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Mit viel Pech verloren

Handball-Oberliga Hessen, weibliche Jugend B: SG Kleenheim/Lang-Göns mit drei verletzten und drei angeschlagenen Spielerinnen nur knapp dem Tabellenführer HSG Rodgau Nieder Roden mit 22:23 unterlegen

 

(vk) Nicht gerade vom Glück begünstigt war der Tabellendritte SG Kleenheim/Lang-Göns im Spitzenspiel der Handball-Oberliga Hessen der weiblichen Jugend B. Der einzige mittelhessische Vertreter konnte drei verletzte Spielerinnen nicht einsetzen und schleppte zudem drei angeschlagene Spielerinnen durch, um am Ende eine knappe, unglückliche 22:23- (12:10)-Niederlage beim weiterhin verlustpunktfreien Spitzenreiter HSG Rodgau Nieder-Roden (14:0 Punkte) hinnehmen zu müssen. Die Langgönser Spielgemeinschaft fiel mit 8:4 Punkten auf Rang vier zurück. Genau so knapp ging es im Verfolgerduell zu. Hier setzte sich der neue Zweite HSG Bensheim/Auerbach (10:6) knapp mit 22:21 beim bisherigen Zweiten HSG Goldstein/Schwanheim (8:4) durch. Die Frankfurterinnen liegen vor den punktgleichen Langgönnerinnen und sind im nächsten Spitzenspiel am Samstag um 15.30 Uhr in Oberkleen bei der SG Kleenheim/Lang-Göns zu Gast.

HSG Rodgau Nieder Roden - SG Kleenheim/Lang-Göns 23:22 (10:12)

Beim Gast musste Trainer Peter Tietböhl mit den verletzten Alina Ebert, Celina Rüspeler und Marie Böhm sowie Doppelspielrechtlerin (mit Hüttenberg) Katinka Lins gleich vier Spielerinnen komplett ersetzen, konnte Nina Eggers, Antonia Schäfer und Alina Schächer nur angeschlagen in die Partie schicken.

In einem hartumkämpften Spiel lagen zunächst die Vorteile bei Nieder Roden, deren harte Spielweise aber von den Unparteiischen nicht unterbunden wurde. Die Gastgeberinnen wurden nicht bestraft für ihre harte Gangart und Kleenheim/Lang-Göns verlor während der Partie noch die dynamische, schnelle Hannah Lüdge, die mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Dennoch startete der Gast vielversprechend und führte nach einem verwandelten Siebenmeter von  Nina Eggers mit 3:1 (4.). Nach dem Ausgleich brachte Hannah Lüdge Kleenheim/Lang-Göns beim 4:3 (8.) wieder in Führung. Nur beim 7:6 (14.) führte Nieder Roden, ehe nach dem 10:10 (24.) Alina Schächer mit einem Doppelschlag für die 12:10-Pausenführung der Gäste sorgte.

Nach dem Wechsel hielten die Langgönserinnen die Führung über 13:10 (29./Bachenheimer) bis zum 15:13 (32.), einem Doppelschlag von Flores Weber. „Bis zum 15:15 haben wir super mitgehalten, dann hat man gesehen, das bei uns die Alternativen fehlten und wir nur zwei Rückraumspielerinnen noch hatten“, erklärte Gästetrainer Peter Tietböhl. Mit einem 5:0 Tore-Lauf zum 18:15 (38.) drehte Nieder Roden die Begegnung und hatte beim 22:17 (43.)  bzw. 23:18 (45.) die Partie so gut wie gewonnen. Es spricht für die ausgezeichnete Moral der Gäste, das die Mannschaft nicht aufgab und 25 Sekunden vor Ende durch Kira Suchanke noch auf den 22:23-Anschlusstreffer und Endstand verkürzen konnte. „Hut aber vor der Leistung meiner Mannschaft, die alles reingelegt hat mit dem Mini-Kader“, sagte Tietböhl, der „von einer sehr guten Leistung von uns“ sprach und die knappe Niederlage besonders vor dem Rückspiel und einem eventuellen direkten Vergleich durchaus noch positiv wertet.

SG Kleenheim/Lang-Göns: Vanessa Bork, Veronica Siede; Antonia Schäfer (2), Kira Suchantke (3), Emelie Bachenheimer (1), Hannah Schmid, Alina Schächer (3), Su Kleinpell (1), Flores Weber (3), Hannah Lüdge (2), Nina Eggers (7/4).

                                                               Volkmar Köhler