Bei der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden reichten gute 20 Minuten und eine zwischenzeitliche 13:9-Führung nicht, um Zählbares aus Südhessen zu entführen. Im Gegenteil: nach einer schwachen zweiten Halbzeit mussten die Kleebachtalerinnen sogar noch eine deutliche 26:33 (16:16)-Niederlage einstecken und verloren damit bereits die dritte Partie in Folge.
„Wir haben gut begonnen. Immer wenn wir strukturiert gespielt haben, waren wir auch erfolgreich. Leider haben wir durch Zeitstrafen und durch die offensive Deckung Weiterstadts den Faden komplett verloren. Zwischen der 25.und 50. Minute haben wir dem Gegner immer wieder Bälle in die Hände geworfen. Wenn du am Ende 25 technische Fehler machst, kannst du in der Oberliga eben keine Spiele gewinnen“, so Trainer Martin Saul im Anschluss.
Kleenheim-Langgöns startete zwar mit zwei schnellen Toren (2:0, 4.), bis zum 5:5 nach gut zehn Minuten verlief die Partie aber zunächst völlig ausgeglichen. Danach spielte die Saul-Sieben aber stark auf und setzte sich zunächst auf 7:5 (12.), nach einem Treffer von Rückraumspielerin Franziska Dietz sogar bis auf 10:6 (14.) ab. Und diese Vier-Tore-Führung hielten die Gäste auch bei Emelie Bachenheimers 13:9 (21.) noch in Händen, ehe sich die Dreier-HSG nach einer Deckungsumstellung in den Schlussminuten des ersten Durchganges herankämpfte. Beim 13:15 (25.) hatte Weiterstadt Kontakt hergestellt, in der Schlussminute gelang Nathalie Krause dann sogar der Treffer zum 16:16-Halbzeitstand.
Und was sich in den Minuten vor der Pause bereits abgezeichnet hat, setzte sich auch nach dem Wechsel fort, denn Kleenheim-Langgöns schenkte in der Offensive zahllose Bälle her und hatte dem schnellen Umschaltspiel der Gastgeberinnen nichts mehr entgegenzusetzen. So zog die Dreier-HSG direkt auf 19:16 (32.) undwenig später bereits auf 25:19 (42.) davon. Bis zum 22:27 (47.) bestand für die Kleebachtalerinnen zumindest noch die Chance auf eine Wende, doch nach drei weiteren Gegentoren am Stück war die Partie beim 22:30 (52.) bereits verloren.
„Auch wenn uns Abschlussquote heute deutlich besser war, merkt man uns immer noch an, dass wir ums Jahr herum wenig trainieren konnten. Wir stehen zwar auf Platz zwei, müssen aber langsam merken, dass der Abstand nach hinten relativ gering ist. Das erfordert ganz schnell eine entsprechende Wahrnehmung der Spielerinnen“, so Saul abschließend.
Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden: Manger, Ramp – Januschkowetz (8), Weber (3), Scholz (1), Lea Trenado Lopez (3), Susic (2), Krause (2), Schwarzkopf (3), Eilers (2), Wamser, Rosenberg (6), Jara Trenado Lopez, Beck (3).
Kleenheim-Langgöns: Bork, Buhlmann – Eggers (4), Lotz, Dietz (7), Bachneheimer (2), Schuch (3), Rüspeler (2), Manfraß (3), Kleinhenz (1), Klug (2), Schäfer (1), Hickel (1/1).
Schiedsrichter: Glaab/Rudert (Großwallstadt/Hösbach) - Zuschauer: 150 - Zeitstrafen: sieben (Scholz zwei, Januschkowetz, Lea Trenado Lopez, Susic, Eilers, Beck) – sieben (Bachenheimer zwei, Schuch zwei, Lotz, Dietz, Rüspeler) - Siebenmeter: 6/6 – 3/1.