(mcs). Allerdings ist die Strecke, die der Tabellenfünfte am Samstag zurücklegen muss, vergleichsweise kurz, denn mit der Partie bei der HSG Rodgau/Nieder-Roden wartet ein weiteres Hessenderby. Anwurf in der Sporthalle in Nieder-Roden ist dann um 17 Uhr.
Trotz klarer spielerischer Überlegenheit machten es sich die Kleenheimer Damen am vergangenen Wochenende doch schwerer, als es nötig gewesen wäre. Nach einer Vielzahl an vergebenen Torchancen hieß es gegen den HV Chemnitz nach 40 Minuten 14:16, ehe ein ebenso energischer wie starker 10:2-Schlusspurt noch für den 24:18-Erfolg und damit für die Fortsetzung der guten Serie sorgte.
Der kommende Kontrahent aus Rodgau und Nieder-Roden nimmt aktuell den neunten Tabellenplatz ein und weist nach seinen acht Saisonpartien 5:11 Punkte auf, weshalb den Kleebachtalerinnen am Wochenende wohl die Favoritenrolle zufallen dürfte. Siege fuhr das Team von Trainer Matthias Jünger im ersten Hessenderby gegen die TSG Ober-Eschbach (21:18) und überraschenderweise auch gegen den SC Markranstädt (30:29) ein, gegen den die HSG wiederum schon schlechte Erfahrungen in Form einer klaren Niederlage (16:22) machen musste. Einen Punkt nahm der Aufsteiger, der als Tabellenzweiter der Oberliga Hessen aufgrund des Verzichts von Meister TSG Oberursel zu „Aufstiegsehren“ kam, zudem vom Gastspiel in Halle-Neustadt (27:27) mit.
„Das wird trotz des Tabellenstandes eine sehr schwere Aufgabe für uns, da Rodgau/Nieder-Roden eine sehr starke Angriffsmannschaft mit einer sehr guten ersten Welle ist. Zudem spielen sie sehr offensive Abwehrvarianten und haben mit Jana Heßler eine überragende Spielerin im Kader“, berichtet SGK-Trainer Marc Langenbach, der seinen Vertrag im Laufe der Woche über das Saisonende hinaus verlängert hat und auch in der kommenden Spielzeit für die Kleenheim-Langgönser Damen verantwortlich zeichnet. „Daher wird unserer Abwehrleistung wieder große Bedeutung zu kommen, aber wenn wir an die guten letzten Spiele anknüpfen können, bin ich da ziemlich zuversichtlich. Vor allem wenn es uns gelingt, gegen die offensiven Abwehrsysteme gute Lösungen zu finden.“
Auf Hilfe der A-Jugendlichen kann Trainer Langenbach im Hessenderby derweil nicht bauen, da diese zeitgleich in ihrer Oberliga-Partie in Bad Soden um Punkte kämpfen. Positiv ist allerdings, dass der SGK-Trainer nach aktuellem Stand ansonsten keinerlei Ausfälle zu beklagen hat und ihm damit der gesamte Kader zur Verfügung stehen dürfte.