Von Beginn an hatten die Grün-Weißen die Spielkontrolle an sich gerissen und hielten die Gäste im Grunde über die komplette Spielzeit immer weitgehend auf Abstand. "Wir haben eine überragende Abwehr gespielt und die starken Schützen von Pohlheim mit unserer aggressiven 5:1-Defensive auf Distanz gehalten", freute sich Matthias Wendlandt, Trainer der Gastgeber, über den Schlüssel des gestrigen Erfolges seiner Schützlinge. "Wir haben gegen die offensive Deckung der Kleenheimer nicht die gewünschten Erfolge erzielen können. Das hatten wir uns zwar vorgenommen, aber haben es nicht aufs Parkett gebracht. Das ist ärgerlich für uns", kommentierte dessen Gegenüber, Jens Dapper. Auch die Blau-Weißen ließen über den eigenen Defensivverbund gewohntermaßen nur wenig zu, sodass sich von Beginn an eine Abwehrschlacht entwickelte, aus der aber die Hausherren größere Vorteile ziehen konnten. So mussten die Gäste bereits in der 12.Spielminute nach dem Treffer zum 6:2 durch Cedric Kollmann die erste Auszeit nehmen und das eigene Spiel ordnen. Immer wieder gelang es der HSG zwar auf dem Papier etwas aufzuschließen, doch für den Ausgleich sollte es in den ersten 30 Minuten nicht reichen. In der 53.Minute schlossen die Pohlheimer dann nochmal auf 20:21 durch ein Tor von Nicholas Happel auf, konnten aber den Bock nicht mehr umstoßen. "In dieser Phase wurde es dann typischerweise dann noch einmal hektisch, aber wir haben am Ende den kühlen Kopf bewahrt und uns durchgesetzt", lobte SGK-Trainer Wendlandt die Einstellung seiner Mannschaft. "Besonders ärgerlich ist für uns an dieser Stelle natürlich, dass sämtliche Ambitionen für die Tabellenspitze jetzt gegessen sind, aber der Sieg der Kleenheimer geht so in Ordnung", so Dapper.
Kleenheim: Kaiser, Eckhard; Wolf (2), Strasheim (5), J.Leger, Spieß (6/3), Wiener (2), Kollmann (4), M.Leger, Patt (1), Friedrich (1), Lang (2/1), Scheibel (2)
Pohlheim: Wüst, Schlegel; Happel (1), Weisel (2), Rühl (6/1), Niclas, Drommershausen (2), Stübing, Weinandt (1), Lex (1), Hirz, Ohrisch (2), Wagner (1), Grundmann (7/4)
Zuschauer: 400 Schiedsrichter: Kocak/Schmidt (Schierstein) Zeitstrafen: 4:8 Siebenmeter: 7/4 : 5/5