(vk) Die HSG Kleenheim-Langgöns hat zur Eröffnung der neuen Saison in der Oberliga Hessen der Männer vor fast 400 Zuschauern das Derby in Oberkleen gegen die HSG Pohlheim unerwartet klar mit 30:23 (16:13) gewonnen. Damit feierte der neue Kleenheimer Trainer Matthias Wendlandt einen gelungenen Einstand auf der Kleenheimer Trainerbank. Die Unterschiede im Derby lagen wohl in der Defensive.. „Wir haben unglaublich gekämpft und unglaublich gut gedeckt“, lobte Matthias Wendlandt sein Team, das auf Dennis Köhler Jonas Leger und Konstantin Wolf verzichten musste. Zudem spielten beide Kleenheimer Torhüter eine gute Rolle, auch der ab der 48.Minute eingesetzte Moritz Schäfer machte seine Sache gut wie auch zuvor Manuel Eckhard. „Wir haben zu viele freie Bälle liegen gelassen und sind auch an Manuel Eckhard im Kleenheimer Tor immer wieder mal gescheitert“, erläuterte Pohlheims Trainer Jens Dapper, für den natürlich ganz zentral der Ausfall von Sturmtank Max Rühl, der in der 22.Minut umgeknickt war und nicht mehr spielen konnte, war. „Das ist dann in den Köpfen der Spieler drin“, erklärt Dapper.
Pohlheim sorgte für die ersten beiden Führungen (0:1, 1:2), ehe nach Max Rühls 5:5 (10.) Kleenheim auf 8:5 (13.) durch David Straßheim per Gegenstoß nach mustergültigem Zuspiel von Torhüter Manuel Eckhard davonzog. Nach dem 11:8 (20.) durch einen weiteren Gegenstoß von David Straßheim verkürzte Pohlheim auf 10:11 (21.) durch Nikolas Happel. Beim 14:11 (26.) hatte Cedrick Kollmann die Führung wieder ausgebaut, ehe die Seiten beim 16:13 durch einen Höpfner-Konter in letzter Sekunde gewechselt wurden.
Nach dem Wechsel steckte Pohlheim zunächst keineswegs auf und Jonas Schleenbecker verkürzte auf 16:17 (35.), ehe Max Leger wieder auf 20:16 (40.) für Kleenheim stellte. Der vom TSV Kirchhain gekommene Rico Funk brachte Pohlheim drei Mal (18:20, 20:22, 22:24) bis auf drei Tore jeweils heran. Doch beim 27:22 (54.) durch David Straßheim war die Partie gelaufen. Nach dem 23:27 (56.), wieder hatte Funk per Siebenmeter getroffen, erhöhten Höpfner per Siebenmeter und per Doppelschlag David Straßheim auf den vielleicht etwas zu hoch ausgefallenen 30:23-Sieg der Kleenheimer. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine Phase, da haben wir einige freie Chancen ausgelassen, da hätte es noch einmal eng werden können“, analysierte Wendlandt, der neben „einer super Defensive“ auch darüber freute, „das wir mit viel Tempo im Angriff gespielt haben“.
Pohlheims Trainer Dapper konnte Torhüter Jan Wüst, Florian Niklas und Thimo Wagner (alle verletzt) nicht einsetzen. „Wir hatten mehrfach die Chance, das Spiel zu drehen, doch wir haben es Kleenheim immer wieder einfach gemacht, durch unsere Fehler sind sie gut in den Gegenstoß gekommen“, sagte der Pohlheimer Trainer weiter.
HSG Kleenheim-Langgöns: Eckhard, Schäfer; Höpfner (10/3), Straßheim (6), Planer (2), Schier, Reusch (1), Spieß (4), Wiener (2), Müller, Kollmann (1), Maximilian Leger (2), Friedrich (2), Faatz.
HSG Pohlheim: Schlegel, Bukschat; Nikolas Happel (2), Fischer, Sayler (1), Rühl (2), Schleenbecker (3), Erdmann (1), Drommershausen, Funk (6/3), Lukas Happel (2), Wenzel, Kreß, Träger (6).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: David Hoffelner / Florian Siedel (HSG Oberhessen / HSG Bensheim/ Auerbach). / Zuschauer: 380. / Zeitstrafen: 10:14 Minuten (Straßheim, Reusch, Max Leger, Friedrich/ zwei - Nikolas Happel, Schleenbecker/drei/Disq. 60., Lukas Happel/zwei, Trainer Dapper). / Siebenmeter: 4/3 - 4/3.
Volkmar Köhler