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HSG Kleenheim-Langgöns I kann die gefürchtete 1:5-Deckung des TSV Birkenau knacken

Handball-3.Liga Ost, Frauen: HSG Kleenheim-Langgöns I kann die gefürchtete 1:5-Deckung des TSV Birkenau knacken / 31:20 (17:9)-Heimsieg gegen die Odenwälderinnen bedeutet weiter Platz zwei hinter Leipzig

 

(vk) Die HSG Kleenheim-Langgöns I bleibt mit 11:1 Punkten weiter erster Verfolger des HC Leipzig in der 3.Liga Ost der Frauen. Die Mittelhessen besiegten am Sonntag in Oberkleen den TSV Birkenau am Ende deutlich mit 31:20 (17:9) und konnten in einem nicht gerade hochklassigen Spiel durchaus überzeugen. „Wir haben in den ersten zehn, zwölf Minuten gut gedeckt und sind nicht in Rückstand geraten“, stellte Kleenheims Trainer Manuel Silvestri fest. Die Odenwälderinnen konnten bis zum 2:2 (8.) ausgleichen und blieben auch nach einem Janina Langenbach-Doppelpack zum 4:2 (10.) dran. Stina Karlsson konnte beim 7:4 (17.) erstmals eine Drei-Tore-Führung herauswerfen und beim 10:6 (22.) versenkte die schnelle Katharina Wagner einen Tempogegenstoß zur Vier-Tore-Führung der Gastgeberinnen. Die zehnfache Birkenauer Torschützin Danijela Rajic verkürzte auf 7:10 (24.), ehe die Mittelhessen auf 13:7 (26.) durch einen Gegenstoß von Langenbach davon zogen. Nach dem 13:8 (27.) stellte Kleenheim-Langgöns auf 17:8 (30.) durch „Katha“ Wagner, ehe Rajic per Siebenmeter auf den 9:17-Pausenstand aus Birkenauer Sicht stellte. 

Kleenheim-Langgöns war auch nach Wiederbeginn tonangebend und hatte beim 20:10 (37.) durch Wagner einen Zehn-Tore-Vorsprung erarbeitet. Die Gäste kamen zwischenzeitlich, auch aufgrund ihrer 1:5-Abwehr, besser ins Spiel und verkürzten auf 16:22 (47.), ehe Langenbach auf 26:16 (52.) stellte. Nach einem Tempogegenstoß der jungen Nele Barnusch hatte Kleenheim-Langgöns auf 30:17 (58.) erhöht und damit den klarsten Vorsprung heraus gearbeitet. In den letzten Minuten betrieben die Odenwälderinnen noch ein wenig Ergebniskosmetik. „Ich konnte viel wechseln und jüngere Spielerinnen auf die Platte bringen, das ist nicht immer möglich“, sagte Manuel Silvestri nach dem 31:20-Heimsieg seiner Mannschaft. „Kleenheim hat es im letzten Jahr schon vorgemacht wie man am besten mit unserer 1:5-Abwehr zurecht kommt“, sagte Birkenaus Trainer Timo Baumann beim abschließenden Trainergespräch und lobte "den Kampfgeist und Willen seiner Mannschaft“. 

„Wir haben am Anfang ein paar Fehler gemacht in der Deckung, haben aber dann wieder das gesamte restliche Spiel gut in der Abwehr gestanden und auch die einfachen Tore nach vorne gemacht“, sagte Kleenheims schwedische Neuerwerbung Stina Karlsson beim Trainergespräch. Karlsson führte bis zu diesem Spieltag auf jeden Fall die Torschützenliste an und hat sich nach eigenem Bekunden „in Mittelhessen sehr gut eingelebt“.

HSG Kleenheim-Langgöns I: Jetishi, Buhlmann (bei einem Siebenmeter, ab 52.Min.); Barnusch (1), Hess (3/1), Schuch, Schorradt, vom Hagen (4), Fischer, Kiethe (2), Wagner (8), Langenbach (7), Karlsson (4), Nau (2).

TSV Birkenau: Schlechter, Schura (ab 52.Min.); Reiter, Laßlop (1), Schäfer (3), Rajic (10/3), Crnisanin (1), Mader, Niesel, Weisbrod, Hofmann, Heinze (4), Mink (1).

Im Stenogramm / Schiedsrichterinnen:  Lena Schoenfelder / Swantje Wulf (Augustdorf-Hövel / Sudenwich). / Zuschauer: 150. / Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Schuch, Schorradt, Fischer - Niesel, Weisbrod). / Siebenmeter: 2/1 - 5/4.

                         Volkmar Köhler