(vk) Leider den dritten Heimpunktverlust nach der 18:23-Heimniederlage gegen Mainz-Bretzenheim und den vierten Minuspunkt insgesamt (Remis beim FSV Mainz 05 II) musste die HSG Kleenheim-Langgöns in der 3.Liga Ost der Frauen beim 25:25 (15:12)-Remis am Sonntag gegen den starken Tabellenvierten SC Markranstädt hinnehmen. Die Langgönserinnen rücken dennoch auf Platz zwei mit 14:4 Zählern vor, weil Mainz-Bretzenheim zu Hause patzte.
„Wenn man unseren guten Start sieht, ist es natürlich sehr schade, das wir nicht gewonnen haben, wenn man allerdings in Rechnung stellt, das wir 23:25 hinten gelegen haben, ist das in der Summe mit dem einen Punkt in Ordnung“, bilanzierte Kleenheims Trainer Manuel Silvestri.
Seine Mannschaft legte prächtig los, führte nach einem Doppelpack von Stina Karlsson 2:0 (5.), ehe die elffache Torschützin Martyna Rupp auf 1:2 (5.) für den Gast verkürzte. Tanja Schorradt stellte dann auf 5:1 (9.) für Kleenheim-Langgöns. Schorradt sorgte auch für das 7:2 (15.) und Wagner für das 8:3 (15.). Doch die Gastgeberinnen bekamen mit zunehmender Spieldauer Martyna Rupp (11) und Lena Smolik (5) nicht in den Griff. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff bekommen und haben zu viele technische Fehler gemacht“, analysierte Silvestri. Nach einem Doppelschlag von Rupp verkürzte Markranstädt auf 5:8 (16.). Janina Langenbach traf zum 10:6 (19.), doch die Ostdeutschen ließen sich nicht abschütteln und verkürzten nach einem weiteren Rupp-Doppelpack sogar auf 9:11 (22.), ehe „Katha“ Wagner die Tore zum 12:9 (25.) und 13:10 (27.) erzielte. Und auch das 15:11 (29.) ging auf das Konto der neun-fachen Torschützin Katharina Wagner. Die Seiten wurden beim 15:12 für die Mittelhessen gewechselt.
Nach Wiederbeginn stellte die junge Emily Nau per Doppelpack auf 17:13 (32.). „Das war für mich der Knackpunkt in diesem Spiel, wir haben den Ball einige Male verschenkt und statt den Vorsprung richtig auszubauen, machen wir den Gegner stark“, sagte Silvestri. Die Gastgeberinnen mussten etwa ab der 20.Minute eine Sonderbewachung für Stina Karlsson hinnehmen. Markranstädt drehte innerhalb von knapp fünf Minuten die Begegnung und ging durch Lena Smolik mit 18:17 (37.) in Führung. Nau glich beim 18:18 (38.) wieder aus, ehe der SC M mit 20:18 (40.) und 21:19 (45.), jeweils durch verwandelte Siebenmeter von Lisa Thieme, in Führung ging. Kleenheim kam durch Tore von Karlsson und Wagner beim 22:22 (51.) wieder zum Ausgleich, konnte aber die Führung nicht mehr übernehmen. Nach Rupps 24:22 (53.) verkürzt Karlsson auf 23:24 per Siebenmeter (54.), ehe wieder Thieme vom Punkt für Markranstädt zum 25:23 (55.) trifft. In der turbulenten Schlussphase verwirft Karlsson einen Siebenmeter, ehe Wagner eine Zeitstrafe kassiert, dann aber auch Thieme vom Punkt die Nerven versagen (56:01 Min.), Winkes verkürzt eine halbe Minute später auf 24:25 (57.), ehe Schorradt 126 Sekunden vor Ende den 25:25-Ausgleich und Endstand erzielt. Beide Teams nahmen in der letzten Minuten noch jeweils eine Auszeit, was aber am Spielstand nichts mehr änderte. „Wir haben uns noch mal heran gekämpft und hatten noch die Chance zu gewinnen, wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit aus der Hand gegeben; wir haben auch Manndeckung gegen Rupp gespielt, hatten aber dann Probleme mit Smolik“, gestand Silvestri.
HSG Kleenheim-Langgöns I: Jetishi, Buhlmann; Barnusch, Hess (1/1), Schuch, Schorradt (4/1), vom Hagen, Kiethe, Wagner (9), Langenbach (1), Karlsson (4/1), Nau (4), Winkes (2).
SC Markranstädt: Detjen, Wähner; Schwarz, Dreier, Pöschel (2), Dietrich, Smolik (5), Paluszkiewicz, Thieme (4/4), Okon, Funke, Rupp (11), Kathner (3), Paul.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Rico Hochstein / Julian Wiedenmann (Marienheide/Bad Ems). / Zuschauer: 150. / Zeitstrafen: 8:4 Minuten (Schorradt, Wagner, Langenbach, Karlsson - Schwarz/zwei). / Siebenmeter: 5/3 - 5/4.
Volkmar Köhler
