In der Männerhandball-Oberliga Hessen konnte die HSG Kleenheim-Langgöns ihre Auswärtspartie am vergangenen Wochenende nicht erfolgreich gestalten. Gegen die eigentlich sehr defensiv orientierte TSG Münster mussten die Mittelhessen eine verdiente 32:35 (15:17)-Niederlage einstecken. „In Münster wirfst du einfach keine 36 Tore. Wir haben im Abwehrverbund über die komplette Spielzeit nicht den richtigen Zugriff erhalten“, kommentierte Matthias Wendlandt, Trainer der Kleebachtaler. Es dauerte bis zur 18.Spielminute als die Südhessen beim 10:8 erstmals zwei Treffer zwischen sich und ihren Gegenüber brachten. Dabei kristallisierte sich zu diesem Zeitpunkt bereits heraus, dass die SGK gerade in der Defensive nicht den stabilsten Eindruck machte. Dies war sicherlich mitunter auch der mangelnden personellen Ausstattung im Abwehrbereich geschuldet, wo mindestens drei Akteure auf Seiten der Gäste zumindest angeschlagen waren. Bis zur Halbzeit blieben die Grün-Weißen allerdings auf Schlagdistanz und ließen sich von den Münsteranern nicht abschütteln. Kurz nach dem Wiederanpfiff legten die Hausherren hingegen nochmals mächtig Kohlen nach und erhöhten auf 23:18 in der 36.Minute. „Uns hat einfach das probate Mittel gegen die TSG Münster gefehlt und das haben wir über die gesamte Partie nicht wirklich gefunden. Von daher geht der Sieg auch vollkommen in Ordnung“, erklärte Wendlandt. In der 54.Spielminute hatte Flügelflitzer David Strasheim beim 29:31 zwar nochmals verkürzt, doch nur wenige Atemzüge später machten die Gastgeber den Sack zu und ließen die Gäste nicht mehr aufschließen. „Mit 32 Toren haben wir das im Angriff ganz ordentlich gemacht, aber auf der anderen Seite auch einfach zu viel zugelassen“, ärgerte sich Wendlandt.
Münster: Schuster, Spiranec; Zelser (6), Hranjec (6), Höllebrand (5), Frieman, Kunz (2), Dautermann (5), Ikenmeyer (1), Panther (4), Jacobi (2), Gonzalez Borja, Mollath (3/3), Rausch (1)
Kleenheim: Eckhard, Kaiser; Hoepfner (7/2), Strasheim (6), Wolf (1), Planer, Spieß (3/1), Wiener, Kollmann (4), Leger (1), Patt (1), Friedrich (1), Lang (5), Scheibel (3)
Zuschauer: 200 Schiedsrichter: Adam/Adam (Hofgeismar) Zeitstrafen: 12:14 Siebenmeter: 5/3 : 4/3 Rote Karte: Friedrich (58. Dritte Zeitstrafe)