(mcs). Ein Geschenk in Form von Punkten hat Lazar Cojocar aber für seine alte Mannschaft aber sicherlich nicht vorgesehen, denn mit Germania Fritzlar möchte der ehemalige SGK-Trainer die Tabellenführung verteidigen. Die bislang weiße Weste der Nordhessen besudeln will dagegen das Team von Trainer Marc Langenbach.
„Fritzlar ist Tabellenführer, hat bislang alle seine Spiele souverän gewonnen, weshalb wir am Wochenende krasser Außenseiter sind“, sind für den SGK-Coach die Rollen vor dem Duell am späten Samstagabend zwar klar verteilt, dennoch gibt sich Langenbach vorher noch lange nicht geschlagen. „Wir wollen zuhause einfach ein gutes Spiel zeigen und müssen dafür in der Abwehr wieder so gut stehen wie in der bisherigen Saison. Dazu muss es uns gelingen, noch mehr ins Tempo zu kommen, um mehr einfache Tore zu erzielen.“
Was allerdings alles andere als einfach werden dürften, denn die Fritzlarer Damen spielen bislang eine blitzsaubere Saison. Die beiden bisherigen Auswärtsspiele (30:26 beim Thüringer HC II, 25:21 bei der TSG Eddersheim) wurden ebenso siegreich gestaltet wie die zwei Heimauftritte (31:27 gegen Rodgau/Nieder-Roden, 27:18 gegen Halle-Neustadt II). Dabei ist die Liga für die Nordhessinnen in gewisser Weise Neuland, im vergangenen Jahr lief das Team von „Lucky“ Cojocar noch in der Weststaffel auf und wurde dort Vizemeister. Dass die Mannschaft aus dem Schwalm-Eder-Kreis damit auch in dieser Saison zu den hoch gehandelten Teams gezählt wird, überrascht daher nicht. Und ganz so unbekannt ist den „ungünstig gelegenen“ Fritzlarerinnen die Ost-Staffel dann doch nicht, bereits zum sechsten Mal in den letzten neun Jahren musste die Germania die Klasse wechseln.
„Fritzlar hat eine seit Jahren eingespielte Mannschaft und beispielsweise mit Esther Lieber oder Bibana Huck tolle Spielerinnen. Insgesamt ist es aber schwer, sich auf einzelne Akteure zu konzentrieren, denn jede Spielerin besitzt individuelle Klasse“, hat Langenbach eine hohe Meinung vom Tabellenführer, sieht in der Außenseiterrolle aber auch Vorteile. „Wir sind diesmal nicht der Favorit und stehen daher nicht so unter Druck, sondern können befreit aufspielen.“
Personell sind vor dem Wochenende noch ein paar wenige Fragen offen. Die zuletzt fehlende Tanja Schorradt lag auch bis zur Wochenmitte noch mit einer Grippe flach, weshalb hinter ihrem Einsatz doch ein großes Fragezeichen steht. Janina Langenbach plagt sich seit der Partie in Herzogenaurach mit Nacken- bzw. Rückenproblemen herum, dürfte am Samstag aber im Kader stehen.