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Aktuelles - Detail

Fabian Höpfner beim Sprungwurf. Bild: Wolfgang Pachner

Im siebten Heimspiel erste Niederlage

Handball-Oberliga Hessen, Männer: „Keine Emotion, keine Leidenschaft, das ist nicht das Niveau, was ich erwarte“ / SG Kleenheim kassiert im siebten Heimspiel die erste Heimniederlage mit 27:31 (12:12) gegen Drittliga-Absteiger TV Kirchzell

 

(vk) Ausgerechnet im letzten Spiel der Vorrunde und im ersten Spiel des neuen Jahres kassiert die SG Kleenheim in der Handball-Oberliga Hessen der Männer die erste Heimniederlage mit 27:31 (12:12) gegen den TV Kirchzell. Wieder einmal war die Zuschauerzahl mit rund 70 Anhängern absolut enttäuschend und dieses Mal kam auch noch eine enttäuschende Leistung der SG Kleenheim dazu.

„Ich war schon mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden, im Angriff waren das zu wenig Lösungsmöglichkeiten, Kirchzell war flink auf den Beinen, wir haben zu statisch gespielt“, erklärte Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab. Im ersten Durchgang gingen die Kleenheimer zunächst in Führung, lagen dann mit 2:3 (6.) hinten, ehe David Straßheim Kleenheim mit 5:3 (9.) in Front brachte. Beim 5:6 (13.) durch Lukas Häufglöckner lag Kirchzell wieder vorne. Aber Kleenheim holte sich nach einem 6:9-Rückstand (17.) beim 10:9 (21.) durch David Straßheim die Führung wieder zurück. Nach zwei Gästeführungen glichen Jannik Herbel zum 11:11 (26.) und Fabian Höpfner per Siebenmeter zum 12:12-Pausen-stand aus.    

„Nach der Halbzeit waren wir 90 Sekunden in Überzahl, waren völlig von der Rolle und haben zwei Tore kassiert“, ärgerte sich Wohlrab. „Kirchzell hat es uns vorgemacht, was es heißt mit Leidenschaft und Emotionen zu spielen“, sagte der Kleenheimer Trainer weiter. Die Kleenheimer liefen dann permanent dem 12:14-Rückstand (32.) nach und lagen dann sogar mit 16:19 (43./Heinrich) im Hintertreffen. „Wenn wir in den nächsten Spielen keine Leidenschaft mehr auf die Platte bringen, werden wir nur noch wenige Punkte holen, wir werden das Spiel unter der Woche im Training aufarbeiten“, so der Kleenheimer Coach weiter. Der Drittliga-Absteiger musste zwar das 18:20 (44.) durch Höpfner hinnehmen, wirkte aber souverän und antwortete immer wieder mit Toren. Beim 22:26 (55.) durch einen verwandelten Siebenmeter von Tim Häufglöckner waren die Gäste endgültig auf Kurs und Kleenheim auf der Verliererstraße. Sogar Torben Weinandts 27:30 (60.), beantwortete der TV Kirchzell in allerletzter Sekunde mit dem 31:27-Siegtreffer durch Tim Häufglöckner.

„Kirchzell war schneller auf den Beinen, wir haben bei sechs Meter geparkt und dann die Durchbrüche kassiert“, analysierte Wohlrab. „Wir müssen das Zusammenspiel verbessern, das ist nicht das Niveau, was ich erwarte“, erläuterte der zum Rundende ausscheidende Kleenheimer Trainer. In seinem ersten Oberligaspiel bescheinigte Wohlrab dem aus der zweiten Mannschaft dazu gekommenen Jannik Herbel „seine Sache gut gemacht zu haben“. Erstmals wieder im Kader stand auch Jonas Friedrich, der nach einem Semester in Schweden wieder zurück ist und schon am Samstag im Bezirksoberliga-Team stand. Ansonsten lief der große Rest der Mannschaft der gewohnten Form hinterher. Kleenheim konnte den Punktverlust von Tabellenführer HSG Wetzlar U 23 in Babenhausen nicht nutzen, hätte bei einem Sieg mit Wetzlar gleichgezogen, ist aber nun auf Rang drei mit 18:8 Punkten zurück gefallen.

SG Kleenheim: Elsner, Eckhardt (40.-52.Min.); Herbel (3), Höpfner (9/5), Keil (2), Straß-heim (3), Schier, Heimbach (3), Köhler (2), Weller (1), Reusch, Wiener, Weinandt (4), Friedrich.

TV Kirchzell: Eul, Jörg; Schneider, Polixenidis (2), Wuth (4), Gläser (2), Tim Häufglöckner (8/3), Punda (4), Lukas Häufglöckner (7), Heinrich (4), Schnabel, Horak.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Hoffelner/Siedel (HSG Oberhessen/HSG Bensheim/Auerbach). / Zuschauer: 70. / Zeitstrafen: 2:6 Minuten (Herbel - Wuth, Gläser, Lukas Häufglöckner). / Siebenmeter: 7/5 - 3/3.

                          Volkmar Köhler