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Aktuelles - Detail

Max Leger beim Torwurf. Bild: Wolfgang Pachner

HSG Kleenheim-Langgöns steht weiter völlig neben sich

Handball-Oberliga Hessen, Männer: HSG Kleenheim-Langgöns steht weiter völlig neben sich / 19:26 (8:12)-Heimniederlage

gegen abstiegsgefährdete TSG Münster / 0:9 nach 10:31 Minuten im Rückstand

 

 

(vk) Die HSG Kleenheim-Langgöns kann in der Oberliga Hessen der Männer nicht mehr an die Form der Vorrunde anknüpfen. Nach der schlechtesten Saisonleistung letzten Sonntag bei der MT Melsungen II (22:31-Niederlage), verloren die Kleenheimer auch fünf Tage später in einem vorgezogenen Meisterschaftsspiel gegen einen weiteren Abstiegskandidaten, die TSG Münster, sang- und klanglos nach indiskutabler Leistung in Oberkleen mit 19:26 (8:12) und „halfen" erneut einem gefährdeten Team wieder in die Spur. Kleenheim-Langgöns lag nach 10:31 Minuten mit sage und schreibe 0:9 (11.) durch Rechtsaußen Benjamin Dautermann zurück. Im Angriff vergaben die Kleenheimer reihenweise gute Chancen. Höpfner gelang per Siebenmeter der erste Treffer zum 1:9 (12.) und beim 4:9 (23.) durch einen Tempogegenstoß von David Straßheim hatten die Gastgeber schon ein halbes Dutzend hochkarätiger Möglichkeiten ausgelassen. Max Leger verkürzte auf den 8:12-Pausenrückstand und hier hätten die Gastgeber schon gleichziehen können.

 

Leider blieb die erhoffte Wende nach der Pause aus. Dautermann erhöhte gleich wieder auf 14:8 und die Gäste waren immer wieder gefährlich auch wenn der neben Dautermann andere torgefährliche Außen Felix Ikenmeyer schon nach knapp einer Viertelstunde nach einem Foul an David Straßheim disqualifiziert wurde. Die Hausherren hatten auch fortan keinen Zug zum Spiel, keinen Biss in der Abwehr und wirkten völlig fahrig im Angriff, wo immer wieder beste Möglichkeiten ausgelassen wurden. Die personelle Misere wurde in diesem Spiel besonders deutlich. Spielmacher Dennis Köhler war am Tage zuvor im Training umgeknickt, Max Leger ist eigentlich verletzt, David Straßheim konnte nicht trainieren und Micha Wiener fehlte aus beruflichen Gründen. „Wir haben viele Bälle verworfen, waren am Anfang gar nicht anwesend und überhaupt nicht präsent“, monierte Kleenheims Trainer Matthias Wendlandt. Zudem wurden vier Gegenstöße im ersten und im zweiten Durchgang ausgelassen. Beim 14:18 (43.) hatte Max Leger den Rückstand auf vier Tore verkürzt und beim 16:24 (52.) lagen die Hausherren wieder mit acht Toren im Hintertreffen. Am Ende waren es sieben Tore Unterschied zugunsten der Mannschaft aus dem Kelkheimer Stadtteil. Der Auftritt der Mannschaft war desolat und noch schwächer als bei der schlechtesten Saisonleistung in Melsungen II. Bei den Kleenheimern fehlte die Anspannung, stellenweise das Niveau und auch die Einstellung. „Wir haben auch  nicht viele einfache Tore gemacht“, sagte Trainer Wendlandt. Mehrere Spieler hinken ihrer Form hinterher. Herauszuheben aus einem schwachen Ensemble ist Linksaußen Konstantin Wolf mit sechs Treffern.

 

HSG Kleenheim-Langgöns I: Eckhardt, Schäfer; Höpfner (3/2), Straßheim (2), Köhler, Planer, Reusch (1), Spieß (1/1), Kollmann (1), Maximilian Leger (2), Friedrich (2), Faatz (1), Wolf (6).

 

TSG Münster: Rausch, Spiranec; Hranjec (4), Zeiser (2), Marxer (3), Höllebrand (4), Schreiber (1), Frie-mann, Kunz, Dautermann (8), Ikenmeyer (3), Jacobi, Schuster (1).

 

Im Stenogramm / Schiedsrichter:  Marc Budde / Jonas Ehlert (TV Groß-Rohrheim). / Zuschauer: 120. / Zeitstrafen: 6:0 Minuten (Planer, Faatz, Wolf - keine). / Disqualifikation: Ikenmeyer (Münster / 14:36 Min. nach Foul an Straßheim). / Siebenmeter: 5/3 - 2/0.

 

                                                                  Volkmar Köhler