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Aktuelles - Detail

Lisa Tietböhl in Aktion Foto: Wolfgang Pachner

Kleenheimer Heimstärke

Handball-2.Bundesliga, Frauen:

SG Kleenheim mit vier Toren in den letzten drei Minuten / Mit fulminantem Endspurt gelingt der SG Kleenheim ein 24:21 (11:10)-Heimsieg gegen den BSV Sachsen Zwickau / Erst viele Chancen liegen gelassen, dann innerhalb von 185 Sekunden vier Treffer erzielt / Siebter Heimsieg war sehr wichtig / 350 Zuschauer in Oberkleen

 

(vk) Die SG Kleenheim hat von den vier als „Endspiele“ um den Klassenhalt apostrophierten Spielen das zweite Spiel auch gewonnen und hat den Abstand nach dem 24:21 (11:10)-Heimsieg über den Tabellenhintermann BSV Sachsen Zwickau auf vier Punkte vergrößert und zum ersten Abstiegsplatz (13. Hannover-Badenstedt /15:27) auf fünf Punkte ausgebaut.

„Der Trainerwechsel in Zwickau hat mir gar nicht geschmeckt, ich hatte die ganze Woche Bauchschmerzen, weil das Team unter Corina Cupcea als Trainerin anders spielt“, erklärte Kleenheims Trainer Lazar Cojocar, der von „einem harten, engen Spiel“ sprach. „Wir könnten auch das Trainergespräch in Rumänisch führen“, scherzte Cupcea, denn auch Cojocar stammt aus Rumänien. „Kleenheim hat verdient gewonnen, war in manchen Situationen klüger, ich hätte gerne zwei Punkte, aber auch einen mitgenommen“, sagte dann in gutem Deutsch, die seit elf Jahren bei Zwickau tätige Corina Cupcea. „Wir mussten mit unsern vielen Ausfällen unbedingt 60 Minuten die Körpersprache hoch halten“, erklärte Cojocar, der nicht nur auf Jonna Jensen und Sophia Wiener verzichten musste, sondern auch nur die erste Halbzeit mit Katharina Wagner (dienstliche Verpflichtungen) spielen konnte und nach dem Wechsel auch noch Sina Rühl (umgeknickt) nicht mehr einsetzen konnte.

In einer engen Partie fiel die Entscheidung erst in den letzten Minuten. Die siebenfache Torschützin Christina Zuber brachte Zwickau mit 21:20 (57.) in Führung, ehe Kleenheim in den letzten gut drei Minuten (185 Sekunden) durch sehenswerte  zwei Tore von Franziska Ringleb in den Winkel, dazwischen dem achten Treffer der wieder einmal bärenstarken Olivia Reeh und zehn Sekunden vor dem Abpfiff durch Tanja Schorradt den viel um jubelten und gefeierten 24:21 (11:10)-Heimsieg sicherstellten.

Dabei hatte Zwickau zunächst Vorteile, führte 3:1 (6.) durch einen verwandelten Siebenmeter von Josephine Hessel. Kleenheim konnte durch Anna-Lena Leib beim 6:5 (14.) erstmals in Führung gehen. Beim 9:7 (20.) durch Fabienne Kracht führten die Sachsen wieder. Andrea Schulz sorgte beim 10:9 (27.) wieder für eine Kleenheimer Führung, ehe beim 11:10 (27.) durch Andrea Schulz, die eine gute Partie spielte und Jonna Jensen bestens ersetzte, die Seiten gewechselt wurden.

Nach dem Wechsel blieb die Partie eng, die Spielstände wechselten wieder und beim 16:14 (43.) gelang Linkshänderin Leni Leib wieder eine Zwei-Tore-Führung der Gastgeberinnen. Zwickau ging beim 18:17 (48.) durch Stefanie Hopp wieder in Führung. In den letzten Minuten, Zuber glich für den BSV zum 19:19 (55.) aus, wurde es dramatisch. Nach Franziska Ringlebs 21:21 (57.) traf Kleenheim in den letzten 79 Sekunden noch drei Mal in die gegnerischen Toren zum 24:21-Sieg, der bei besserer Chancenverwertung schon früher hätte feststehen können.

„Die Mannschaft hat wieder eine Zielstrebigkeit und Kampfgeist entwickelt, das ist schon klasse, auch wie unser Torwart-Trainer Frank Hanf die Vorbereitung auf ein Spiel mit der Mannschaft angeht ist hervorragend“, erklärt Trainer Cojocar.

SG Kleenheim: Sölva, Weinecker (n.e.), Tornow (n.e.); Lisa Tietböhl (2/1), Andrea Schulz (3), Schorradt (2), Rühl, Anna-Lena Leib (5), Reeh (8), Ringleb (3), Nowak (1), Wagner.

BSV Sachsen Zwickau: Baranowska, Klimiuk (ab 43.Min.); Hessel (2/2), Pester, Kallenberg, Kracht (4), Szary (1), Hopp (5), Odrowska (1), Sajbidor, Choinowski (1), Majer, Zuber (7), Neagoe.  

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Buttke / Clausing. / Zuschauer: 350. / Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Schorradt, Wagner - Hopp, Sajbidor, Zuber). / Siebenmeter: 3/1 - 3/2.

                                                              Volkmar Köhler      Foto: Wolfgang Pachner