Zum Hauptinhalt springen

Aktuelles - Detail

Katharina Wagner beim Torwurf Bild:Wolfgang Pachner

Mit toller Leistung verabschiedet

Handball-2.Bundesliga, Frauen:

SG Kleenheim verabschiedet sich mit toller Leistung in Oberkleen aus der 2.Bundesliga / 32:29 (20:13)-Sieg gegen HSG Hannover-Badenstedt ein Sieg des stärkeren Willens

 

(vk) Diese Mannschaft bleibt auch in den letzten Spielen ein ganz besonderes Phänomen. Nach zuletzt drei  Niederlagen in Folge holte sich die SG Kleenheim im letzten Heimspiel einen 32:29 (20:13)-Erfolg über die HSG Hannover-Badenstedt und bot dabei in der ersten Halbzeit eine Leistung wie sie kaum hätte besser sein können. Kleenheims Trainer Lazar Cojocar war deshalb zum wiederholten Male in dieser Saison stolz auf seine Mannschaft. „Die meisten Mannschaften, bei denen die Luft raus ist, spielen die Saison halt so zu Ende, diese Devise gilt bei mir nicht, die Mannschaft hat eine perfekte erste Halbzeit gespielt“, erklärte Trainer Cojocar.

Kleenheim legte ein 3:0 (3.) durch die gut aufgelegte Franziska Ringleb vor, geriet nach Leonie Nowaks 5:3 (6.) aber mit 5:7 (12./Seehausen) ins Hintertreffen. Mit einem spektakulären 7:0 Tore-Lauf drehte Kleenheim die Partie zu einer 12:7-Führung (19.) durch Katharina Wagner, die von Franziska Ringleb super bedient wurde. Bis zur Pause „zauberten“ die Kleenheimerinnen, spielten beherzten Tempohandball mit viel Elan und Schwung. Wagner gelang das 15:9 (22.) und Linkshänderin Saskia Rast verkürzte per Siebenmeter auf 13:17 (27.) für die Niedersachsen. Anna-Lena Leib, erneut Wagner und Olivia Reeh schraubten das Resultat auf die 20:13-Pausenführung, die aber noch kein sicheres Ruhekissen sein sollte. „Der Gegner ist eine junge, dynamische und jederzeit gefährliche Mannschaft von allen Positionen“, erläuterte Cojocar die Aufholjagd der Gäste.

Kleenheim baute zunächst den Vorsprung mehrfach sogar auf neun Tore aus wie beim 22:13 (37./Ringleb). Sehenswert und spektakulär das 23:14 (39.): Ein zentimetergenauer Abwurf der starken Torhüterin Nicole Weinecker auf Jonna Jensen, konnte diese nur in Bedrängnis annehmen und verwertete den Ball per Rückhandwurf - eine klasse Szene der zur TSG Leihgestern wechselnden Jonna Jensen, die wie die gesamte Mannschaft noch einmal eine großartige Leistung abrief. Nach dem 25:16 (41.) durch Andrea Schulz wurden die Niedersachsen stärker, Kleenheim spielte nicht mehr so konzentriert und die Führung schmolz dahin. Hannover-Badenstedt verkürzte auf 22:25 (47.) durch Isabelle Dölle. Lisa Tietböhls 26:22 (48.) von Rechtsaußen bedeutete wieder etwas Luft für Kleenheim, doch der Gast war nicht mehr zu halten und glich durch Alina Defayay sogar zum 26:26 (52.) aus. Aber die Kleenheimerinnen ließen sich in ihrem letzten Heimspiel nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, zumal dann auch die für die starke Nicole Weinecker ins Tor gekommene Meike Tornow mit einigen Paraden glänzte. Ringleb, zwei Mal Jensen bei ihrer Abschiedsvorstellung in Oberkleen und Lisa Tietböhl, die ebenfalls letztmals in Oberkleen im Kleenheimer Trikot spielte, schraubten das Resultat wieder auf 30:26 (56.) für Kleenheim. Der Gast verkürzte zwar noch einmal auf 28:30 (59./Seehausen), ehe Jonna Jensen 25 Sekunden vor Ende mit dem 31:28 (60.) zur großen Abschiedsparty mit ihrem  achten Tagestreffer überleitete. Sina Rühl gelang mit dem Abpfiff der 32:29-Endstand. „Das hat schon Kraft gekostet, aber die Mannschaft hat sich auch  beim Unentschieden nicht irritieren lassen“, lobte Cojocar sein Team, das immer wieder allen Widrigkeiten in einer langen Saison getrotzt hatte. Am Schluss gab es Blumen und Präsente für die Spielerinnen für eine großartige Saison. Mit einem Transparent „Wir sagen Danke“ verabschiedete sich das Team und lud die Fans zum Essen ein, die Spielerinnen hatten für leckere Salate, Snacks und Desserts gesorgt.

SG Kleenheim: Weinecker, Tornow (ein Siebenmeter, ab 46.Min.); Tietböhl (2), Andrea Schulz (1), Heinzelmann, Rühl (4), Anna-Lena Leib (2), Reeh (4), Ringleb (7), Nowak (1), Jensen (8/1), Wagner (3).

HSG Hannover-Badenstedt: Schierholz, Friede (bei einem Siebenmeter, ab 31.Min.); Rast (8/5), Neuendorf (1), Pollakowski, Seehausen (6), Düvel (2), Dybul (2), Dölle (4), Gerber (1), Pollex (1), Defayay (1), Pollmer (3/1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Friedel / Herrmann (Aue / Tschorlau). / Zuschauer: 150. / Zeitstrafen: 8:10 Minuten (Rühl, Nowak, Jensen, Wagner - Neuendorf, Dölle, Gerber, Pollex, Defayay). / Siebenmeter: 3/1 - 7/6.

 

 

                                                Volkmar Köhler