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Aktuelles - Detail

Meister HSG Kleenheim-Langgöns startete mit eindrucksvollem Auswärtssieg

Deutlicher 31:21 (11:12)-Erfolg im Hessenderby bei der TSG Ober-Eschbach / Trainer Manuel Silvestri: „Ich bin glücklich und stolz, doch am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf Weiterstadt“ / Neun Tore vom 18-jährigen Talent Ann-Sophie vom Hagen

(vk) Paukenschlag in der 3.Liga Ost der Frauen! Zum Auftakt in die neue Saison gewinnt Meister HSG Kleenheim-Langgöns das Hessenderby bei der TSG Ober-Eschbach unerwartet deutlich mit 31:21 (11:12), womit der Trainereinstand des neuen Kleenheimer Übungsleiters Manuel Silvestri eindrucksvoll gelang. Dabei sah es über weite Strecken der ersten Halbzeit gar nicht gut für die Mittelhessen vor den Toren Bad Homburgs aus. Die 3:2:1-Deckung des Vorjahresmeisters funktionierte nicht, "wir haben dann auf eine 5 plus 1-Deckung gegen Juliane Grauer umgestellt“, erläuterte Silvestri. Auch das Ober-Eschbach immer mal wieder mit einer siebten Feldspielerin agierte, bereitete den Kleenheimerinnen Probleme. Tanja Schorradt hatte per Siebenmeter zum 2:2 (3.) zum vorerst letzten Mal ausgeglichen. Dann setzte sich Ober-Eschbach auf 5:2 (10.) durch Juliane Grauer ab. Die Gäste taten sich schwer und Lena Riedel gelang das 10:5 (20.), ehe Stina Karlsson und Lisa Kiethe auf 7:10 (22.) für den Gast verkürzten. Schorradt gelingt das 9:11 (27.) und die glänzend aufgelegte Ann-Sophie vom Hagen, die am Ende mit neun Toren erfolgreichste Werferin auf dem Parkett war, verkürzte auf 10:11 (28.), ehe sechs Sekunden vor dem Wechsel Janina Langenbach gegen das Team ihres Mannes Marc Langenbach auf den 11:12-Pausenstand verkürzte. 

Nach Wiederbeginn gelang Linkshänderin Kiethe beim 13:12 (32.) die erste Führung der Gäste. Franziska Chmurski konnte beim 13:13 (32.) wenig später noch ein letztes Mal für Ober-Eschbach ausgleichen. Ann-Sophie vom Hagen brachte Kleenheim mit 16:13 (35.) in Führung und nach einem Doppelschlag von Nina Hess hieß es 18:14 (37.) für die Mittelhessen. Eine Auszeit brachte Ober-Eschbach auf 16:18 (40.) durch Greta Bucher heran, doch sieben Minuten später war die Begegnung beim 24:16 (47.) durch vom Hagen so gut wie entschieden. Karlssons 27:18 (53.) war dann eine Zwischenstation zum 29:19 (57.) wiederum durch das 18-jährige Talent aus Mörlen Ann-Sophie vom Hagen. Caro Fischer machte die 30 voll und Stina Karlsson setzte mit ihrem siebten Tagestreffer den 31:21-Schlusspunkt unter das Hessenderby.

„Wir haben zerfahren angefangen, das war aber die normale Aufregung vor dem ersten Spiel, da waren auch viele technische Fehler dabei und wir haben vieles aus dem Stand gemacht“, erklärte Manuel Silvestri. „Die Zuordnung in der Abwehr hat nicht gestimmt, ich habe dann eingefordert, das wir mehr Bewegung machen müssen und mehr Aktivitäten“, sagte der neue Kleenheimer Trainer. Nach der Umstellung in der Abwehr „sind wir dann bis zur Pause auf 11:12 heran gekommen“, erläuterte Silvestri, der die Manndeckung gegen Grauer nach der Pause weiter spielen ließ. „Wir haben jetzt auch mehr verschoben“, sagte der Gästetrainer, der sich natürlich über die neun Tagestreffer von „Anno“ vom Hagen freute. „Aber beim nächsten Mal ist es eine andere Spielerin, die überragend trifft“, stellte der Trainer klar. „Es war eine gute Mannschaftsleistung vor allem in der Abwehr, wir waren dann auch im Vorteil, da hat sich die harte Vorbereitung gelohnt, es war nur ein Spiel, es sind noch 21 weitere, wir freuen uns jetzt, ich bin glücklich und stolz, doch ab Dienstag beginnt die Vorbereitung auf Weiterstadt“, bilanzierte Silvestri.

TSG Ober-Eschbach: Löbig, Deppisch; Riedel (1), Schwering, Brocke (3), Lichtlein (2/2), Bucher (1), Zsigmond (3), Pia Özer (1/1), Grauer (3), Mertens (3), Chmurski (4), Orban.

HSG Kleenheim-Langgöns: Jetishi, Buhlmann; Barnusch, Hess (2), Schuch, Schorradt (4/3), Lüdge, vom Hagen (9), Fischer (1), Kiethe (5), Wagner (1), Langenbach (1), Karlsson (7), Nau (1), Winkes.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Sophia Janz / Rosanna Sug (Oberwiehl). / Zuschauer: 110. / Zeitstrafen: 2:2 Minuten (Schwering - Wagner). / Siebenmeter: 5/3 - 3/3. 

                                                   Volkmar Köhler