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HSG Kleenheim-Langgöns nach 25:24 (11:12)-Heimsieg weiter ungeschlagen

Handball-Oberliga Hessen, Männer: Als David Straßheim den letzten Ball abfängt …. war der Jubel riesengroß / HSG Kleenheim-Langgöns nach 25:24 (11:12)-Heimsieg über den TV Kirchzell weiter ungeschlagen

 

(vk) In einem hochspannenden und emotionalen Spitzenspiel der Oberliga Hessen der Männer behält die HSG Kleenheim-Langgöns gegen den zum Favoritenkreis zählenden TV Kirchzell hauchdünn mit 25:24 (11:12) die Oberhand. Damit ist die Mannschaft des neuen Kleenheimer Trainers Matthias Wendlandt mit 5:1 Punkten als Tabellenzweiter weiter ungeschlagen und gastiert am kommenden Samstag im Spitzenspiel beim verlustpunktfreien, schier übermächtigen Tabellenführer TuS Dotzheim. 

Die Partie hatte ihre eigene Dramaturgie und ihre eigene Dramatik. Die Hausherren holten vor der wieder einmal dürftigen Kulisse von 130 Zuschauern in Oberkleen einen 18:21-Rückstand elf Minuten vor Ende noch auf. Am Schluss war es dramatisch: Kleenheims Torjäger Fabian Höpfner sorgte von Linksaußen für die 22:21-Führung (53.) der Gastgeber, die Tim Häufglöckner postwendend wieder wettmachte (22:22 /54.). Nach sehenswertem Zuspiel von Björn Spieß brachte Micha Wiener vom Kreis die Gastgeber wieder mit 23:22 (55.) in Führung, ehe Josip Punda per Siebenmeter für Kirchzell zum 23:23 (57.) egalisierte. Höpfner brachte vom Siebenmeterpunkt Kleenheim wieder mit 24:23 (58.) nach vorne und nach einem Ballverlust des TV Kirchzell erarbeitete der stark aufspielende Maximilian Leger einen Siebenmeter, den wieder Höpfner zum 25:23 (59.) verwandelte. Punda schaffte prompt den 24:25-Anschluss für den TV K. Dann legte Kleenheims Trainer Wendlandt 43 Sekunden vor Ende die grüne Karte, doch wie zu erwarten wurde das Zeitspiel abgepfiffen und Kirchzell kam noch einmal in Ballbesitz. Gästetrainer Andreas Kunz legte drei Sekunden vor Ende die grüne Karte. Ein Pass des TVK wurde in letzter Sekunde von Kleenheims David Straßheim abgefangen und der viel umjubelte 25:24-Sieg der Gastgeber war unter Dach und Fach. 

Am Anfang hatte die Führung gewechselt. David Straßheim sorgte bei einem Tempogegenstoß per Heber für das 5:3 (9.) und der starke Kreisläufer der Gäste Leon David, der mit sieben Treffern (davon fünf in der ersten Halbzeit) schwer zu verteidigen war, brachte Kirchzell 8:6 (19.) in Führung. Kleenheims Spielmacher Dennis Köhler holte beim 9:8 (26.) die Führung wieder zurück, ehe Kirchzell nach dem 11:10 (28.) zur Pause mit 12:11 führte.

Nach dem Wechsel hatte der TVK zunächst weiter Vorteile und führte nach 36 Minuten durch Tim Häufglöckner mit 14:13 und dann sogar mit 17:15 (40.). Björn Spieß und Mark Weller per Gegenstoß glichen zum 17:17 (42.) in der hoch dramatischen und emotionalen Partie aus. Beim 20:17 (46.) und 21:18 (49.), wieder durch Leon David vom Kreis, für Kirchzell, sah es schlecht für die Hausherren aus, die dann aber beim 21:21 (52./Höpfner-Siebenmeter) wieder im Spiel waren und dann wie eingangs er-wähnt die beiden Zähler knapp in Oberkleen behielten.

„Wir haben die ersten drei Spiele extrem gut kämpferisch gearbeitet, haben von Anfang an unser Tempospiel aufgezogen, hatten in den letzten zehn Minuten auch viel Unterstützung durch unser Publikum, genial wie die Mannschaft das Spiel noch umgebogen hat“, lobte Matthias Wendlandt, der nach der Pause seine Abwehr „einen Tick defensiver gegen den starken Kreisläufer“ agieren ließ, so dass  David Leon nur noch zu zwei Treffern kam. Auch bei den kampfstarken Kleenheimern war es die Achse Björn Spieß - Micha Wiener am Kreis die Akzente setzte. Spieß gelangen nicht nur drei wichtige Tore, sondern auch vier der fünf sehenswerten Wiener-Tore vom Kreis waren auf die glänzende Vorarbeit von Spieß zurück zu führen. Für Julian Reusch und Jonas Friedrich (krank) rückten Christian Keil und Florian Eisenhardt in den Kader. „Kleenheim hat ein Höllentempo gespielt, es waren zwei Mannschaften auf Augenhöhe und ähnlichem Niveau, Kleenheim hat ein paar Gegenstöße mehr verwandelt“, sagte Gästetrainer Andreas Kunz.

HSG Kleenheim-Langgöns: Eckhard, Schäfer (37.-46.Min.); Höpfner (9/6), Straßheim (3), Köhler (1), Weller (1), Planer, Schier (2), Spieß (3), Wiener (5), Kollmann, Leger (1), Keil, Eisenhardt.

TV Kirchzell: Jörg (1), Kiss (nur bei einem Siebenmeter); Schneider, Polixenidis (2), Wuth (1), Gläser (3), Tim Häufglöckner (3), David (7), Punda (3/1), Lukas Häufglöckner, Heinrich (3/2), Fegert, Horak (1), Meyer-Ricks. 

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Zeki Kaplan / Benjamin Scheld (Wiesbaden / Hüttenberg). / Zuschauer: 130. / Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Planer, Wiener, Keil - Wuth/zwei, Punda/zwei). / Siebenmeter: 7/6 - 5/3. 

          Volkmar Köhler