(vk) Am ersten Rückrundenspieltag stand in der Oberliga Hessen der weiblichen Jugend A das Derby im Fokus. Vor 120 Zuschauern setzte sich die HSG Kleenheim-Langgöns in Oberkleen mit 26:21 (11:10) gegen die HSG Wettenberg durch und revanchierte sich auch für die 30:31-Hinspielniederlage. Mit Schlusslicht HSG Hungen/Lich muss im neuen Jahr wieder gerechnet werden, weil die verletzten Spielerinnen wieder zu ihrer Form finden und die Mannschaft bei der 28:33 (16:15)-Niederlage bei der wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt ausgezeichnet mitspielte. Tabellenführer bleibt verlustpunktfrei die HSG Rodgau Nieder Roden(18:0 Punkte), die Eintracht Baunatal mit 37:26 besiegte und am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr in Oberkleen im Spitzenspiel beim Zweiten HSG Kleenheim-Langgöns (12:6) zu Gast ist. Einen Rekordsieg mit 51:22 gegen den Vorletzten HSG Maintal verbuchte die auf Rang vier vorgerückte HSG Bensheim/Auerbach.
HSG Kleenheim-Langgöns - HSG Wettenberg 26:21 (11:10)
Aus 0:6 Punkten zum Auftakt wurden nun 12:6 Punkte. Die HSG Kleenheim-Langgöns feierte im Derby den sechsten Sieg in Folge. Wettenberg begann stark in Oberkleen, führte 5:1 (12.), ehe die Gastgeberinnen besser ins Spiel fanden und auf 3:5 (14.) durch Vanessa Hausner verkürzten. Beim 6:6 (18.) konnte Celina Rüspeler in Unterzahl für Kleenheim ausgleichen. Dann ging der Gast wieder in Führung, ehe beim knappen 11:10 für die Kleebachtalerinnen die Seiten gewechselt wurden. Auch nach dem Wechsel lebte die Partie von Spannung, wechselnden Führungen und stand auf gutem Niveau. Antonia Schäfer traf zum 14:13 (38.) für Wettenberg in den Winkel des Kleenheimer Tores. Rüspeler und Suchantke brachten Kleenheim mit 15:14 (42.) nach vorne. Bis zu 21:21 (53.) deutete alles auf ein enges Spiel und einen knappen Ausgang hin. Aber in den letzten knapp sieben Minuten gelangen der Langgönser Spielgemeinschaft noch fünf Tore in Folge zum 26:21-Sieg. „Wenn man so will hat uns heute Marie Böhm mit ihren fünf schönen Treffern von Linksaußen zur inoffiziellen Mittelhessenmeisterschaft geworfen“, lobte Peter Tietböhl, Trainer der HSG Kleenheim-Langgöns. „Wir hatten uns darauf verständigt, die Wettenberger Distanzschützen früher anzugreifen und wollten die einfachen Gegentore aus dem Hinspiel vermeiden, das haben wir gut hinbekommen“, sagte Tietböhl und weiter „das Spiel war kein Spiel für die Rückraumspieler, bei uns waren eher die zweikampfstarken nicht so großen Akteurinnen wie Böhm, Suchantke, Pietzner oder Bachenheimer gefragt“.
„Wir haben einen guten Start erwischt, Kleenheim hat sich davon aber nicht beeindrucken lassen, beide Teams haben sich nichts geschenkt und hätten am Ende als Sieger vom Platz gehen können“, erklärte Wettenbergs Trainerin Maike Hardt. „Wir haben eine super Abwehrleistung gezeigt und den Gegner ordentlich unter Druck gesetzt, wir müssen weiter daran arbeiten aus dieser starken Deckung heraus, den Schwung mit in den Angriff zu nehmen“, erläuterte die Wettenberger Trainerin weiter, die trotz der Niederlage zufrieden war, „weil man Spiele auf zwei Arten verlieren kann!"
HSG Kleenheim-Langgöns: Bork, Siede; Suchantke (5), Bachenheimer (2), Rüspeler (4), Schmid, Klug (3/1), Kleinpell, Böhm (5), Hausner (1), Lüdge (3), Pietzner (3), Eggers.
HSG Wettenberg: Stöhr, Oelkers; Schäfer (6), Luisa Risse (3), Hohler, Schnepp (1/1), Hadija Kerdi (4), Lisa Fischermanns (1), Junker (1/1), Marie-Sophie Engel (1), Franke, Eva Schneider (4), Rüspeler, Klara Elisabeth Engel.
Volkmar Köhler