(vk) Die HSG Kleenheim-Langgöns hat in der 3.Liga Ost der Frauen im fünften Meisterschaftsspiel den ersten Punkt abgegeben. Die Spielgemeinschaft aus Mittelhessen ist nach dem 25:25 (10:13)-Remis beim weiterhin punktgleichen Dritten Aufsteiger 1.FSV Mainz 05 II mit ebenfalls 9:1 Punkten aber aufgrund der besseren Tordifferenz (+ 14 gegenüber + 22) weiter Zweiter. Die Führung baute dagegen Tabellenführer HC Leipzig nach dem Kantersieg bei der TSG Ober-Eschbach aus.
„Ich bin mit dem Punkt sehr zufrieden, wir haben eine blöde Woche hinter uns und in Mainz haben uns vier Spielerinnen gefehlt“, sagte Gästetrainer Manuel Silvestri, der auf Tanja Schorradt (verhindert), Janina Langenbach, Kim Winkes und Elena Schuch (alle krank bzw. verletzt) verzichten musste und seinem kleinen Kader (zwei Torhüterinnen, acht Feldspielerinnen) eine „gute kämpferische Leistung“ bescheinigte. „Ich bin sehr zufrieden mit dem, was die zehn Mädels auf das Parkett gebracht haben, sie haben nicht aufgesteckt, wir hätten auch verlieren können, hatten aber den Sieg auch nicht verdient“, erläuterte Silvestri, denn die Kleenheimerinnen gingen in der Schlussphase beim 24:23 (56.) und 25:24 etwa 53 Sekunden vor Ende jeweils durch Carolina Fischer in Führung. 31 Sekunden vor Ende nahmen die Rheinhessen eine Auszeit und 15 Sekunden vor Ende gelang Selina Adeberg der 25:25-Ausgleich und Endstand, ehe die Gäste 13 Sekunden vor Schluss ebenfalls noch einmal die grüne Karte legten, doch es blieb bei der durchaus gerechten Punkteteilung.
Die Oberhessen hatten bis zum 3:3 (6.) durch die Schwedin Stina Karlsson drei mal ausgeglichen, ehe Mainz auf 8:3 (16.) durch Jill Reuter davonzog. Beim 10:5 (23.) traf Adeberg für den FSV, ehe Katharina Wagner auf 9:12 (27.) für den Gast stellte. Karlsson traf zum 10:13-Pausenstand über zwei Minuten vor dem Wechsel und ließ 19 Sekunden vor der Halbzeitpause noch einen Siebenmeter aus. „Wir haben einige Chancen ausgelassen bzw. hergeschenkt“, erläuterte Silvestri. Die Gäste wurden dann stärker. Nach einem Doppelschlag von Feline Teuscher zum 16:12 (38.) für die Rheinhessen, wurde Kleenheim-Langgöns in der Tat stärker und Karlsson schaffte den 16:17-Anschlusstreffer (41.), ehe Katharina Wagner zum 17:17-Ausgleich (42.) traf. In dem nun offenen Schlagabtausch legte der Aufsteiger immer wieder vor, beim 21:19 (47./Jill Reuter-Siebenmeter) sogar zwei Tore. Karlsson sorgte für das 20:21 (48.) und die gut aufgelegte Caro Fischer verkürzte auf 21:22 (52.). Die Mittelhessen schaffen immer wieder den Anschluss, mehr aber zunächst nicht. Nach Karlssons 23:23 (55.) wehrt Madeleine Buhlmann einen Siebenmeter von Jill Reuter ab (56.), „was für uns in dieser Phase ganz wichtig war“ (Silvestri). Dann kommt es noch zu zwei knappen Kleenheimer Führungen, die Mainz II wieder wettmachen kann bis zum 25:25-Ausgleich und Endstand. „Es war eine gute Kollektivleistung gegen einen Gegner, der auch noch unbesiegt war, wir hätten auch verlieren und keiner hätte sich beschweren können“, erläuterte der Trainer der HSG Kleenheim-Langgöns:
1.FSV Mainz 05 II: Simonelli, Moormann; Wirsing, Gangel (1), Horstmann (3/2), Völker, Teuscher (5), Schulze (2), Adeberg (4), Dahm (1), Schmohl, Reuter (4/3), Droß, Grawe (5/1).
HSG Kleenheim-Langgöns I: Jetishi, Buhlmann; Barnusch, Hess, vom Hagen, Fischer (4), Kiethe (1), Wagner (6), Karlsson (12/5), Nau (2).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Dennis Müller / Christof Seeger (LV Württemberg). / Zuschauer: 125. / Zeitstrafen: 12:4 Minuten (Gangel, Horstmann, Teuscher, Adeberg/zwei, Grawe - Hess/zwei). Sieben-meter: 7/6 - 9/5.
Volkmar Köhler