(vk) Die beeindruckende Serie von 17:1 Punkten jahresübergreifend und zuletzt neun ungeschlagenen Begegnungen der HSG Wettenberg ging im vorgezogenen Derby des 16.Spieltages in der Oberliga Hessen der Männer bei der SG Kleenheim zu Ende. Vor der beeindruckenden Kulisse von über 500 Zuschauern vermochten die Kleenheimer beim 32:26 (13:11)-Heimsieg nach der Pause sogar noch eine Schippe drauf zulegen und verdrängten die Gäste wieder vom zweiten Platz, den die Hausherren nun selbst wieder einnehmen. In einem emotionsgeladenen Derby legte Kleenheim ein 3:0 (4.) durch Jörg Müller vor. Beim 5:3 (8.) hatte der überragende 13-fache Wettenberger Torschütze Marcel Köhler die Gäste nach vorne gebracht. Jannik Herbel konnte vom Kreis beim 5:5 (10.) wieder ausgleichen. Erst nach Sascha Puhls 9:9 (21.) vermochte sich Kleenheim durch den jungen Torben Weinandt auf 11:9 (23.) abzusetzen. Höpfner erhöhte per Siebenmeter und per Gegenstoß sogar auf 13:9 (27.) für die Hausherren, ehe Wettenberg durch Tore von Marcel Köhler und Aron Weise bis zur Pause auf 11:13 verkürzte. Nach dem Wechsel setzte sich Kleenheim auf 15:12 (33.) durch David Straßheim ab, doch das Derby blieb zunächst jedenfalls weiter spannend und Tom Warnke konnte zum 18:18 (39.) und Marcel Köhler zum 19:19 (40.) noch jeweils für Wettenberg ausgleichen. In dieser Phase wechselte Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab für den keineswegs schwachen Jens Elnser offenbar aus taktischen Gründen Manuel Eckhard ein und der vernagelte sein Tor regelrecht in den nächsten Minuten. „Ich glaube Eckhard hat vier bombenfreie Chancen zunichte gemacht“, kann von Gästetrainer Axel Spandau ein dickes Lob. Auch Wohlrab lobte Eckhard: „Wenn Du den Torwart wechselst und der gleich einige glockenfreie Bälle pariert, kannst Du eigentlich nur gewinnen!“ Kleenheim setzte sich dann vom 21:20 (42./Marcel Köhler) auf 24:20 (45./Dennis Köhler) ab. Marcel Köhler brachte vom Siebenmeterpunkt Wettenberg noch einmal auf 22:24 (47.) heran, ehe Kleenheim durch Christian Keil zum 27:22 (51.) traf und nach Toren von Dennis Köhler und Julian Reusch zum 29:23 (55.) war das Derby gelaufen!
„Wir hatten dann mit der Einwechslung von `Ecki´ ins Tor die deutlich besseren Torhüter“, erklärte Kleenheims Trainer Wohlrab nach dem 32:26-Derbysieg. „Wir hatten anfangs Probleme in der 6:0-Deckung, das macht Wettenberg richtig gut und bringt seine Schützen immer wieder in Wurfposition“, erläuterte der Kleenheimer Trainer, der dann auf eine 3:2:1-Deckung umstellte und „in Florian Eisenhardt und Jonas Friedrich hatten wir hier zwei überragende Spieler“ (Wohlrab). „Wir haben sicherlich ein Stück mehr Emotionen gezeigt“, bilanzierte Wohlrab abschließend. „Kleenheim hat verdient gewonnen, wir haben zu wenig Aggressivität in der Deckung gezeigt, das war kein Vergleich zum Spiel gegen Pohlheim, das hat Kleenheim dann ausgenutzt“, erläuterte Wettenbergs Trainer Axel Spandau. „Marcel Köhler hat sicher ein gutes Spiel gemacht, aber wir hatten ein paar Probleme im Rückraum, weil Sascha Puhl umgeknickt war, Max Kühn sich im Training eine Fingerverletzung zugezogen hat“, erläuterte Spandau, der zudem auf Lukas Becker (privat verhindert) verzichten musste. „Ich haben dann alles probiert, wir haben es mit dem siebten Feldspieler probiert, Kleenheim hat einfach mehr gewollt“, bilanzierte Spandau.
SG Kleenheim: Elsner, Eckhard (ab 40.Min.); Herbel (1), Höpfner (10/6), Keil (1), Straß-heim (7), Schier, Müller (4 ), Dennis Köhler (3 ), Weller, Eisenhardt, Reusch (1), Weinandt (2), Friedrich (3).
HSG Wettenberg: Stroh, Dellner (25.- 40. Min.); Schwarz, Niclas Puhl, Olbert, Sascha Puhl (2 ), Warnke (2), Schneider (1), Henkel (3), Marcel Köhler (13/5), Kneissl, Kühn (1), Foos, Weise (4).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Daniel Adam / Simon Adam (HSG Hofgeismar/Greben-stein). / Zuschauer: 510. / Zeitstrafen: 0:6 Minuten (keine - Marcel Köhler, Kühn, Weise). / Siebenmeter: 6/6 - 5/5.
Volkmar Köhler
