(vk) Die SG Kleenheim II, ebenfalls noch nicht ganz gesichert, hat das Nachbarduell in der Handball-Landesliga Mitte der Frauen nach einem deprimierenden Heimauftritt gegen den wesentlich abstiegsgefährdeteren TSV Griedel mit 22:29 (9:15) deutlich verloren. Griedel legte dabei einen Start-Ziel-Sieg hin und Kleenheim II stand die gesamten 60 Minuten vollkommen neben sich. Nach gut sechs Minuten lag Kleenheim II mit 0:3 (7.) durch Julia Krombach per Siebenmeter zurück und nach dem ersten Kleenheimer Tor durch Julia Wohlrab zum 1:3 (9.) wurde das Spiel der Gastgeberinnen nicht besser. Beim 1:5 (12.) hatte Lena Wawrzinek für Griedel getroffen. Kleenheim II verkürzte zwar auf 4:6 (14.) durch Isabell Schepp, doch war das Spiel der Heimmannschaft extrem fehlerhaft. Beim 7:9 (19.) hatte Steffi Schön noch einmal auf einen Zwei-Tore-Rückstand verkürzt. Doch die Butzbacherinnen blieben souverän, kämpften und fighteten, was den Gastgeberinnen völlig abging, und setzten sich über 13:9 (26./Wawrzinek) auf den 15:9-Pausenstand ab.
Nach dem Wechsel kam Kleenheim II etwa beim 14:18 (38.) durch Katja Schön auf vier Treffer heran, mehr ließ Griedel aber nicht zu. Therese Blasig stellte noch einmal auf 16:21 (47.), doch beim 24:17 (50.) durch einen von Julia Krombach verwandelten Siebenmeter war die Entscheidung zugunsten Griedels gefallen.
„Ich bin sprachlos wir haben keinen Leistungswillen, Kampf und Moral gezeigt, du kannst verlieren, aber doch so nicht, wir haben das Spiel hergegeben“, erläuterte Kleenheims Trainer Etienne Emmert nach der hohen 22:29 (9:15)-Heimniederlage. „Nach dem Spiel in Florstadt ist das für mich unerklärlich, wir haben einfach keine Konstanz und standen uns wieder selbst im Weg“, so ein enttäuschter Kleenheimer Trainer Emmert, der mit seiner Mannschaft noch nicht über den Berg ist.
Griedels Trainer Martin Schmitt lieferte eine ganz einfache Erklärung für den klaren Sieg seiner Mannschaft: „Wir haben den Kampf angenommen, Kleenheim II nicht!“, sagte er. Griedel zeigte die notwendige Aggressivität, die man für den Abstiegskampf braucht. „Wir haben in der Deckung eine überragende Leistung gebracht“, erklärte Schmitt weiter. „Wir waren das Team, das aggressiver war und kämpferisch besser“, urteilte der TSV-Coach.
SG Kleenheim II: Altenheimer, Stahl; Eisenhardt, Neul, Kerstin Schulz (1), Rink, Schäfer (3), Therese Blasig (3), Wohlrab (3), Kreß, Stephanie Schön (3), Mattheiß, Schepp (2), Katja Schön (7/4).
TSV Griedel: Pauline Wicke; Wawrzinek (4), Krombach (9/6), Ohrisch (1/1), Gros (1), Schmitt (3), Brück (2), Katarina Dietz, Bloch, Szymanski, Frank (3), Marlene Dietz (6).
Im Stenogramm / Schiedsrichterinnen: Mangels / Kempf (TG Friedberg). / Zuschauer: 55. / Zeitstrafen: 2:12 Minuten (Mattheiß - Krombach, Ohrisch, Gros/zwei, Brück, Bloch). / Siebenmeter: 7/4 - 7/7.
Volkmar Köhler