Die männliche C-Jugend der HSG Kleenh.-Langg. konnte sich in der Bezirksliga beim Auswärtsspiel gegen die HSG Wettenberg mit 40:27 (18:16) durchsetzen. Trotz des am Ende klaren Ergebnisses waren die Trainer mit der Leistung in der ersten Halbzeit alles andere als zufrieden.
Vor allem in der Abwehr agierten die Kleenheimer zu passiv und gingen zu selten konsequent in den Körperkontakt. Die Folge waren zu viele einfache Tore für die Gastgeber. 16 Gegentore bis zur Pause waren aus Sicht der Trainer deutlich zu viel und spiegelten die fehlende Aggressivität in der Defensive wider. Im Angriff zeigte die Mannschaft zwar immer wieder gute Aktionen, doch defensiv fehlte die nötige Stabilität, sodass es mit einer knappen 18:16-Führung in die Kabine ging.
In der zweiten Halbzeit zeigte die Mannschaft dann ein völlig anderes Gesicht. Besonders in den ersten 18 Minuten nach der Pause präsentierten sich die Kleenheimer nahezu perfekt. Die Abwehr arbeitete deutlich aktiver, ging konsequent in die Zweikämpfe und zwang Wettenberg zu vielen schwierigen Abschlüssen. Gleichzeitig wurden Ballgewinne und Tempogegenstöße konsequent genutzt. So setzte sich die HSG Kleenh.-Langg. Schritt für Schritt entscheidend ab und ließ den Gastgebern keine Chance mehr, noch einmal ins Spiel zurückzukommen.
Ein entscheidender Rückhalt war dabei Torhüter Tim Görnert, der mit zahlreichen Paraden glänzte und seiner Mannschaft immer wieder den Rücken freihielt. Besonders bemerkenswert: Selbst nachdem er einen Ball ins Gesicht bekam, spielte er weiter und zeigte anschließend weiterhin starke Paraden.
Am Ende stand ein verdienter 40:27-Auswärtssieg, der vor allem auf der starken zweiten Halbzeit basierte. Somit ist der 2. Tabellenplatz weiterhin gesichert. Bei einem Sieg nächste Woche in Marburg und einer Niederlage von Herborn wäre sogar noch die Meisterschaft drin. Bei einer Niederlage könne man allerdings noch auf Rang 3 abrutschen.
Für die HSG Kleenh.-Langg. spielten:
Tim Görnert im Tor, Finn Luis Droß (18), Nicklas Dargel (9), Philipp Lion Heidrich (4), Neo Luis Weber (3), Jannis Paul Friedrich (3), Henry Beppler (2), Johannes Teipen (1), Tom Stöhr.