Gegen Melsungen hatten wir noch ein paar Probleme mit dem eigenen Rückzugsverhalten, doch das hier war eine Bomben-Abwehrleistung“, resümierte Matthias Wendlandt, Coach der Hausherren. Die Gäste hatten sich im Vorfeld des Aufeinandertreffens bessere Lösungen auf die 3:2:1-Deckung der Gegner vorgenommen, was schon im Hinspiel nur bedingt gelang und man letztlich nur 23 Treffer erzielen konnte. „Wir haben das insgesamt schon besser gemacht als im Hinspiel, aber einfach zu viele klare Gelegenheiten liegen gelassen“, konstatierte Martin Peschke, Trainer der Petterweiler. Doch auch am gestrigen Mittwochabend hatten die Karbener ihre Probleme und lagen nach einem Tor von Cedric Kollmann in der 12.Spielminute bereits mit 3:6 zurück. Zwar gelang es dem Auswärtsteam nach einer systemischen Neuordnung wieder auf Augenhöhe zurückzukommen, doch im Zweifel gaben die Kleenheimer den Ton an. Auch nachdem der TVP etwa 90 Sekunden vor dem Pausenpfiff erneut ausgeglichen hatte, gehörte der letzte Akzent den Gastgebern, die durch Simon Patt auf 10:9 umstellten (30.). In der zweiten Halbzeit offenbarte sich im Großen und Ganzen ein vergleichbares Bild. Die SG Kleenheim benötigte bis beinahe kurz vor dem Spielende, bis sie sich wieder etwas klarer absetzen konnten und in der 49.Minute durch Niklas Roth auf 19:16 aufstockten. In der Folge kassierte Nico Scheibel den roten Karton und Jonas Koffler konnte via Siebenmeter wieder auf einen Treffer aufschließen. Dieser Strafwurf blieb allerdings erfolglos, während die Hausherren durch Roth im Gegenzug auf 20:17 stellten – eine Vorentscheidung (51.).
Kleenheim: Weber, Eckhard; Hoepfner (4/2), Hantl, Straßheim (3), Roth (6), Patt (5), Mohr (1), Kollmann (3), Friedrich (1), Wolf, Lang (1/1), Scheibel (1)
Petterweil: Bouali, Schneiker; Wagner, Trouvain, Bachmann, Kusan, Pfeiffer, F.Koffler (3), Fernandes (1), J.Koffler (8/3), Neuhalfen (1), Wassberg (2), Pletz (6), Jankovic
Zuschauer: 90
Schiedsrichter: Schwarzmeier/Stewen
Zeitstrafen: 2:10
Siebenmeter: 5/3 : 4/3
Rote Karte: Scheibel (50. Grobes Foulspiel)