). / Siebenmeter: 7/3 - 1/0.

                                       Volkmar Köhler