(vk) Noch einmal alle drei heimischen Vertreter waren am zehnten Spieltag zum Jahresschluss in der Oberliga Hessen der weiblichen Jugend A am Start. Vier Spieltage vor Schluss steht der verlustpunktfreie Tabellenführer HSG Rodgau Nieder Roden (20:0 Punkte) als Hessenmeister bei sechs Punkten Vorsprung so gut wie fest, nach dem die Mannschaft das Spitzenspiel in Oberkleen beim Zweiten HSG Kleenheim-Langgöns (12:8 / jetzt Dritter) nach starker zweiter Halbzeit mit 38:32 (17:17) gewonnen hat. Neuer Zweiter ist die wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt (14:6), die bei Eintracht Baunatal knapp mit 25:24 gewann. Wieder ein positives Punktekonto als Fünfter weist die HSG Wettenberg (11:9) nach dem 26:22 (10:8)-Erfolg beim Vorletzten HSG Maintal (3:17) auf. Die zehnte Niederlage im zehnten Spiel musste Schlusslicht HSG Hungen/Lich (0:20) beim Heim- 24:39 (11:20) gegen die HSG Bensheim/Auerbach (4./12:8) hinnehmen.
HSG Kleenheim-Langgöns - HSG Rodgau Nieder Roden 32:38 (17:17)
Vor 120 Zuschauern in Oberkleen zeigten die ersatzgeschwächten Gastgeberinnen im Spitzenspiel eine ganz starke erste Halbzeit, obwohl Trainer Peter Tietböhl einige Sorgen hatte. Top-Torjägerin Nina Eggers (Magen- und Darmgrippe) fiel komplett aus und Stephanie Klug spielte mit gebrochenem Finger und trat nur zu Siebenmetern an. „ Wir haben dann die Alternativen in der Deckung gefehlt und mussten im Angriff viel improvisieren, so dass Hannah Lüdge und Kira Suchtantke im Rückraum zumeist spielen mussten“, erläuterte Tietböhl, der seine Mannschaft für das couragierte Auftreten lobte. „Keine Frage, Nieder Roden hat verdient gewonnen, wir haben bis zur letzten Minute gekämpft, der Mannschaft ist kein Vorwurf zu machen, die Mädels haben stark gespielt“, sagte der der Coach der Gastgeberinnen. Die bärenstarke neunfache Torschützin Kira Suchantke konnte zum 2:2 (5.) ausgleichen, ehe Hannah Lüdge auf 4:2 (6.) stellte. Beim 9:6 (16.) verwandelte Steffi Klug einen ihrer vier Siebenmeter. Nach dem 10:10 (19.) durch die zehnfache Gäste-Torschützin Nell Gotta (19.) hieß es auch 14:14 (25.), wobei wieder Suchantke traf. Das 17:15 (28.) durch Marie Böhm hätte Kleenheim-Langgöns noch ausbauen können, stattdessen ging es mit einem 17:17 in die Halbzeitpause.
Nach Wiederbeginn gelang Celina Rüspeler beim 19:18 (33.) die letzte Führung der Gastgeberinnen, die beim 21:21 (36.) durch Kira Suchantke noch ein letztes Mal ausgleichen konnten und dann mit 23:26 (41.) zurück fielen. Der klugen Kleenheimer Spielgestalterin Emelie Bachenheimer gelang beim 25:26 (42.) noch einmal der Anschlusstreffer. Aber die mit mehr Alternativen angetretenen Gäste, die in Nell Gotta (10) und Leyla Götz (9/4) ihre überragenden Werferinnen hatten, bauten mit durchdachtem, schnellen Spiel den Vorsprung weiter aus. Nach Oilvia Pietzners 28:30 (51.) war beim 28:33 (53.) die Begegnung entschieden. Für eine toll fightende HSG Kleenheim-Langgöns fiel die Niederlage um zwei, drei Tore zu hoch aus.
HSG Kleenheim-Langgöns: Bork, Siede; Suchantke (9), Bachenheimer (4), Rüspeler (6), Schmid, Klug (4/4), Kleinpell (1), Böhm (1), Hausner (2), Lüdge (3), Pietzner (2).
Volkmar Köhler