(vk) Endlich! Endlich kann man sagen hat die HSG Kleenheim-Langgöns II in der Handball-Bezirksoberliga der Männer einmal das Pech der letzten Wochen abgelegt. Drei Mal bei den letzten fünf Spielen hatten die Kleenheimer in der oder den letzten Minuten nach zuvor deutlicher Führung mit einem Tor stellenweise dramatisch und mit großem Pech verloren, waren dadurch immer weiter in die Abstiegszone gerutscht. Das kehrte sich am Samstag endlich um. Die Kleenheimer „Zweite“ schaffte einen fast sensationell zu nennenden 25:24 (15:14)-Heimsieg über den bisherigen Zweiten HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen III, ist zwar noch längst nicht gerettet, kann aber als Tabellenelfter mit 16:26 Punkten endlich einmal im Abstiegskampf durchatmen.
Dicker Pluspunkt der Hausherren in Oberkleen war die starke Kleenheimer 6:0-Deckung. „Wir haben die starken Außen Lukas Wallwaey (5) und Daniel Müller (6/1) eng genommen“, sagte Kleenheims Erstmannschafts - Trainer Matthias Wendlandt, der für den beruflich verhinderten Micha Wiener das Team coachte. Wendlandt ist sich sogar sicher, „das wir früher das Spiel hätten entscheiden müssen, wenn nicht der oberligaerfahrne Florian Gümbel im Tor der HSG-Dritten mindestens zehn freie Bälle gehalten hätte“. In der sehr engen Begegnung lag Kleenheim II bis zum 4:3 (5.) durch Christian Keil in Führung, ehe Dennis Agel beim 5:4 (8.) Dutenhofen/Münchholzhausen III erstmals nach vorne brachte. Dann schienen die Gäste das Heft in die Hand zu nehmen und Lukas Wallwaey sorgte nach knapp zehn Minuten für eine Dutenhofener 8:6-Führung. Nach Sebastian Henzes 9:9 (15.) gelang Jannik Herbel das 10:9 (16.) und Marvin Drubig das 11:9 (17.). Aber die Partie blieb knapp und Daniel Müller brachte Dutenhofen/Münchholzhausen III wieder mit 12:11 (21.) in Führung. Marc Weller holte beim 13:12 (25.) wieder eine Kleenheimer Führung zurück und die Hausherren nahmen durch einen verwandelten Siebenmeter von Leon Dilges auch eine 15:14-Führung mit in die Halbzeitpause.
Nach Wiederbeginn sorgte ein Doppelschlag von Philipp Schäfer für das 18:16 (37.) der Gastgeber, auch Christian Keil stellte auf 19:17 (42.). Die Gastgeber blieben im zweiten Durchgang permanent in Führung und Dutenhofen/Münchholzhausen III konnte etwas überraschend keine Führung mehr übernehmen. Zwar gelang den Gästen der 19:19-Ausgleich, doch zwei verwandelte Siebenmeter von Leon Dilges, der bei fünf Versuchen eine optimale Ausbeute von der Siebenmeterlinie hatte, brachten die Hausherren mit 21:19 (55.) in Führung. Kurz zuvor war Johannes Wenzel (54:14 Minuten) disqualifiziert worden. Philipp Schäfers Tor zum 23:21 (59.) brachte Kleenheim-Langgöns II dann auf Kurs. Beckers 22:23 beantwortete Dilges per Siebenmeter mit dem 24:22. Lukas Wallwaey brachte den Gast 63 Sekunden vor Ende auf 23:24 heran. Leander Hanika machte 46 Sekunden vor Feierabend mit dem 25:23 den Kleenheimer Überraschungssieg perfekt. Dennis Agel stellte 38 Sekunden vor Feierabend auf den 24:25-Endstand aus Sicht der Gäste. „Unsere Deckung hat so ab der 12.Minute gut funktioniert“, sagte Wendlandt, der sich über die guten Leistungen von Torhüter Lukas Thorn, über die abwehrstarke Vorstellung von Christian Keil, über die guten spielerischen Momente von Philipp Schäfer und sich über die Treffsicherheit von der Siebenmeterlinie von Leon Dilges besonders freute.
HSG Kleenheim-Langgöns II: Moritz Schäfer, Lukas Thorn (ab 31.Min.); Leander Hanika (1), Marc Weller (2), Christian Keil (4), Sebastian Henze (1), Philipp Schäfer (6), Tom Eckhardt-Helmes, Tim Tonhäuser (2), Marvin Drubig (1), Leon Dilges (5/5), Jannis Keßler, Jannik Herbel (2), Konstantin Wolf (1).
HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III: Alexander-Eric Scholz, Florian Gümbel; Sebastian Rompf (1), Tobias Schmidt, Lukas Wallwaey (5), Johannes Wenzel (2), Felix Kinzenbach, Luca Kaiser, Daniel Müller (6/1), Tim Weber (1), Dennis Agel (6), Leon Becker (3).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Gerd Becker / Frank Boele (TSF Heuchelheim / TV Großen-Linden). / Zuschauer: 40. / Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Hanika/zwei, Weller - Wenzel/zwei). / Disq.: Wenzel (Dut./Mü. III / 54:14 Min.). / Siebenmeter: 5/5 - 3/1.
Volkmar Köhler