(vk) Die neu formierte SG Kleenheim zählt in der 3.Liga Ost der Frauen nach den ersten beiden Spieltagen zu jenen fünf Mannschaften, die noch unbesiegt sind. Die Kleenheimerinnen rangieren nach dem 30:25 (18:13)-Erfolg beim jungen HC Leipzig mit 3:1 Punkten auf dem dritten Platz.
Der Mannschaft hat offenbar die Übernachtung in Leipzig gut getan statt der Anreise am Spieltag. Interimstrainer Johannes Wohlrab kam am Spieltag (Sonntag) mit dem sportlichen Leiter Christian Straßheim nach gefahren.
Die Kleenheimerinnen legten zunächst bis zum 6:5 (10.) von Tamara Heinzelmann jeweils einen Treffer in der Arena Leipzig vor offiziell 197 Zuschauern (während parallel das Bundesligaspiel der Männer zwischen Leipzig und Hannover-Burgdorf in der größeren Halle lief) vor und gingen dann durch die überragende, zehnfache Torschützin Katharina Wagner beim 7:5 (11.) erstmals mit zwei Toren in Front. Heinzelmann gelang nach knapp 13 Minuten die Kleenheimer 9:6-Führung, die Wagner auf 11:7 (17.) ausbaute. Leipzig, das einen Altersdurchschnitt von unter 17 Jahren hat und mit der weiblichen A-Jugend die Saison in der 3.Liga bestreitet, kam durch die 17-jährige Kreisläuferin und neue HCL-Kapitänin Isabell Hurst, die auch zur deutschen U 20-Nationalmannschaft und zum besonders förderungswürdigen DHB-Elitekader gehört, auf 12:14 (24.) heran. Die Kleenheimer Routiniers und Aktivposten Nina Hess und Katharina Wagner per Doppelschlag brachten Kleenheim mit 17:12 (28.) nach vorne, ehe beim 18:13 für die Mittelhessen die Seiten gewechselt wurden.
Nach Wiederbeginn erhöhte Linkshänderin Lisa Kiethe mit ihrem zweiten Tor in diesem Spiel auf 20:14 (34.). Durch Lucie-Marie Kretzschmar, Tochter von Handball-Ikone Stefan Kretzschmar, verkürzte der HC L auf 18:23 (40.). Hunt gelang sogar das 22:25 (48.) für Leipzig. Und nach der Disqualifikation gegen Nina Hess (38.) wurde es hektisch. „Wir haben dann gezeigt, das wir erfahrener sind und diszipliniert weiter gespielt“, erklärte Kleenheims Trainer Wohlrab. Ein Doppelschlag von Tamara Heinzelmann bedeutete dann wieder das 27:22 (50.) und mehr Ruhe im Kleenheimer Spiel. Katharina Wagner krönte ihre Galavorstellung in Leipzig mit dem zehnten Tor zum 28:23 (55.), ehe Janina Langenbach für das vorentscheidende 29:23 (56.) verantwortlich zeichnete. Per Siebenmeter gelang Langenbach auch das 30.Tor (30:24), ehe Leipzig durch Emely Theilig auf den 25:30-Endstand verkürzte.
„Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit eine sehr disziplinierte Leistung geboten mit einer überragenden Katharina Wagner, die in Angriff und Abwehr erste Sahne war“, erläuterte Kleenheims Trainer Wohlrab. Vor allem „haben wir mit Katha Wagner am Kreis Leipzigs 3:2:1-Deckung auseinander genommen“, lobte der Kleenheimer Trainer. Neben Tamara Heinzelmann war auch Sina Rühl, die sechs von sieben Strafwürfen verwertete, absoluter Leistungsträger im Kleenheimer Spiel.
„Leipzig hat eine sehr junge, talentierte, bestens ausgebildete Mannschaft, die ihren Weg machen wird, es werden nicht alle Mannschaften hier gewinnen“, erläuterte Wohlrab.
HC Leipzig: Helen Keller, Kreitczick; Hurst (7/1), Matthey (3), Fabien Keller (1), Kerestely (2/1), Theilig (8/1), Plate, Schierbok, Greschner, Kretzschmar (4).
SG Kleenheim: Buhlmann (bis 15.Min.), Mack (ab 15.Min.), Jetishi (n.e.); Fink (n.e.), Hess (2), Schuch, Heinzelmann (5), Rühl (7/6), Fischer, Kiethe (2), Wagner (10), Langenbach (3/1), Nau, Winkes (1).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Konstantin Großer / Christopher Witt (LV Berlin). / Zu-schauer: 197. / Zeitstrafen: 10:14 Minuten (Hurst, Matthey, Theilig/zwei, Greschner - Schuch/zwei, Heinzelmann, Rühl, Fischer, Wagner/zwei). / Disqualifikation: Hess (38./Kleenheim). / Siebenmeter: 5/3 - 8/7.
Volkmar Köhler