Nach dem guten Spiel in Rodgau wollten unsere Mädels gegen den Gast aus Kirchhof beweisen, dass man diese Leistung konservieren kann und auch gegen vermeintlich schwächere Gegner abrufen kann. In der 1. Halbzeit blieb es bei dem Wunsch. Schnell führte die Nordhessinnen mit 1:4 und Coach Peter Tietböhl sah sich zur 1. Auszeit gezwungen. Unsere Mädels fingen sich und gingen Ihrerseits mit 5:4 in Führung durch Steffie Klug. Wer jetzt dachte, der Bann wäre gebrochen, sah sich getäuscht. Nach 25 Minuten stand es 10:11 und die Kirchhofer Mädels waren wieder in Führung. Ein Zwischenspurt brachte die 14:12 Halbzeit-Führung. Das Coach Tietböhl mit dem Spiel seiner Mannschaft insbesondere der Abwehrleistung und der Chancenverwertung (13 ! Fehlwürfe) nicht zufrieden war, wurde beim Pausentee deutlich. Die Maßgabe war für die 2. Halbzeit: Abwehr dicht und Tempo nach vorne, auch wenn unserer Mädels nur eine Feldspielerin zum Wechseln hatten.
Die Ansprache hatte gefruchtet. Wie verwandelt begannen unser Mädchen die 2. Halbzeit. Mit einem 5:0 - Lauf war der Gäste-Coach beim 19:12 gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Doch das nutzte jetzt nichts mehr. Unsere Mannschaft war jetzt heiß und spielte die SG Kirchhof an die Wand. In der 38. Minute stand es 22:14 für heimische SG. Nach einer umstrittenen, roten Karte gegen Kira Suchantke hatte sich die Bank weiter gelichtet. Neben Coach Tietböhl, MV Lüdge und Torwarttrainerin Bchenheimer saß noch vereinsamt eine der beiden Torhüterinnen auf der Bank. In Unterzahl erzielte Hannah Lüdge, die einen Sahne-Tag erwischt hatte, mit einem Hattrick das 25:14. Die Abwehr stand jetzt wie eine Mauer, an der die gegnerischen Spielerinnen sprichwörtlich abprallten. Unsere Mannschaft spielte Tempo und erzielte angetrieben durch die sehr starke Emi Bachenheimer Tor um Tor. Steffie Klug war es vorbehalten mit ihrem Tor zum 39:22 vom Kreis den Endstand herzustellen.
»Ich habe von meiner Mannschaft heute in der 2. Halbzeit ein gutes Spiel gesehen. Die 1. Halbzeit war grottig. Aber meine Mannschaft hat sich selbst am eigenen Kragen gepackt und aus dem Sumpf der 1. Halbzeit gezogen. In der 2. Halbzeit haben wir gezeigt was wir können. Gute Torhüterinnen, eine starke Abwehr und gutes Gegenstoßspiel. Hannah Lüdge hat davon profitiert und kam immer wieder in der 1. Welle zum Erfolg. Emi Bachenheimer hat unser Spiel gut organisiert in der 2 Halbzeit. So wie in der 2. Halbzeit sollten wir jedes Spiel bestreiten“, so Trainer Peter Tietböhl.