HSG Wettenberg - HSG Kleenheim-Langgöns 31:30 (19:15)
Auch das zweite Spiel verlor Kleenheim-Langgöns, dieses Mal sogar noch knapper als die Auftaktpartie gegen Eintracht Baunatal. Wettenberg legte ein 5:2 (4.) durch Marie Engel vor, ehe die starke achtfache Torschützin Hannah Lüdge für die Langgönserinnen zum 6:6 (7.) egalisierte. Wettenberg erarbeitete sich über 10:8 (11./Risse-Siebenmeter) einen 13:9-Vorsprung (14.) durch Elena Mohr. Lüdge verkürzte auf 11:13 (18.) und Rüspeler auf 15:17 (28.), ehe Luisa Risse den 19:15-Pausenvorsprung der Heimmannschaft herstellte. Gästetrainer Peter Tietböhl monierte in der Halbzeit "die Einstellung und die Beweglichkeit der Abwehr“. Das wurde dann nach der Pause besser. Wettenberg gelang zwar das 20:15, doch der Gast wurde dann stärker, kam Tor um Tor heran und Nina Eggers sorgte beim 22:21 (39.) für eine Langgönser Führung, die Kira Suchantke und Hannah Lüdge sogar auf 27:23 (45.) ausbauten. Acht Minuten vor Ende schaffte die elffache Torschützin Luisa Risse per Siebenmeter den 26:27-Anschluss für Wettenberg. Kleenheim-Langgöns, legte wieder vor auf 29:27 (54.) durch einen von Stephanie Klug verwandelten Siebenmeter. Die Gäste hatten drei Siebenmeter in Folge ausgelassen. Es blieb mächtig spannend. Eva Schneider gelang das 29:29 (56.) und Hannah Lüdge brachte mit ihrem achten Tagestreffer Kleenheim-Langgöns mit 30:29 (57.) in Führung. Lisa Fischermanns glich zum 30:30 (58.) aus, ehe 16 Sekunden vor Ende Eva Schneider der Wettenberger 31:30-Siegtreffer gelang. „Ich bin total glücklich und stolz auf die Mannschaft, die Mädels haben den Kopf nicht hängen lassen, die Mannschaft hat mit Mut und Leidenschaft jeder einzelnen Spielerin zum Erfolg beigetragen“, freute sich Wettenbergs Trainerin Maike Hardt über den knappen Derbyerfolg, gestand aber auch ein, das „jeder Spielausgang in der zweiten Halbzeit möglich gewesen wäre“.
„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit durch unsere schwache Abwehrleistung verloren“, sagte Gästetrainer Peter Tietböhl. Die 6:0-Abwehr der HSG Kleenheim-Langgöns hatte Probleme im 1:1 und bei Würfen aus dem Rückraum. Im Angriff wusste die Mannschaft durchaus Akzente zu setzen. „In der zweiten Halbzeit haben wir auch in der Abwehr besser gestanden und uns zurück gekämpft, ein Punkt wäre verdient gewesen, in der Summe haben wir im Abwehrverband zu viele Fehler gemacht“, bewertete Peter Tietböhl.
HSG Wettenberg: Oelkers, Stöhr; Schäfer (1), Risse (11/5), Schmidtner, Mohr (2), Schnepp, Hadija Kerdi (1), Lisa Fischermanns (4), Junker (1), Marie Engel (4/1), Nessima Kerdi (1), Eva Schneider (6), Alina Rüspeler.
HSG Kleenheim-Langgöns: Bork, Siede; Suchantke (4), Ebert, Bachenheimer (3), Celina Rüspeler (6), Schmid, Klug (4/2), Kleinpell, Weber, Böhm (1), Lüdge (8), Pietzner, Eggers (4).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Axel Hoyer / Klaus-Jörg Kopf (HSG Dilltal / TSV Griedel). / Zuschauer: 60. / Zeitstrafen: 8:12 Minuten (Risse, Hadija Kerdi, Engel, Nessima Kerdi - Suchantke, Bachenheimer, Celina Rüspeler, Klug, Kleinpell, Eggers). / Siebenmeter: 8/6 - 5/2.
Volkmar Köhler