War das Team von Martin Saul in eigener Halle 53 Sekunden vor Schluss noch mit 28:27 in Führung gegangen, reichte es nach gleich zwei Gegentreffern am Ende nicht einmal mehr für einen Zähler. Dank des 29:28 (14:15)-Erfolges feierten die Südhessinnen den fünften Sieg im fünften Spiel, für die Kleebachtalerinnen war es hingegen die zweite Schlappe in Folge.
„Es war von der Intensität her ein absolutes Spitzenspiel, leider mit dem schlechteren Ende für uns. Wir standen im Sechs-gegen-Sechs richtig gut und hatten mit Madi Buhlmann einen sicheren Rückhalt, offensiv haben wir aber grade in Unterzahl zu oft den Ball verloren. Positiv war, dass die Mädels viel intensiver, schneller und vom Aushelfen in der Abwehr her viel besser gespielt haben als zuletzt- Daher bleibt zumindest ein lachendes Auge“, resümierte Coach Saul.
In der ersten Halbzeit begegneten sich der Spitzenreiter und der bisherige Tabellenzweite bereits auf Augenhöhe. Die 8:6-Führung Weiterstadts nach gut 14 Minuten stellte den bereits den höchsten Abstand zwischen beiden Teams in den ersten 24 Minuten dar. Doch Kleenheim-Langgöns war kurz darauf nach einem Treffer von Meileen Schäfer zum 8:8 (17.) wieder auf Augenhöhe und blieb es bis zum 10:10 (22.), ehe zwei Läufe folgten. Zunächst zogen die Südhessinnen auf 13:10 davon (24.), dank eines bärenstarken 5:1-Runs, abgeschlossen von Elena Schuch, ging die Saul-Sieben aber mit einer 15:14-Führung in die Kabine.
Bis zum 21:19 (39.) durch Kreisläuferin Anna Dietz blieben die Kleebachtalerinnen vorne, ehe der Favorit die Partie dank eines 4:0-Laufes bis zur 44. Minute drehen konnte (23:21). Doch die Saul-Sieben kämpfte sich in einem wahren Spitzenspiel zurück, glich wieder aus (23:23, 47.) und legte in der Schlussphase immer wieder vor. Marie Manfraß traf vier Minuten vor dem Ende zum 26:24, doch WBW kam zwei Minuten später zum 26:26-Ausgleich. Die Spannung nahm nach dem 27:27 (59.) so richtig zu, Kleenheim-Langgöns hatte nach Louisa Andermanns 28:27 in der Schlussminute alle Trümpfe in der Hand. Lea Trenado Lopez glich für Weiterstadt zum 28:28 (59:34 Minuten) aus, nach einer Auszeit war der Ball jedoch in den Händen der Gastgeberinnen. Diese erlaubten sich aber einen Fehlpass gegen die offensive Deckung und liefen dadurch in einen Gegenstoß, der nur per Foul gestoppt werden konnte. Natalie Krause sorgte von der Linie sechs Sekunden vor Schluss noch für den Auswärtssieg des Spitzenreiters und hinterließ geknickte SGKL-Damen.
Kleenheim-Langgöns: Bork, Buhlmann – Eggers, Franziska Dietz (1), Bachenheimer (2/1), Schuch (6), Suchantke (1), Manfraß (1), Anna Dietz (6), Klug, Schäfer (2), Hickel (3/1), Andermann (5), Schön (1).
Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden: Manger, Ramp – Januschkowetz (1), Weber (3), Scholz (3), Hess, Kasartzoglou, Lea Trenado Lopez (4/2), Susic (5), Krause (7/6), Eielers (3), Wamser, Jara Trenado Lopez (2), Beck (1).
Schiedsrichter: Hanker/Klimmesch (Wiesbaden) - Zuschauer: 100 - Zeitstrafen: fünf (Bachenheimer, Suchantke, Manfraß, Anna Dietz, Hickel) – zwei (Scholz, Kasartzoglou) – Rote Karte: Schuch (Kleenheim-Langgöns, 60.) - Siebenmeter: 5/2 – 11/8.