(vk) Das war nix! Trotz eines ganz wichtigen 30:28 (17:11)-Erfolges im Kellerduell bei Schlusslicht HSG Pohlheim II ist die HSG Kleenheim-Langgöns II in der Handball-Bezirksoberliga der Männer weiter extrem abstiegsgefährdet, da es zu bis zu drei Absteigern kommen könnte. Während Pohlheim II als Tabellenletzter nur noch arg theoretische Chancen hat, die Klasse zu halten, ist die HSG Kleenheim-Langgöns II wegen des besseren direkten Vergleichs gegenüber dem Vorletzten HSG Marburg/Cappel (je 14:24 Punkte) wieder Drittletzter, was aber im ungünstigsten Fall immer noch ein Abstiegsplatz ist.
Die Kleenheimer, die ohne Trainer Micha Wiener (Spiel mit der Oberligamannschaft in Bürgel) antraten, dafür saßen der verletzte Leon Dilges sowie die früheren Spiele Christian Häuser und Dominik Wagner auf der Bank, starteten sehr gut und führten mit 4:0 (7.) durch einen Treffer von Sebastian Henze. Nach neun Minuten stellte Tom Eckhardt-Helmes, der wieder vier Treffer erzielte und immer wertvoller für die Mannschaft wird, auf 7:1. Jannis Keßler, der immer besser in Schwung kommt und ebenfalls vierfacher Torschütze, baute per Siebenmeter die Führung der Gäste in der Sporthalle Holzheim auf 11:4 (18.) aus. Bis dahin bot Kleenheim-Langgöns II eine ordentliche Leistung und sah wie der Sieger aus. Pohlheim II, das nichts mehr zu verlieren hatte, kam auf 9:13 (23.) durch Jan Ohly bedrohlich nahe heran. Routinier Christian Keil stellte auf 15:11 (25.) und auch auf den 17:11-Pausenstand für die Gäste.
Keil erhöhte 24 Sekunden nach Wiederanpfiff auf 18:11 (31.) und Keßler auf 20:13 (35.). Auch Henze gelang mit dem 21:14 (36.) noch einmal eine Sieben-Tore-Führung, die Kleenheim-Langgöns II dann bald aus den Händen gab. Letztmals gelang Philipp Schäfer beim 24:17 (42.) ein Sieben-Tore-Vorsprung der Gäste. Warum die Kleenheimer dann so erschreckend abbauten und so gut wie nichts mehr gelang, bleibt rätselhaft. Pohlheim II, das offenbar nichts mehr zu verlieren hatte, holte Tor um Tor auf und der siebenfache Torschütze Anton Frederic Hahn verkürzte auf 20:24 (44.), ehe Nils Trotz neun Minuten vor Schluss auf 22:25 (51.) stellte. Die Gäste waren regelrecht am Schwimmen und der so deutliche Kleenheimer Erfolg geriet immer mehr in Gefahr. Johannes Kreß traf zum 24:26 (55.) und der Gast schien tatsächlich noch erheblich in Gefahr zu geraten. Jonas Wiedemann gelang 75 Sekunden vor Ende das 27:29, ehe Henze mit dem 30.Gästetreffer 56 Sekunden vor Schluss alles klar machte. Die Kleenheimer verloren die letzten 18 Minuten mit 6:11, konnten von Glück sagen, einen Vorsprung zuvor heraus gespielt zu haben. Bei einer Kleenheimer Niederlage in Holzheim wären die Gäste dem Abstieg wohl näher gekommen, sind auch jetzt sowieso nicht über den Berg. Bei Kleenheim-Langgöns II war der starke Außen Daniel Schier schon in der ersten Halbzeit umgeknickt und konnte nicht mehr spielen (Bänderverletzung).
HSG Pohlheim II: Christian Seth, Luca Wallendorf; Dominik Platzdasch, Vincent Laiacker, Jonas Wiedemann (2), Anton Frederic Hahn (7/2), Paul Dönicke (3), Jan Ohly (3), Leon Kaus (1), Niklas Wenzel (2), Nils Trotz (2), Johannes Kreß (8/1).
HSG Kleenheim-Langgöns II: Aljoscha Vogt, Lukas Thorn; Leander Hanika, Daniel Schier (1/1), Christian Keil (5), Tim Tonhäuser (8), Sebastian Henze (6/2), Philipp Schäfer (2), Tom Eckhardt-Helmes (4), Fabio Ewald, Marvin Drubig, Jannis Keßler (4/1), Jannik Herbel, Yannick Neul.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Ralf Ockert-Zuber / Carsten Trittin (HSG Mörlen / HSG Lumdatal). / Zuschauer: 40. / Zeitstrafen: 14:6 Minuten (Hahn, Dönicke/drei/Disq. 47:55 Min., Wenzel/drei/Disq. 47:55 Min. - Tonhäuser/zwei, Drubig). / Siebenmeter: 3/3 - 5/4.
Volkmar Köhler