(vk) Der Kommentar des sichtlichen angefressenen Kleenheimer Trainers nach der hohen Derbyniederlage gegen den Nachbarn spricht Bände: „Niemand war bereit für dieses Spiel im Vorfeld was zu tun, Mannschaft, Trainer und Verein nicht“, sagte Straßheim und wollte nach der überaus deprimierenden 18:31 (9:14)-Heimniederlage der HSG Kleenheim-Langgöns II im Derby der Landesliga Mitte der Frau-en gegen die HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen nicht mehr sagen. Während die Gastgeberinnen durch eine Fülle von technischen Fehlern und Unzulänglichkeiten nahezu das gesamte Spiel neben sich standen, trumpften die Gäste durch eine starke Verteidigung und ein gutes Gegenstoßspiel auf.
Tabea Neul konnte per Siebenmeter beim 1:1 nach 96 Sekunden für Kleenheim-Langgöns II ein einziges Mal ausgleichen, ehe Dutenhofen durch die starke achtfache Torschützin Jönna Bender auf 6:1 (7.) davonzog. Da war das Spiel der ohne Lisa Schäfer, Julia Grygar und Michaela Eisenhardt sowie auch Marie Hänsel angetretenen Gastgeberinnen schon vor entschieden für die Gäste. Ann-Sophie vom Hagen verkürzte auf 7:10 (22.), doch beim 7:12 (26.) durch Anna Neumann von Rechtsaußen hatten die Grün-Weissen wieder erhöht und lagen auch zur Pause mit fünf Toren (14:9) vorne.
Nach dem Wechsel spielten die Gastgeberinnen wie von allen guten Geistern verlassen und machten Fehler über Fehler. Nach dem 10:16 (33.) durch Elena Schuch setzte sich Dutenhofen innerhalb von vier Minuten auf 20:10 (37.) durch einen Tempogegenstoß von Rechtsaußen Lisa Naumann ab.
Bei den Gastgeberinnen fehlte auch jeder Mut, um das Resultat zu korrigieren. Stattdessen wurde die Niederlage immer deutlicher. Naumann sorgte für das 22:13 (43.) der Gäste. Nach dem 14:22 (43./ Bretz) geriet Kleenheim-Langgöns II mit 14:27 (49.) durch Sina Schmidt ins Hintertreffen. Am Ende war das nur noch eine Demonstration der Grün-Weissen, die sich über einen verdienten 31:18 (14:9)-Aus-wärtssieg freuen konnten. Auch das Hinspiel hatte Dutenhofen mit 21:18 für sich entschieden. Gästetrainer Sebastian Roth fiel ein Stein vom Herzen und feierte verdient zwei wichtige Auswärtspunkte.
„Die Mannschaft hat das heute sehr gut gemacht, wir haben sehr gut verteidigt und sind durch unsere beiden guten Torfrauen auch immer wieder in den Gegenstoß gekommen“, lobte Sebastian Roth. „Die Mannschaft hat vorne im Angriff Geduld bewiesen, das ist die Zielrichtung, auf die wie hinarbeiten müssen; vom Kopf her haben wir das besser gelöst als gegen Idstein“, bilanzierte Roth.
HSG Kleenheim-Langöns II: Altenheimer, Stahl (ab 47.Min.); Barnusch (1), Neul (4/4), Ulm, Kuschel, Kreß, Schuch (4), vom Hagen (1), Bretz (4), Schepp (3), Marwald (1).
HSG Dutenhofen/Münchholzhausen: Pafla, Naß (ab 44.Min.); Anna Neumann (1), Otto (3), Klein, Miriam Schmidt (6/1), Majstorovic (1), Lisa-Marie Naumann (6), Bender (8), Nöh (1/1), Carotenuto (n.e.), Lüling, Hahn (1), Sina Schmidt (4).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Noah Fikus / Jonas Stieber (TSV Kirchhain). / Zuschauer: 50. / Zeit-strafen: 10:2 Minuten (Barnusch/zwei, Ulm, Kuschel, Schepp - Majstorovic). / Siebenmeter: 5/4 - 3/2.
Volkmar Köhler